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Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

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Alt 20.11.2017, 14:56   #1
Fantine65
Standard Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Ein liebes Hallo an alle,
ich bin neu hier und stehe auch als alte und erfahrene Katzenhalterin vor einem Problem.
Ich habe seit gestern einen 11 Jahre alten Freigängerkater übernommen. Es war der Kater meines Exmannes und mir. Ich habe ihn nach meinem Auszug
wirklich schweren Herzens bei meinem Exmann gelassen, damit er in seinem Revier bleiben kann.
Nun wurde meinem Exmann die Wohnung gekündigt und er muss innerhalb von einem Vierteljahr ausziehen. Ich habe mich nun entschlossen Simba, so heißt der Kater, zu mir zu holen.
Er ist ein absoluter Freigänger und ein kleiner Stinkstiefel , hat eben einen besonderen Charakter... in unserem Haus lebt noch eine Hündin und noch ein Kater.
Wie gewöhne ich Simba nun sanft um? Klar, dass ich ihn erstmal im Haus lasse und auch nach ein paar Tagen eine Gittertür anbringen, damit die anderen Tiere ihn "nur" beschnuppern. Aber meine größte Angst ist, wie schaffe ich es, dass er nicht beim erten Freigang wieder in sein altes Zuhause läuft.
Ich wäre wirklich für viele Tipps und Anregung dankbar.
 
Alt 20.11.2017, 14:56
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Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
__________________
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Alt 20.11.2017, 22:36   #2
zouzounaki
Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Zitat:
Zitat von Fantine65 Beitrag anzeigen
Aber meine größte Angst ist, wie schaffe ich es, dass er nicht beim erten Freigang wieder in sein altes Zuhause läuft.
Ich wäre wirklich für viele Tipps und Anregung dankbar.
wie weit ist denn das alten Zuhause entfernt?
zu wem von euch beiden hatte er den größten Bezug und wie lange ist die Trennung her?

11 Jahre und Umzug und danach Freigang sind ansonsten kein grundsätzliches Problem, aber hier wechselt ja auch der Mensch mit.

Die üblichen Tipps: Eingewöhnung 14 Tage und erst dann raus (da er älter ist und im Moment Winter, steckt er es vielleicht besser weg), vorher viel Zeit mit ihm verbringen, wenn machbar gar ein paar Tage frei nehmen und rund um die Uhr da sein und viele leckere Sachen anbieten.
 
Alt 21.11.2017, 11:43   #3
Fantine65
Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Hallo ,
erstmal vielen Dank für deine Nachricht, vorweg sie beruhigt und motiviert mich sehr.
In seinem alten Zuhause war ich die Bezugsperson, unsere Trennung ist 3 Jahre her. Ich habe ihn damals dort gelassen, weil Katzen ja eher das Teretorium als ihr Zuhause ansehen, ich wollte ihn dort nicht einfach rausreißen...im Nachhinein denke ich, dass es falsch war....
Sein altes Zuhause ist 10 km weg.....
Mein Exmann muss zum 28.2.18 aus der Wohnung ausziehen und da ich zur Zeit krankgeschrieben bin und das noch bis mindestens Anfang Januar, habe ich ihn schon am Sonntag zu mir geholt. So kann ich mich wirklich intensiv um ihn und seine Eingewöhung kümmern.
Deinen Rat ihn mit Leckerlies zu verwöhnen beherzigen wir schon

Er ist nun seit Sonntag Abend im Büro/Gästezimmer eingesperrt, dass ist ein Raum der von dem anderen Kater nicht aufgesucht wird. Heute bringt mein Lebensgefährte eine selbstgebaute Gittertür an, sodass er ab heute Abend den Blick in den Hausgang frei hat und der andere Kater ihm erstmal so begegnen kann.
Das Eingesperrt sein mag er garnicht und jammert und heult....besonders nachts...als ich mich heute nacht zu ihm legen wollte, habe ich festgestellt, dass er auf die Gästecouch gepinkelt hat.... REINER PROTEST

Ich könnte heulen, er tut mir so leid, für ihn ist das was wir hier mit ihm veranstalten ganz schrecklich. Aber dort kann er nicht bleiben, der junge Vermieter, der das Haus von seiner Mutter geerbt hat, mag keine Katzen. Und ich möchte bestimmt nicht, dass er dort als Straßenkater endet.....
 
