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Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Diskutiere im Katzenforum von Netz-Katzen.de über Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun? im Bereich "Krebserkrankungen". --> Hallo, vielleicht kann mir jemand Rat geben. Mein neunjähriger, riesengroßer und sehr stattlicher Kater Emil, dem bislang nie etwas fehlte, erhielt nach einer endoskopischen Untersuchung unter Narkose vorgestern die Diagnose eines Tumors ...
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Alt 10.06.2018, 13:35   #1
karolina62
Standard Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Hallo, vielleicht kann mir jemand Rat geben.


Mein neunjähriger, riesengroßer und sehr stattlicher Kater Emil, dem bislang nie etwas fehlte, erhielt nach einer endoskopischen Untersuchung unter Narkose vorgestern die Diagnose eines Tumors an der rechten Stimmritze.



Die Tierklinik hat keine Biopsie gemacht. Es hieß, der Tumor sei aufgrund der ungünstigen Stelle auf jeden Fall inoperabel, egal, ob gut- oder bösartig.
Angefangen hat alles damit, dass Emil immer schlechter miauen konnte, schließlich gar nicht mehr. Dann gab er
beim Schnurren ganz seltsame Töne von sich und manchmal beim Fressen machte er so einen seltsamen Schnalzlaut.



Es hieß, ich solle ihn einfach beobachten und wenn er nicht mehr frisst und apathisch wirkt, einschläfern lassen.


In einer anderen Tierklinik bestätigte man mir die Inoperabilität des Tumors, meinte aber, man könne es mit Kortison versuchen. Das könne den Tumor etwas schrumpfen lassen.
Die erste Tierklinik meinte, mit entzündungshemmenden Mitteln solle man noch warten aufgrund der Nebenwirkungen.


Ich ließ ihm nun gestern Kortison (per Spritze) verabreichen. Die TÄ meinte, wenn es dem Kater darauhin spürbar besser gehe innerhalb von drei Tagen, könne man an eine weitere Gabe, dann Langzeitkortison, denken.


Nun bin ich unschlüssig, denn es hat sich mit der Spritze nicht wirklich was verändert. Emil frisst noch recht gut und wenn er schläft, macht er keine Atem- bzw. Röchelgeräusche.
Aber wenn er schnurrt, klingt es übel, und manchmal, nicht oft, aber manchmal, hustet er heftig. Man spürt, dass er in bestimmten Positionen den Tumor als Fremdkörper spürt und loswerden will.


Weiß irgendjemand evtl. naturheilkundliche Methoden, wie man den Tumor vielleicht etwas zum Schrumpfen bringen könnte. Emil wirkt ansonsten so gesund und sieht überhaupt nicht krank aus. Er ist leider auch etwas übergewichtig, weil er so gerne frisst.


Mir bricht das Herz, wenn er in seinem stattlichen Zustand sterben muss, weil ein Geschwür ihm die Luft abschneidet.


Wäre sehr dankbar um eventuelle Tipps.
 
Alt 10.06.2018, 13:35
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Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
__________________
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Alt 10.06.2018, 15:13   #2
romulus

Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Zitat:
Zitat von karolina62 Beitrag anzeigen


Ich ließ ihm nun gestern Kortison (per Spritze) verabreichen. Die TÄ meinte, wenn es dem Kater darauhin spürbar besser gehe innerhalb von drei Tagen, könne man an eine weitere Gabe, dann Langzeitkortison, denken.

Eine schreckliche Diagnose - GsD hast Du ja schon eine Zweitmeinung eingeholt, dazu hätte ich auch unbedingt geraten bei dieser Diagnose.
Er hat das Cortison erst gestern bekommen und die TÄ erwartet eine Besserung der Symptome innerhalb 3 Tagen.
Bitte warte diesen Zeitraum ab, Cortison hat sich in solchen Situationen seit langem bewährt und Du solltest die Wirkung unbedingt abwarten, ehe Du nach Alternativen suchst (die es vermutlich nicht gibt).
Ich hoffe sehr, dass das Cortison seine erwartete Wirkung schnell entfaltet und Ihr noch eine lange Zeit miteinander habt - der Tumor kann ja genauso gut gutartig sein und sich mit dem Cortison lange in Schach halten lassen!
 
