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Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

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Alt 28.12.2015, 09:08   #1
Denise24
 
Avatar von Denise24
Standard Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

Hi
Ich melde mich nach langem mit einer mir sehr wichtigen Frage bei euch.
Auch, wenn wir erst zum März/April umziehe, wird sich einiges für uns und unsere beiden Katzen Luna und Janis ändern und ich bin mir noch nicht sicher, wie ich meine beiden 'Kinder' darauf vorbereiten soll.

Luna ist eigentlich recht offen und wenig ängstlich gegenüber Fremden, Janis jedoch ist sehr ängstlich, was auch aus ihrer Vergangenheit herrührt. Ich hab meine Weiße damals bekommen, da hatte ich Luna schon ein halbes Jahr, da war Janis gerade durch mit den Flöhen. SIe hatte sich ihr ganzes Gesicht aufgekratzt und musste mit Antibiotiker behandelt werden und drei Monate einen Trichter tragen. Ich habe sie aufgepäppelt und auch nach ihrem Unfall mit einer Hüftfraktur gingen wir mit ihr durch die OP und Käfighaltung.

Sprich, sie hat hauptsächlich Vertrauen in
mich und meinen Freund. Menschen, die ihr komisch vorkommen und nicht einfühlsam ihr gegenüber sind, faucht sie an. Besuch ist für sie recht stressig, gerade wenn Babys dabei sind, vor denen hat sie Angst. Gestern hat sie erst das Baby meiner Freundin angefaucht und ist dann auch unters Sofa abgehauen. Dennoch will ich diese Situationen nciht vermeiden, wenn die Kinder nicht zu wild oder laut sind, denn irgendwann muss sie sich an Babys im Haus gewöhnen.

Alles in allem wird der Umzug eine große Herausforderung für uns. Wir ziehen quasi in eine WG, auf einen Resthof mit zwei Freunden von uns. Wir haben zwar unseren eigenen Wohnbereich, wo die Katzen ihre Ruhe haben, doch es ist so, dass unsere Freunde ihre drei Hunde mitbringen und zwei eigene Katzen. Rausgänger! JAnis und Luna hatten beide noch nie mit Hunden zu tun und Janis hat sehr große Schwierigkeiten mit fremden Katzen. Auch mit Luna hat sie sehr lange gebraucht, warm zu werden.

Zudem kommt noch hinzu, dass neben den Tieren auch sieben Kinder von sieben bis 18 Jahren mit in das Bauernhaus ziehen werden, da dies eine Jugendpflegeeinrichtung wird, in der ich arbeiten werde.

Janis und Luna waren seit Janis Unfall Anfang des Jahres nicht mehr draußen, weil ich an der Hauptstraße viel zu viel Angst um meine Beiden habe, aber ich würde sie gerne auf dem Resthof wieder an draußen gewöhnen.
Ich habe allerdings Angst, dass gerade Janis alles zu viel wird.

Meine Idee ist, dadurch dass wir unseren Wohnbereich abtrennen können, dass die beiden natürlich erstmal sechs Wochen bei uns oben bleiben und sich erstmal an die neue Umgebung gewöhnen sollen.
Wenn möglich, möchte ich nach und nach mal die Kinder zu Besuch mit nach oben bringen und sie nach einer Weile auch mit einem der ruhigeren Hunde bekannt machen, die den Umgang mit Katzen schon kennen.

Wenn sie irgendwann rausgehen wollen, müssen sie dafür quer durch das Haus und natürlich werden sie sowohl drinnen und draußen den anderen Tieren und Kindern begegnen. Auch draußen erwarten sie Ponys, Ziegen, Hühner und Pferde.

Habt ihr noch Tipps für mich, wie viel Zeit ich für meine Katzen nehmen sollte, was ich alles tun kann (Vllt auch schon vor dem Umzug) und wie ich sie langsam und so entspannt wie möglich an alles gewöhnen kann?
Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen!!!

Ich hoffe, dass es eine Möglichkeit gibt, meine beiden an die neue Situation zu gewöhnen und sie dennoch nicht zu sehr zu stressen.
 