Alt 21.11.2017, 12:40   #4
romulus

Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Ojeh, wirklich eine sehr nervige Situation - für alle Seiten!
Ich habe hier auch einen 14 jährigen stinkstiefeligen Freigängerkater, den ich mir eingesperrt überhaupt nicht vorstellen kann - aber wenn es sein muss, hilft ja alles Jammern nichts.
Wie hat er denn auf Dich reagiert, hat er sich gleich wieder an Eure alte Beziehung erinnert?
Es ist wirklich schwer, aber jetzt musst Du hart und er drinnen bleiben, ehe er wieder Freigang bekommen kann, sonst läuft er in sein bisheriges Zuhause zurück (wie weit it das denn entfernt?)
 
Alt 21.11.2017, 13:20   #5
Fantine65
Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Ja es ist nervig, aber das halte ich recht gut aus. Er tut mir nur sehr leid, weil er ja gar nicht weiß wie ihm geschieht. Der arme Kerl kannte ja 11 Jahre nur sein altes Zuhause.

Er hat sich sofort an mich erinnert, ist um meine Beine gestreift und hat sich kraulen lassen....ich war ja auch ab und an nach unserer Trennung noch dort, denn mein Sohn (Bei der Trennung 18 Jahre) lebte ja auch noch dort.

Sein altes Zuhause ist 10 km weg...
 
Alt 21.11.2017, 13:36   #6
romulus

Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Naja, 10 km kann er schon schaffen - also bitte nicht zu früh rauslassen!
 
Alt 21.11.2017, 17:06   #7
Fantine65
Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Und genau diese 10 km sind ja auch mein Problem, das meinte ich ja mit: wie schaffe ich es dass er nicht beim ersten Freigang zurück in sein altes Zuhause läuft.
Ich dachte an 4 Wochen im Haus lassen, reicht das ?
 
Alt 21.11.2017, 20:37   #8
romulus

Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Ich würde schon denken, dass 4 Wochen reichen - sonst kriegt der gewohnte Freigänger ja einen Koller!
Noch längere Zeit eingesperrt zu sein bringt vermutlich auch nicht mehr. Wenn er sich bei und mit Dir wohlfühlt, kommt er hoffentlich wieder!
 
Alt 22.11.2017, 00:09   #9
zouzounaki
Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Zitat:
Zitat von Fantine65 Beitrag anzeigen
Hallo ,
erstmal vielen Dank für deine Nachricht, vorweg sie beruhigt und motiviert mich sehr.
ja, das kann ich gern noch verstärken. Bitte vergiss die Mähr vom Territorium. Das ist ein Gerücht, da viele Katzen unglücklich gemacht hat, weil manche Menschen sie gar ausgesetzt haben. Du nicht, es war ja Dein Ex da.

Zitat:
In seinem alten Zuhause war ich die Bezugsperson, unsere Trennung ist 3 Jahre her. Ich habe ihn damals dort gelassen, weil Katzen ja eher das Teretorium als ihr Zuhause ansehen, ich wollte ihn dort nicht einfach rausreißen...im Nachhinein denke ich, dass es falsch war....
zumindest unnötig, ist aber nicht zu ändern, also nach vorne schauen

Zitat:
Das Eingesperrt sein mag er garnicht und jammert und heult....besonders nachts...als ich mich heute nacht zu ihm legen wollte, habe ich festgestellt, dass er auf die Gästecouch gepinkelt hat.... REINER PROTEST
oder Angst- er ist in einer neuen Umgebung, eingesperrt und riecht den anderen Kater

