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Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Diskutiere im Katzenforum von Netz-Katzen.de über Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen im Bereich "Krebserkrankungen". --> Hallo zusammen, kurze Vorgeschichte: Ende letzten Jahres hat sich herausgestellt, dass Krümel (gerade 8 Jahre alt geworden) eine Arthrose in der Hüfte hat. Daraufhin bekam sie Metacam zur Linderung. Eine große Springerin ...
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Alt 12.07.2017, 15:24   #1
Laemmi
Standard Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Hallo zusammen,

kurze Vorgeschichte:
Ende letzten Jahres hat sich herausgestellt, dass Krümel (gerade 8 Jahre alt geworden) eine Arthrose in der Hüfte hat. Daraufhin bekam sie Metacam zur Linderung. Eine große Springerin war sie noch nie (jetzt weiß ich warum), damit wurde es aber etwas besser. Zusätzlich hat sie Hyalotidin bekommen, was nach 4 Wochen super angeschlagen hat. Nach Monaten ist sie endlich mal wieder nach ganz oben auf den Kratzbaum geklettert. Ich war stolz wie Oskar auf sie.
Ihr Magen war schon immer etwas empfindlich, nach 6 Wochen fing sie an, das Hyalotidin wieder auszubrechen. Auf ein anderes Produkt gewechselt, dass bei Gelenkproblemen helfen soll, gleiches Ergebnis Es wurde sogar noch schlimmer, da sie teilweise gerade getrunkenes Wasser erbrach.

Alle Mittel außer Metacam abgesetzt, Metacam zwischenzeitlich in der Dosierung reduziert, die Brecherei wurde weniger und hörte dann ganz auf.

Vor 2 Wochen hat sie dann das erste mal Blut erbrochen. Direkt zum Tierarzt, Verdacht auf Gastritis. Metacam gestrichen, statt dessen 1x tgl. eine halbe Tablette OMEP. Danach war
erst mal Ruhe, kein Übergeben mehr, sie hat jedoch sehr viel geschlafen.

Vergangenen Freitag dann wieder Blut erbrochen. Diesmal deutlich mehr, die dritte Fuhre deutlich zähflüssig. In der Tierklinik Hofheim angerufen, direkt für Montag einen Termin bekommen. Im Ultraschall hat sich dann eine Verdickung im Bauchraum gezeigt. Der Versuch mit einer dünnen Nadel eine Probe der Zellen zu bekommen schlug fehl, die Zellen seien immer zerplatzt ... da bereits der erste Verdacht auf ein Lymphom und ein verdammt mieses Bauchgefühl. Gestern dann eine Magenendoskopie ... als der Arzt mit einem sehr ernsten Gesicht zu uns gekommen ist, war klar, dass mich mein Bauchgefühl (mal wieder) nicht getrogen hat.

Im Magen ist ein riesiges weiß-rotes Hassobjekt, nach Aussage des Artzes inoperabel ... die Biopsie wird zeigen, um was es sich genau handelt. Der Onkologe ist sich jedoch sehr sicher, dass es sich um ein Lymphom handelt. Derzeit warte ich auf die histologische Untersuchung, uns wurde jedoch vorgeschlagen, direkt mit der Chemo zu beginnen, da sie derzeit noch schlafen würde und diese bei einem Lymphom die beste Therapie wäre.
Unbehandelt gibt er Krümel 2-6 Wochen, mit der Chemo 8-10 Monate im Mittel.
Kommenden Dienstag soll dann geschaut werden, ob die Chemo angeschlagen hat, dann sprechen wir über alles weitere.

Metacam darf sie derzeit nicht mehr bekommen, da sie jetzt täglich 1/2 Tablette Prednisolon bekommen soll. Diese möglichst immer zu gleichen Uhrzeit. Ursprünglich stand auf dem Medikament, dass sie es morgens bekommen soll. Auf meine Nachfrage hin, ob ich es ihr auch Abends geben könne, hieß es, das wäre möglich.

