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Thema:

Kastrationsängste!!

Diskutiere im Katzenforum von Netz-Katzen.de über Kastrationsängste!! im Bereich "Sexualität". --> hallo Katzenfreunde, ich befinde mich in einem Dilemma und hoffe, ihr könnt mir vielleicht helfen. Ich habe eine sehr zarte, empfindliche Zuchtkatze (reinrassig), sie hat möglicherweise einen leichten Herzfehler (der aber nur ...
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Alt 15.04.2018, 17:14   #1
Belusine
Standard Kastrationsängste!!

hallo Katzenfreunde,
ich befinde mich in einem Dilemma und hoffe, ihr könnt mir vielleicht helfen.

Ich habe eine sehr zarte, empfindliche Zuchtkatze (reinrassig), sie hat möglicherweise einen leichten Herzfehler (der aber nur ein Problem ist, wenn sie sich aufregt) und viele Allergien.
(reine Wohnungskatze)
Aufgrund der Risiken einer OP und Narkose (und da man doch öfter hört, daß auch komplett gesunde,
topfitte Katzen aus ungeklärten Gründen öfter bei einer Kastra hops gehen), haben wir sie bisher nicht kastrieren lassen.

Sie ist jetzt 6 Jahre, bis auf die bereits erwähnten Dinge kerngesund und munter.
Sie ist ca 2-4mal im Jahr rollig mit jeweils mehreren Monaten dazwischen.
War nie unsauber o.ä.
Sollten die Abstände zu kurz werden bzw eine Dauerrolligkeit eintreten, würden wir uns natürlich trotz der Risiken zu einer OP entscheiden.

Und hier nun mein Dilemma:
ist es ratsam, eine nicht dauerrollige (also im Grunde natürliche und normale) Katze kastrieren zu lassen, wenn solche Vorrisiken bestehen?
Wir checken sie natürlich regelmäßig, ob alles in Ordnung ist, und schon bei komplett harmlosen, kurzen TA-Besuchen (abtasten, Temperatur messen) regt sie sich furchtbar auf.
Ich habe wirklich Angst, daß ihr der Streß vor und nach der OP den Rest geben könnte.
Wir haben uns überall umgesehen nach Tierkliniken, die eine überwachte Inhalationsnarkose machen, aber selbst da ist ja nicht gesagt, daß das gutgeht.
Andererseits wäre es natürlich noch schlimmer, sollte sie trotz Nichtdauerrolligkeit doch irgendeine Krankheit bekommen :/

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
 
Alt 15.04.2018, 17:14
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Standard AW: Kastrationsängste!!

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 15.04.2018, 19:16   #2
waldi

Standard AW: Kastrationsängste!!

eine Katze ständig rollig werden zu lassen geht irgendwann auf die Gebärmutter, die sich dann entzündet. Dann hast Du ein richtiges Problem.

Es gibt da diese chem. Mittel, damit die Rolligkeit unterdrückt wird.
Ob das eine gute Lösung ist weiß ich nicht Aber es wäre zumindest eine Lösung.

Lg
Waldi
 
Alt 15.04.2018, 20:09   #3
Simpat

Standard AW: Kastrationsängste!!

Zitat:
Zitat von Belusine Beitrag anzeigen
hallo Katzenfreunde,
ich befinde mich in einem Dilemma und hoffe, ihr könnt mir vielleicht helfen.

Ich habe eine sehr zarte, empfindliche Zuchtkatze (reinrassig), sie hat möglicherweise einen leichten Herzfehler (der aber nur ein Problem ist, wenn sie sich aufregt) und viele Allergien.
(reine Wohnungskatze)
Aufgrund der Risiken einer OP und Narkose (und da man doch öfter hört, daß auch komplett gesunde, topfitte Katzen aus ungeklärten Gründen öfter bei einer Kastra hops gehen), haben wir sie bisher nicht kastrieren lassen.

Sie ist jetzt 6 Jahre, bis auf die bereits erwähnten Dinge kerngesund und munter.
Sie ist ca 2-4mal im Jahr rollig mit jeweils mehreren Monaten dazwischen.
War nie unsauber o.ä.
Sollten die Abstände zu kurz werden bzw eine Dauerrolligkeit eintreten, würden wir uns natürlich trotz der Risiken zu einer OP entscheiden.