Zitat:
Ich könnte heulen, er tut mir so leid, für ihn ist das was wir hier mit ihm veranstalten ganz schrecklich. Aber dort kann er nicht bleiben, der junge Vermieter, der das Haus von seiner Mutter geerbt hat, mag keine Katzen. Und ich möchte bestimmt nicht, dass er dort als Straßenkater endet....
.
nein. das wird schon.
Und wenn er Dich mag und menschenbezogen ist, wonach das klingt, sehe ich in den 10 km kein Problem, direkte Nachbarschaft wäre schwieriger. Die Eingewöhnung mit dem anderen Kater muss natürlich gut laufen.

Noch zum Mut machen, wie es laufen kann: Ich hab mit einer sehr unabhängigen freiheitsliebenden, aber total menschenbezogenen Katzendame 3 Umzüge gemacht und zwei Mal war sie über lange Feiertage bei Verwandten mit mir mit und wurde dort auch schon mal im Urlaub gesittet (immer mit Freigang nach ein paar Tagen, sonst hat sie mich ungefähr ab Tag 5 aus Protest bäuchlings auf dem Tisch liegend, auf ihre verschränkten Vorderpfoten gestützt, demonstrativ kuckend erwartet. Sie wusste genau, sie macht was, was sie nicht darf und woran sie sich sonst auch hielt. Seit dem Tag weiß ich, dass Katzen bewusst handeln können, wie auch immer sie das planen).
Die einmal gemerkte Umgebung erkannte sie immer wieder und ist ab dem 2. Besuch praktisch nach dem ersten Tag raus. Immer verkehrsberuhigte Gegend versteht sich).

Also nach dem ersten Zuhause (das sie als Katzenkind ab Tierheim bei mir bezogen hat) weitere 3 bzw. übergangsweise noch 2, also 5 Wohnungen und sie hat nie, nicht ein einziges Mal Anstalten gemacht, ihr altes Zuhause zu suchen.
Das Zuhause war ich (19 Jahre lang) und da sie nebst einrollen und co sehr gern mit dem Bauch nach oben geschlafen hat, hat sie sich auch offenbar wohl gefühlt.

P.S. und beim dritten und letzten Umzug war sie 12.
 
Alt 22.11.2017, 11:35   #10
Rosi
 
Avatar von Rosi
Standard AW: Umzug eines 11 jährigen Freigängerkaters ins neue Zuhause

Ich halte 14 Tage auch für viel zu wenig, besonders bei der kurzen Entfernung. Und die ist für einen Kater kurz, da kann ich mich meiner Vorrednerin überhaupt nicht anschließen. Mir fällt dazu eine Geschichte ein, bei der die Menschen im gleichen Ort umgezogen sind, die Entfernung dürfte ähnlich gewesen sein. Obwohl in diesem Falle Mensch und Tier gemeinsam umzogen und der Kater sehr auf seine Menschen fixiert war, hat er noch eine lange Zeit sein altes Revier aufgesucht und dabei gut befahrene Straßen überquert. Edda, Du weißt, wen ich meine.

4 Wochen halte ich auch für notwendig, dennoch wirst Du die Gewähr nie haben, dass der Kater nicht zumindest tagsüber ins alte Revier läuft. Er mag Dich gern haben, es ist für ihn aber mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich, dass Du nicht in seiner Nähe bist.

Du kannst nur versuchen, es ihm so angenehm wie möglich zu machen und hoffen, dass er sich möglichst schnell entschließt, (s)ein neues Revier zu erobern. Es kommt dazu, dass Du drei Jahre lang eben nicht seine Bezugsperson war und solange die noch im alten zuhause sind, könnte das auch ein Anreiz für ihn sein.

Ich will Dich keinesfalls entmutigen, Du solltest aber darauf gefasst sein, ihn möglicherweise häufig im alten zuhause abholen zu müssen. Und dass es dauert bis er die Umstellung akzeptiert. Aber vielleicht hast Du ja Glück, dafür drück ich die Daumen.
 
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