Ich bin ehrlich gesagt derzeit absolut überfordert Mit einer Chemo und den Auswirkungen kenne ich mich bisher (zum Glück) überhaupt nicht aus. Sie wollte, kaum dass wir zu Hause waren, direkt etwas fressen - was ich jetzt als gutes Zeichen interpretiert habe. Bis sie eine Narkose verarbeitet hat, braucht Krümel immer recht lange. Sie war extrem unruhig .. Ende vom Lied, wir sind zu zweit mehrfach durch die Wohnung spaziert, sie vorne weg, ich ihr gebückt hinterher, am Bauch gestützt, damit sie nicht umfällt. In den Korb einsperren wollte ich sie nicht, das wäre zusätzlicher Stress gewesen. Irgendwann hat sie sich im Flur auf den Teppich gelegt, ich mich daneben. Körperkontakt gehalten (den sucht sie schon immer) da wurde sie dann ruhiger - und auf einmal fing sie an zu zittern. Reste der Narkose? Kommt das von der Chemo?

Ich habe gelesen, dass die Nebenwirkungen einer Chemo bei einer Katze mit den Nebenwirkungen beim Menschen nicht zu vergleichen sind, da diese viel geringer ausfallen.
Worauf muss ich mich einstellen? Inwieweit kann ich meine kleine Maus dabei unterstützen? Ich arbeite zum Glück 2 Tage die Woche von zu Hause, ab August dann 3 Tage, sodass sie die nächsten 2 Wochen nur an 3 Tagen mit den anderen beiden alleine zu Hause ist.
Bin schon am überlegen, ob ich meine Telearbeit nicht auf Mittwoch und Donnerstag verlegen soll, damit sie an den Tagen nach der Chemo nicht alleine ist (mein Chef wird begeistert sein....)

traurige Grüße
Tina
 
Alt 12.07.2017, 15:24   Anzeige
NinaP
 
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Hallo Laemmi,

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 12.07.2017, 16:13   #2
Kalimera
Moderator(in)
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Hallo Tina,

das tut mir leid, dass Dein Krümel ein Lymphom hat.

Erst musste ich schlucken, als ich las, dass die Chemotherapie schon verabreicht wurde ohne histologisches Ergebnis. Dann habe ich bemerkt, dass Du in Hofheim bist, die sollen ja gut sein in der Onkologie und genug Erfahrung haben.

Welches Chemotherapiemedikament bekommt Krümel denn?

Mein Ricky hat mal eine Chemotherapie bekommen (auch er gleichzeitig Prednisolon, was ich ihm immer abends gegeben hatte). Er hat sie sehr gut vertragen, hatte bis auf das erste Mal keine Übelkeit und man hat ihm nichts angemerkt, so dass es nicht nötig war, ihn am Tag danach zu beaufsichtigen. Man hat ihm überhaupt nicht angemerkt, dass er eine Chemotherapie bekommen hat. Alllerdings hat Ricky kein Lymphom gehabt und sicher ein anderes Chemotherapeutikum bekommen, so dass ein Vergleich schwierig ist. Aber die Symptome, die Du schilderst, würde ich eher auf die Narkose zurückführen. So haben meine Katzen nach Narkosen auch teilweise reagiert.

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass die Chemotherapie anschlägt.
 
Alt 12.07.2017, 16:30   #3
chilli 1
Moderator(in)

 
Avatar von chilli 1
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Hallo Tina,


es tut mir sehr leid, das deine Krümel so krank ist.


Wie sich die Chemo bei einer Katze bemerkbar macht,
wer weiß das schon, (Katzen können nicht reden)

man spricht ja von sichtbaren Nebenwirkungen,
die bei Katzen nicht so heftig sein sollen, wie beim Menschen.

Ich weiß, wovon ich schreibe,
ich hatte keine erfassbaren Nebenwirkungen,
hab mir nicht die Seele aus dem Leib gek...,
aber, mir ging es hundeelend,
nichts, was man beschreiben könnte,
ich hatte keine körperlichen Schmerzen,

körperliche Nähe tat mir "weh",
ich wollte weder angesprochen, noch angefasst werden,

das Essen ist mir tagelang vergangen,
nicht weil mir übel war,
ich hatte eine metallischen Geschmack im Mund,

es ist und bleibt ein Zellgift.