Und hier nun mein Dilemma:
ist es ratsam, eine nicht dauerrollige (also im Grunde natürliche und normale) Katze kastrieren zu lassen, wenn solche Vorrisiken bestehen?
Wir checken sie natürlich regelmäßig, ob alles in Ordnung ist, und schon bei komplett harmlosen, kurzen TA-Besuchen (abtasten, Temperatur messen) regt sie sich furchtbar auf.
Ich habe wirklich Angst, daß ihr der Streß vor und nach der OP den Rest geben könnte.
Wir haben uns überall umgesehen nach Tierkliniken, die eine überwachte Inhalationsnarkose machen, aber selbst da ist ja nicht gesagt, daß das gutgeht.
Andererseits wäre es natürlich noch schlimmer, sollte sie trotz Nichtdauerrolligkeit doch irgendeine Krankheit bekommen :/

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Um welche Rasse handelt es sich denn? Was meinst du mit Zuchtkatze? Mit ihr ist doch hoffentlich nie gezüchtet worden, wenn sie Vorerkrankungen hat.

Wissen auch die Züchter von dem Herzfehler und haben die Elterntiere sofort aus der Zucht genommen?

Wann wurde der Herzfehler festgestellt?

Ich würde nicht warten bis sie dauerrollig wird oder eine Gebärmutterentzündung oder gar -Vereiterung bekommt. Ich würde in eine gute Tierklinik gehen und sie von einem Herzspezialisten durchchecken lassen, damit er das Narkoserisiko einschätzt und die TÄ dort ein entsprechendes Narkoseverfahren auswählen.

Wenn man den Herzfehler kennt und eine schonende Narkose wählt und sie während der Narkose entsprechend überwacht wird, ist das Risiko deutlich minimiert.
 
Alt 15.04.2018, 21:14   #4
Eroica
Moderatorin

Standard AW: Kastrationsängste!!

Ich würde auch zu einer guten Klinik oder einem erfahrenen Tierarzt, der auf Katzen spezialisiert ist, gehen und die Kastration machen lassen.
 
Alt 15.04.2018, 21:52   #5
Belusine
Standard AW: Kastrationsängste!!

danke für eure Antworten.

Zitat:
Zitat von waldi Beitrag anzeigen
eine Katze ständig rollig werden zu lassen geht irgendwann auf die Gebärmutter, die sich dann entzündet. Dann hast Du ein richtiges Problem.
ja, das weiß ich. Sie wird aber nicht "ständig" rollig, sondern eben meist 2-3mal pro Jahr für jeweils ein paar Tage. Letztes Jahr war es nur 2mal.


Mit "Zuchtkatze" meinte ich nur, daß es eine seltene Rassekatze ist (Angora).
Eben darum liegen meine Nerven hinsichtlich des Risikos etwas blank.
Wir haben in den letzten Jahren etliche Tierkliniken und Spezialisten recherchiert, aber ehrlich gesagt traue ich keinem davon so ganz.

Ich habe einfach zu oft erlebt, daß bei vielen Tierärzten ein riesengroßes Selbstvertrauen besteht, das tatsächliche Können aber dann zu wünschen übrig läßt.
Vielen ist es auch wurst, ob das Tier bei der Behandlung draufgeht (Stichwort jährliches Mega-Durchimpfen), bezahlt werden sie ja trotzdem.

Wenn nun aber eine Gebärmuttererkrankung tatsächlich "unabwendbares Schicksal" aller nichtkastrierten Katzen ist, werde ich das Risiko wohl oder übel trotzdem eingehen müssen.
 
Alt 16.04.2018, 12:25   #6
Nika

Standard AW: Kastrationsängste!!

Eine Garantie, dass nichts bei der Narkose und OP schief geht, kann Dir leider niemand geben. Ich weiss von einigen Fällen, da ist das Tier nicht mehr aufgewacht.

Aber Du kannst einiges tun, um die Gefahr auf ein Minimum zu reduzieren:

Hier ein Link, der Gold wert ist:

http://www.tierarzt-rueckert.de/wiss...e-narkose.html

Genau so habe ich es bei all meinen Tieren auch gehalten und bisher KEIN einziges Tier - egal ob Hund, Katze, Meerschweinchen, Kaninchen, Papagei durch eine Narkose verloren.

Und noch etwas Nachdenkliches ...

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog...dul=3&ID=20336
 
Alt 16.04.2018, 12:44   #7
waldi

Standard AW: Kastrationsängste!!

Zitat:
Zitat von Belusine Beitrag anzeigen


ja, das weiß ich. Sie wird aber nicht "ständig" rollig, sondern eben meist 2-3mal pro Jahr für jeweils ein paar Tage. Letztes Jahr war es nur 2mal.
das meinte ich mit ständig rollig, einfach die üblichen Rolligkeiten mehrmals im Jahr.