Alt 28.12.2015, 09:08   Anzeige
NinaP
 
Standard AW: Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

Hallo Denise24,

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 28.12.2015, 14:39   #2
Eldarion
Moderatorin

 
Avatar von Eldarion
Standard AW: Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

Oh je, das ist aber alles sehr komplex, was auf Euch und Eure Katzen zukommt. Ehrlich gesagt, bin ich ratlos. Aber vielleicht bekommst Du von anderen Mitgliedern hier ein paar hilfreiche Tipps.

Du sagst, dass zumindest Janis eher ängstlich und vorsichtig ist. Und dort, wo Ihr hinziehen wollt, wird es ja sehr viele unbekannte oder Angst einflößende Dinge bzw. Menschen und Tiere geben. Ich hätte da meine Zweifel, dass das alles gut gehen kann. Auf jeden Fall werdet Ihr meiner Meinung nach viel Zeit benötigen, damit die beiden sich nach und nach an all die neuen Eindrücke gewöhnen können.

Aber, wie schon gesagt, ich bin eigentlich ratlos und hoffe, dass Dir hier jemand Konstruktiveres sagen kann als ich.
 
Alt 28.12.2015, 15:04   #3
Pat
Standard AW: Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

Ich würde beide Katzen zunächst als reine Wohnungskatzen lassen, damit sie sich in Ruhe eingewöhnen können.
Wenn sie dann langsam daran gewöhnt werden, das auch mal andere Menschen und vielleicht auch ein katzenfreundlicher Hund zu Besuch kommen, dann könnt ihr noch immer überlegen, ob ihr sie tatsächlich unbedingt als Freigänger "in den Trubel" umgewöhnen wollt.
Nicht jede Katze MUSS UNBEDINGT ein Freigänger werden und bisher sind doch auch beide in der Wohnung ganz zufrieden gewesen.
 
Alt 28.12.2015, 15:19   #4
Denise24
 
Avatar von Denise24
Standard AW: Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

Das denke ich auch, ich würde nichts überstürzen und sie gleich nach sechs Wochen raus lassen, wenn sie nicht bereit sind.
Luna möchte gerne raus, sie huscht oft mal raus wenn die Haustür offen ist. Aber iwe gesagt, seit Janis Unfall habe ich an der Hauptstraße wirklich Angst.
Janis selbst guckt gerne mal raus, möchte aber zurzeit nicht wirklich nach draußen, seit ihrem Unfall. Früher wollte sie gar nicht mehr rein.
Allerdings langweilt sie sich drinnen schnell. Sie hat viele Kratzbäume und Spielzeug, aber zerrupft gerne mal irgendwelche Kartons oder kratzt an den Tapeten und das ist draußen nicht so...
Mal sehen, wie es wird, wenn wir eine Weile dort wohnen, wie gesagt, ich will natürlich nichts überstürzen, aber vielen lieben Dank für eure Antworten.
 
Alt 28.12.2015, 18:51   #5
Pat
Standard AW: Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

Wir haben mal vor Jahren einen herrenlosen 7-jährigen unkastrierten Kater aufgenommen. Der war auf einem Bauernhof geboren und ist bei Eintritt der geschlechtsreife "abgewandert, oder vertrieben worden" auf den katzenlosen Nachbarhof, der keine Ställe, und warme Unterschlüpfe, etc. hatte, sondern umgebaut als reines Wohnhaus war und lediglich kahle Ställe für Wohnwagenvermietung.
Die Hofbesitzer wohnten auch auf diesem Gut und die Besitzerin hat ihn von Anfang an beobachtet (daher war sein Alter ermittelbar) und aus Mitleid oft Trockenfutter in eine Abstellkammer gestellt.....ins Haus durfte er aber nicht, weil es ihr Mann, der "Ex-Bauer", nicht erlaubte.....nach dem alten Motto "Katzen gehören nach draußen und können Mäuse fangen".

Als meine Tochter in dieses Haus gezogen ist, da drängte er immer mit in die Haustür, um ins Warme zu kommen.
Wir haben uns dann erbarmt und ihn nach oben getragen.....nach einer Nacht bei meiner Tochter haben wir ihn geschnappt und sind mit ihm zum Tierarzt.
Er war total runtergekommen, abgemagert, hatte offene Füße, unkastriert.....und hatte FIV.
Das Ergebnis war dann "Bömmel ab" eine lange Zeit des aufpäppelns .....und er ist bei UNS im Haus für immer geblieben.