Du hast dich für die Chemo entschieden,
ich sage auch nicht,
dass du dich falsch entschieden hast,
jeder muss das für sich entscheiden und ich wünsche Krümel nur das Beste,


für mich käme eine Chemo bei meiner Katze nicht in Frage,
vor allen Dingen deshalb,
weil durch eine Chemo bei Katzen ein maligner Tumor nur in den seltensten Fällen gänzlich verschwindet.
(Käme für mich persönlich auch nicht in Frage, wenn ich für mich nur Zeit rausschinden würde)

Mir geht Lebensqualität über Lebenszeit.


Das ist meine ganz persönliche Meinung und ich hoffe,
du verstehst mich nicht falsch.


Von Herzen alles Liebe,



Liz
 
Alt 12.07.2017, 16:36   #4
Julchen94
Moderator(in)

 
Avatar von Julchen94
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Es ist sehr traurig, dass Deiner Krümel nicht mehr geholfen werden kann.
Ich hatte selbst schon einen Kater mit Krebs. Für mich kam eine Chemo nicht in Frage und das wäre auch heute noch so. Ich habe ihm noch eine schöne Zeit geschenkt solange es ging umd habe ihn dann in Frieden gehen lassen.
 
Alt 12.07.2017, 17:21   #5
Kalimera
Moderator(in)
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Zitat:
Zitat von chilli 1 Beitrag anzeigen
für mich käme eine Chemo bei meiner Katze nicht in Frage,
vor allen Dingen deshalb,
weil durch eine Chemo bei Katzen ein maligner Tumor nur in den seltensten Fällen gänzlich verschwindet.
(Käme für mich persönlich auch nicht in Frage, wenn ich für mich nur Zeit rausschinden würde)

Mir geht Lebensqualität über Lebenszeit.
Da stellt sich aber die Frage was für Dich "Zeit schinden" bedeutet. Wieviele Monate/Jahre mehr Zeit wären für Dich o.k., um die Chemo zu versuchen?
Du kannst die Chemotherapie beim Menschen nicht vergleichen mit der Chemotherapie bei Katzen. Die Dosierung ist bei Katzen deutlich geringer, die Nebenwirkungen auch. Ich hatte eine wirklich sehr, sehr enge Beziehung zu meinem Ricky und hätte gemerkt, wenn er gelitten hätte. Er hat sich unter der Chemotherapie absolut nicht verändert, hat gegessen wie vorher, sich verhalten wie vorher. Alles war wie immer. Klar ist die Tumorerkrankung nicht verschwunden. Aber er sollte eingeschläfert werden, weil auch die eine Tierärztin das nicht empfohlen hat. Ich habe mich trotzdem zur Chemotherapie entschlossen und Ricky hatte noch mehr als 6 gute Jahre (als er den Tumor bekam, war er 9, gestorben ist er mit 16 Jahren).
Diese 6 schönen Jahre hätte er ohne Chemotherapie nicht gehabt. Die Tumorerkrankung ist übrigens durch mehrere verschiedene Pathologien unabhängig voneinander diagnostiziert worden, es handelte sich nicht um eine Fehldiagnose.

Das muss natürlich jeder selber wissen und ich würde es auch bei Tumorerkrankungen mit sehr schlechter Prognose nicht machen, aber generell verteufeln würde ich es auch nicht.
 
Alt 12.07.2017, 17:38   #6
chilli 1
Moderator(in)

 
Avatar von chilli 1
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Zitat:
Zitat von Kalimera Beitrag anzeigen
Da stellt sich aber die Frage was für Dich "Zeit schinden" bedeutet.
Es bedeutet genau das, was da steht,
egal ob Wochen, Monate oder Jahre.

bei mir kommt Chemo nur in Frage, wenn es eine Chance auf Heilung gibt,

bei mir selbst und bei meinen Tieren.


Aber,

das muss jeder selbst entscheiden und für Jeden bedeutet es etwas Anderes und ich werte nicht
und würde auch niemals behaupten,
das Eine ist richtig und das Andere ist falsch.


Es ist meine persönliche Meinung,
entstanden durch berufliche und private Erfahrungen.


Liz
 
Alt 12.07.2017, 19:29   #7
Kalimera
Moderator(in)
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Ach so, das hatte ich nicht richtig verstanden.