Zitat:
Eben darum liegen meine Nerven hinsichtlich des Risikos etwas blank. Wir haben in den letzten Jahren etliche Tierkliniken und Spezialisten recherchiert, aber ehrlich gesagt traue ich keinem davon so ganz.
Zitat:
Ich habe einfach zu oft erlebt, daß bei vielen Tierärzten ein riesengroßes Selbstvertrauen besteht, das tatsächliche Können aber dann zu wünschen übrig läßt.
Vielen ist es auch wurst, ob das Tier bei der Behandlung draufgeht (Stichwort jährliches Mega-Durchimpfen), bezahlt werden sie ja trotzdem.
Ich kann Dich so gut verstehen! Eine Restsicherheit hast Du halt nie und selbst beim besten TA kann es passieren, daß das Tier in Narkose verstirbt.

Mein TA hält es bei Nierenkranken Katzen z.B. so, daß sie schon eine Nacht vorher kommen müssen und an die Infusion kommen, damit der Kreislauf schon im Vorfeld stabiler gemacht werden kann. Oder wenn die Katze schon etwas älter ist, will er erst ein BB, um zu sehen ob eben Nieren usw. soweit ok sind.
Das sind dann die Dinge wo man anfängt einem TA zu vertrauen, weil er sich einfach mehr bemüht. Das sind aber auch die Dinge, die eine Behandlung insgesamt teurer machen und das wiederum wollen viele nicht bezahlen.
Ich wünsche Dir daß auch Du diesen TA findest. Häufig sind sie leider nicht.
 
Alt 16.04.2018, 13:46   #8
Belusine
Standard AW: Kastrationsängste!!

danke für die Links!
Was theoretisch das risikoärmste wäre, habe ich schon länger recherchiert. Das Problem ist es, jemanden zu finden, der das doch anspruchsvolle Intubieren usw auch wirklich beherrscht.

Wir haben hier zB ca 8 TÄ im Umkreis, die alle auf ihrer Website "Inhalationsnarkose mit Monitoring" anbieten, sie aber so gut wie nie anwenden, insbesondere bei Katzen.
Viele wurden ungeduldig oder gar wütend, als wir vorsichtig anfragten, wie geübt sie darin seien, oder lehnten es gleich rundheraus ab ("bei Katzen macht man das nicht- viel zu umständlich").

Oft kommt auch ein sehr schnippisches "sie müssen uns schon vertrauen, WIR sind die Experten!!"
nun...wir sind auch keine Laien und schaudern bei vielen Behandlungen, die TÄ als selbstverständlich erachten-
einige davon nicht nur total überflüssig, sondern auch furchtbar schädlich!

Zudem haben wir über die Jahre (wir haben lange sehr erfolgreich Kleintiere gezüchtet) viele Tiere an ebensolche selbstherrlichen, aber inkompetenten TÄ verloren, meist lag es an der Narkose.

Zitat:
Zitat von waldi Beitrag anzeigen
Eine Restsicherheit hast Du halt nie und selbst beim besten TA kann es passieren, daß das Tier in Narkose verstirbt.
das kommt noch dazu.
Könnte uns jemand die Gewähr geben, daß alles gutgeht, hätten wir schon längst kastrieren lassen.
So treibt uns eben die Ungewißheit noch um, ob nicht das Op-Narkoserisiko größer ist als die Möglichkeit einer zukünftigen hormonbedingten Erkrankung.
Aber auch das weiß eben niemand, alle Tiere sind unterschiedlich, und nur weil es Züchter mit über zehnjährigen, kerngesunden unkastrierten Katzen gibt, heißt das eben nicht, daß wir dieses Glück auch haben würden.
 
Alt 18.04.2018, 18:51   #9
Apropo
Standard AW: Kastrationsängste!!

Das alle 8 sich nicht damit auskennen sollen wundert mich etwas.

Als ich vor 1,5 Jahren die TÄ wechselte und dann die Kastration unserer Beiden anstand habe ich mit ihr auch über die Narkose gesprochen und gefragt ob sie auch Inhalationsnarkose anbietet. Sie antwortete, dass sie die wenn möglich immer anwendet.

Und als meine Leni letztes Jahr in einer anderen Praxis (mit 5 Ärzten eigentlich mehr eine kleine Klinik, nennt sich aber Praxis) die Femurkopfresektion hatte, habe ich die Chefin auch drauf angesprochen. Die antwortete ebenso "Natürlich mit Inhalationsnarkose + Monitoring

Irgendwer muss sich doch bei euch damit auskennen

Wenn du dem operierenden Arzt den Befund vom Herzschall mitbringst kann er sich auch darauf einstellen.
 
Alt 18.04.2018, 21:23   #10
Simpat

Standard AW: Kastrationsängste!!

Wo kommst du denn her? Vielleicht könnten dir dann jemand aus deiner Gegend einen kompetenten Tierarzt oder noch besser eine gute Tierklinik empfehlen.
 
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