Dieser Kater hat vom ersten Tag bei uns niemals mehr nach draußen gewollt und ist noch gut 7 Jahre bei uns als reiner Wohnungskater glücklich gewesen.
Er hat es sogar vermieden, mal aus dem Fenster zu gucken, sofern sich irgend ein Mensch in der Einfahrt zeigte, schwupps sprang er vom Fenster und war weg.
Er, unser Toni, war zu uns soooo anhänglich, vermied jeden Blick zur Haustür und Fremde lösten bei ihm Panik aus und er versteckte sich.....und das blieb die ganzen 7 Jahre so, bis zu seinem Tod.....obwohl er ja damals draußen als herrenloser Kater zu uns, den bis dahin fremden Menschen, drängte und auch streicheln ließ, aber wohl nur, um rein zu kommen.

An unseren Hund (wir hatten damals einNeufundländermädchen) hat er sich nach und nach gewöhnt, zwar hat er zu Anfang dem großen Hund ordentlich einen auf den Hintern gehauen, aber dann gut mit ihr verstanden, an unsere anderen beiden Katzen hat er sich ganz schnell gewöhnt und mit vertragen.....aber immer lieber seine Ruhe gesucht und wir waren seine "Hauptpersonen".

Warte also in Ruhe die Zeit ab und wie ich schon sagte, manche Katzen wollen nach schlimmen Erlebnissen halt nie mehr raus.....schaut einfach mal, wie es sich bei euch entwickelt.
Ich würde dabei dann später für die Wohnungs- Etagentür eine chipgesteuerte Katzen-Klappe probieren. Dadurch könnte die eine Katze bei Bedarf raus gehen (die ängstliche Katze könnte es selbst enscheiden, wenn der Chip nur für diese beiden Katzen eingestellt ist) und sie wären sicher, das keine fremden Katzen und Hunde in "ihr sicheres Reich" eindringen könnten.

Berichte mal, wie es sich entwickeln wird.....und Fotos von beiden wäre auch soooo schön!
 
Alt 28.12.2015, 19:18   #6
Denise24
 
Avatar von Denise24
Standard AW: Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

Vielen Lieben Dank.
Das mache ich auf jeden Fall
Noch dauerts ja zum Glück bis zum Umzug und ich kann mich mit meinen übermäßigen Sorgen um die beiden auch ein wenig drauf vorbereiten
Dein Bericht gefällt mir sehr gut
Das sitmmt, wenn sie gar nciht mehr raus will, ist das auch in Ordnung und das mit der Katzenklappe könnte ich dann ja mit meinen Freunden (Vermietern) ausmachen.
Luna würde auf jeden Fall liebend gern nach draußen, wie ich sie kenne
Wir sind zwar ja noch nciht umgezogen, aber hier ein paar Fotos von meinen beiden:








































Die letzten beiden Bilder mit Janis waren kurz nach ihrem Unfall
 
Alt 28.12.2015, 19:45   #7
Saabiene
 
Avatar von Saabiene
Standard AW: Umzug mit GROSSEN Veränderungen - Wie vorbereiten?

Hallo Denise,

auch ich empfehle dir, beide Katzen für mind. 6 Wochen in der Wohnung zu halten. Wobei für Janis ist die Welt draußen viel zu groß und viel zu unübersichtlich.

Sie scheint wie meine Frida (auch Van-Zeichung, Handaufzucht) unsicher & verhuscht im Umgang mit ihr allem Fremden zu sein. Bei Frida kann das Fremde allerdings schon das Bekannte vom Vortag sein. Ich nenne es deshalb "das Frida-Syndrom".

Janis hat das Baby deiner Freundin angefaucht, weil sie sich vor dem Geruch und dem Weinen fürchtete. Das ist pure Unsicherheit. Dein Mäuschen kannst du durch Bachblüten versuchen zu stabilisieren. Bachblüten Nr. 2 stärkt ihr Selbstbewußtsein.

Der Umzug und alles Drumherum wird ihr arg zusetzen. Zyklene zur Beruhigung kann auch helfen.


Meine Frida:


Luna steckt das weg, sie ist anders. Sie wird auch die erste sein, die nach draußen will.
 
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