Für mich ist die Frage, ob ich eine Behandlung bei einer chronischen Krankheit bei meinen Katzen durchführen lassen würde, egal ob Chemotherapie bei Tumorerkrankungen oder Behandlungen bei chronischer Pankreatitis, HCM, CNI etc. wirklich von der Prognose abhängig. Daher habe ich nochmal nachgefragt.
Aber das muss jeder für sich selbst wissen.
Dass im Vordergrund die Lebensqualität steht, das ist natürlich auch für mich klar.


Um nicht völlig OT zu werden:

@Tina, wenn Dein Krümel die Chemotherapie nicht vertragen sollte, kannst Du sie immer noch abbrechen. Von den Nebenwirkungen her kann man sie nicht mit der Chemotherapie beim Menschen vergleichen. Und ich kenne außer Ricky noch ein paar wenige Katzen, die sie gut vertragen haben. Aber natürlich kann so ein Medikament auch bei Katzen Nebenwirkungen haben.
 
Alt 12.07.2017, 23:32   #8
mortikater

 
Avatar von mortikater
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Das Lymphom zählt zu den Krebsarten, die am besten auf Chemotherapie ansprechen und kann auch komplett ausheilen.

Die Chemo bei der Katze ist in der Tat nicht mit der beim Menschen zu vergleichen, weil sie viel niedriger dosiert ist, in erster Linie also palliativ, lebensverlängernd, nicht um jeden Preis Heilung.

Im Leben einer Katze sind zwei, drei Jahre aber schon eine Menge Zeit, vor allem kommt es aber auf die Lebensqualität an. Ich kenne auch den Fall einer Userin, die mich damals begleitet hat und mir Mut gemacht hat, als ich mit meinem vierjährigen Janni eine Chemotherapie machte. sie war selber Ärztin.

Ihr Kater war erst ein halbes Jahr alt, der jüngste Kater mit dem je eine Chemo gemacht wurde und er wurde komplett geheilt, die ganze Sache lag schon über sechs Jahre zurück.

Bei meinem Kater saß der Primärtumor im Kiefer und beeinträchtigte seinen Geruchssinn, deshalb wollte er nicht fressen und ich habe ihn eine Weile mit der Spritze gefüttert, was er sich aber - wie mein Mika - ganz entspannt gefallen ließ. Ansonsten ging es ihm währen der Chemo so gut, wie schon lange Zeit vorher nicht mehr, er ging wieder in den Garten und jagte nachts Silberfische im Haus. Er fing sogar wieder an zu fressen. Aber es war nur eine Remission, der Krebs schlug zurück und dann wollte er nicht mehr, das hat er mir auch deutlich gezeigt. Der Kieferknochen war porös und er hätte irgendwann keine Nase mehr gehabt. Das lag aber vor allem daran, dass wir zu spät waren. Wertvolle Zeit war verloren gegangen, weil der TA, bei dem wir vorher waren, die Biospie an der falschen Stelle gemacht hatte und ich in dem Glauben war, es wäre kein Krebs.

Haarausfall wie beim Menschen gibt es wegen der niedrigen Dosierung nicht, in einigen Fällen habe ich von Übelkeit gelesen, ich denke, dass man da aber mit Cerenia sehr gut unterstützen kann. Heute gibt es sehr viel bessere appetitanregende Mittel. Janni hat damals eine Mini-Dosis Valium bekommen, was bei Katzen appetitanregend wirkt, damit fraß er dann wieder.

Ich wünsche Euch alles Glück der Welt und dass Ihr den Feind besiegt.

Bei uns wäre es so gelaufen, dass der Kater in immer größeren Abständen beim TA eine intravenöse Spritze bekommen hätte, erst wöchentlich, später monatlich usw. und zu Hause eine orale Gabe. Aber die Zeit hatten wir eben nicht.

Ich habe zu keinem Thema die Einstellung "ich würde nie" oder "ich würde immer". Das Leben hat mich gelehrt, dass es keine Formeln gibt, die auf jeden Fall passen. Es kommt auf das Alter der Katze, die Prognose, wie kooperativ sie ist und andere Faktoren an.
 
Alt 13.07.2017, 00:23   #9
romulus

Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Der TK Hofheim würde ich immer vertrauen und wenn sie für diesen Fall eine Chemo empfehlen, kann man sicher sein, dass es ein vielversprechender und erprobter Ansatz ist. Diese einzige Chance würde ich meiner Katze immer geben, eben weil die Chemotherapie bei Katzen wesentlich weniger Nebenwirkungen hat als beim Menschen und ein paar gewonnene Jahre für sie eine ganz andere Dimension haben als für uns.
Wenn schon diese elende Diagnose im Raum steht, bist Du bei der TK Hofheim auf jeden Fall in den besten Händen und ich wünsche Euch, dass Ihr von dieser Therapie profitiert, ich würde es genauso machen.

Ganz viel Glück!
 
Alt 13.07.2017, 08:40   #10
Laemmi
Standard AW: Sehr großes Lymphom im Magen: 1. Chemo mit einem überforderten Frauchen

Danke für eure Einschätzungen.
Ich respektiere, wenn jmd. einer Chemo skeptisch gegenübersteht bzw. diese für sich und seine Maus ausschließt, das hilft mir aktuell aber nicht wirklich weiter.
Ich habe eine weitere Krebspatientin zu Hause, bei ihr habe ich mich bewusst gegen eine Chemo oder Bestrahlung entschieden, da allein der Stress der Autofahrt nicht förderlich gewesen wäre. Sie hat ein extrem bösartiges Sarkom in der Nase und Anfang 2014 haben ihr die Ärzte 6-9 Monate gegeben. Sie wird mit Onsior und Bisolvon behandelt (anfangs statt Onsior Metacam, das mochte sie irgendwann nicht mehr) und ist fit wie ein Turnschuh. Weiß man es nicht, hält man sie für ein gesundes Tier.

Zitat:
Zitat von Kalimera Beitrag anzeigen
Welches Chemotherapiemedikament bekommt Krümel denn?

Mein Ricky hat mal eine Chemotherapie bekommen (auch er gleichzeitig Prednisolon, was ich ihm immer abends gegeben hatte). Er hat sie sehr gut vertragen, hatte bis auf das erste Mal keine Übelkeit und man hat ihm nichts angemerkt, so dass es nicht nötig war, ihn am Tag danach zu beaufsichtigen. Man hat ihm überhaupt nicht angemerkt, dass er eine Chemotherapie bekommen hat.
Ich suche noch die Rechnung, da müsste was bzgl. der Chemomedikamente draufstehen ... dass ich derzeit meinen Kopf nicht irgendwo liegen lasse ist alles...
Als ich gestern nach Hause gekommen ist, lag Krümel auf der Couch, hat sich also nicht verkrochen oder dergleichen. Allerdings hat sie sehr stoßweise geatmet und ist im Verhalten insgesamt nicht wie sonst. Sie hat mich sonst immer mit einem fast lautlosen Maunzen begrüßt und direkt angefangen zu schnurren ... dazu musste ich nur ihren Namen sagen.
Die ersten 2 Stunden ist sie mir komplett ausgewichen, ich durfte sie noch nicht mal anfassen. Das hat sich später gelegt, sie hat mit ihrem Kopf auf meiner Hand geschlafen. Fressen mag sie nicht, lässt sogar ihre Lieblingsleckerchen liegen. Sie scheint aber zu trinken, da sie heute morgen auf dem Klo war, nachdem ich gerade sauber gemacht habe.
Du hast geschrieben, dass die erste Chemo Ricky auch zu schaffen gemacht hat, das macht mir gerade Hoffnung. Ich werde sie weiter beobachten, wenn sie heute Abend immer noch so stoßweise atmet, rufe ich noch mal in Hofheim an ... das macht mir Sorgen und ich habe gestern angefangen an meiner Entscheidung zu zweifeln
Es liegt absolut nicht in meiner Absicht, sie leiden zu lassen, nur damit ich mehr von ihr habe, dafür liebe ich sie viel zu sehr. Wenn ich aber eine Chance sehe, dass eine Behandlung des Krebses zu einer Verbesserung führt, werde ich diese nutzen - sofern der Weg zu dieser Verbesserung nicht teuer erkauft werden muss. Und damit meine ich nicht das finanzielle. Das ist mir im Moment sowas von egal...
Du hast Ricky in der Zeit raus gelassen? Meine 3 dürfen raus, wenn ich zu Hause bin, Krümel geht allerdings nie weit und legt sich meistens nur auf die Holzplanken der Terrasse oder daneben auf die im Sommer aufgewärmten Steine des Gehweges und genießt die frische Luft. Ich habe sie gestern nur auf den Balkon gelassen ... die Chemo zerstört doch auch das Immunsystem? Nicht dass sie sich noch irgendwas einfängt, wenn ich die Balkontür aufmache und sie ganz raus kann?

Zitat:
Zitat von mortikater Beitrag anzeigen
...ich denke, dass man da aber mit Cerenia sehr gut unterstützen kann. ....

Bei uns wäre es so gelaufen, dass der Kater in immer größeren Abständen beim TA eine intravenöse Spritze bekommen hätte, erst wöchentlich, später monatlich usw. und zu Hause eine orale Gabe. Aber die Zeit hatten wir eben nicht.

Ich habe zu keinem Thema die Einstellung "ich würde nie" oder "ich würde immer". Das Leben hat mich gelehrt, dass es keine Formeln gibt, die auf jeden Fall passen. Es kommt auf das Alter der Katze, die Prognose, wie kooperativ sie ist und andere Faktoren an.
Mir wurde auch gesagt, dass es Anfangs im Wochenrhythmus wäre, später dann in größeren Abständen. Cerenia sagt mir jetzt nichts, es kommt aber auf meine Liste, damit ich am Dienstag nachfragen kann - vor allem, ob es das auch in flüssiger Form gibt, Krümel hasst Tabletten und stellt sich bei der Eingabe immer an, als würde ich sie gerade umbringen
Ich habe jetzt auch noch gelesen, dass es beim Menschen sehr gute Erfolge gegeben hat, wenn die Chemo mit Methadon kombiniert wurde (http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/methadon-krebstherapie-forschung-100.html)
Da werde ich ebenfalls nachfragen, ob es bei Katzen ähnliches gibt bzw. ob hier Erfahrungen bestehen.

Zitat:
Zitat von romulus Beitrag anzeigen
Der TK Hofheim würde ich immer vertrauen und wenn sie für diesen Fall eine Chemo empfehlen, kann man sicher sein, dass es ein vielversprechender und erprobter Ansatz ist. Diese einzige Chance würde ich meiner Katze immer geben, eben weil die Chemotherapie bei Katzen wesentlich weniger Nebenwirkungen hat als beim Menschen und ein paar gewonnene Jahre für sie eine ganz andere Dimension haben als für uns.
Wenn schon diese elende Diagnose im Raum steht, bist Du bei der TK Hofheim auf jeden Fall in den besten Händen und ich wünsche Euch, dass Ihr von dieser Therapie profitiert, ich würde es genauso machen.

Ganz viel Glück!
Danke Dir romulus. Ich sehe es mit Hofheim genauso. Sie haben eine sehr große Erfahrung in der Onkologie, sodass ich darauf vertraue, dass sie immer im Sinne des Tieres handeln.

Spätestens am Dienstag wird sich dann entscheiden, wie es weitergeht. Bis dahin sollte das Ergebnis der Histologie vorliegen und sie prüfen per Ultraschall, ob der Tumor auf die Chemo angesprochen hat. Sollte sie sich auch nach der zweiten Chemo so verhalten wie jetzt, muss ich mir Gedanken machen, wie es weitergeht.
Plan B wäre dann, die Cortison-Therapie zu Ende zu führen, damit die Entzündung im Knie abklingen kann und sie anschließend wieder mit Metacam zu behandeln, damit sie mit ihrer Arthrose besser zurecht kommt. Kaputt machen kann ich damit nichts mehr.
Meine Tierärztin hat mir vor 3 Jahren bei Ilse (der anderen Krebspatientin) angeboten, dass sie zu mir nach Hause kommt, wenn es soweit ist. Auch damit die anderen beiden sich verabschieden können. Das muss ich dann auch noch klären, ob sie das auch bei Krümel machen würde. Allein bei dem Gedanken kommen mir die Tränen
 
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