Alt 11.06.2018, 11:18   #3
karolina62
Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Hallo Romulus,


danke für deine Antwort. Die Tierärztin meinte, diese Art von Kortison-Spritze sei erstmal keine Depot-, also Langzeitverabreichung, und sollte von daher innerhalb von etwa drei Tagen spürbar Wirkung entfalten. Hast du evtl. Erfahrungen mit der Wirkung von Kortison bezüglich Schrumpfung eines Tumors?
Für mich ist es unvorstellbar schwer, einen ansonsten kern gesunden, immer hungrigen (nach wie vor) Kater einschläfern lassen zu müssen, weil ein Tumor ihm demnächst die Atmung und das Schlucken unmöglich machen wird.
Wenn er schnurrt, strengt ihn das sehr an, das spüre ich. Da reißt er immer das Maul auf und hört dann auf, versucht es wieder und hört wieder auf.
Ansonsten merkt man ihm kaum eine Behinderung beim Atmen an.



Ich will nicht, dass er leidet, und weiß einfach nicht, wann ihn erlösen.


Noch scheint er so viel Lebensfreude zu haben.


Weißt du, ob "theoretisch" so ein Geschwür sein Wachstum in Einzelfällen auch einstellen könnte?


Danke für deine Anteilnahme.
 
Alt 11.06.2018, 11:20   #4
Julchen94
Moderatorin

 
Avatar von Julchen94
Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Das ist sehr unschön.
Cortison kann vielleicht das Wachstum verlangsamen oder den Tumor etwas verkleinern - aber so genau weiß ich das auch nicht.
Mit Naturheilkunde wirst Du sicherlich nichts tun können. Das funktioniert nicht.

Es ist wie bei uns Menschen. An irgendeiner Stelle wächst ein Tumor und kostet uns dann das Leben. Und man kann nichts tun wenn nicht operiert werden kann.

Du kannst nur schauen, wie lange er noch Lebensqualität hat. Wenn ihm der Tumor irgendwann die Luft abdrückt musst Du handeln.
Ich weiß, dass das sehr schwer ist, wenn er ansonsten kerngesund ist.
Aber eine andere Wahl wirst Du nicht haben.



Es tut mir sehr leid.
 
Alt 11.06.2018, 11:28   #5
karolina62
Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Ganz furchtbar für mich, weil ich einfach nicht weiß, wann ich ihn euthanasieren lassen soll, wenn ihm das Schnurren so schwer fällt.
Er putzt sich gerade hingebungsvoll und frisst wie ein SCheunendrescher, was er immer schon tat. Durch Kortison hat er angeblich noch mehr Appetit.
Ich könnte einfach nur heulen. So eine Last. Vor nicht mal vier Jahren habe ich schon meinen geliebten Kater Karlchen wegen Krebs verloren und fürchte, ich habe ihn zu spät gehen lassen. Diese Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt ist schrecklich schwer.


Danke!
 
Alt 11.06.2018, 11:40   #6
Nika

Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Meine Hündin hatte ein inoperables Übergangsepithelkarzinom in der Harnröhre, sie reagierte mit einen absoluten Harnröhrenverschluss. EIne auf sie zugeschnittene Chemo vertrug sie nicht, auf das Medikament reagierte sie mit heftigsten Magenblutungen.

Wir hatten nur die Alternative Cortison. Um es einzusetzen, musste sie eine Woche durch die Bauchdecke mittels Blasenpunktion katheterisiert werden, bis das Cortison griff.

Durch die hoch dosierte Gabe verringerte sich kurzfristig der Umfang des Tumors wieder so weit, so dass sie Urin lassen konnte. Ich habe KEIN Langzeitkortison gegeben, sondern täglich. Ich glaube, das gibt man auch nicht mehr. Ich würde es auf keinen Fall in der Form verabreichen.

Das Cortison drängt das Tumorgewebe kurzfristig zurück, die Nebenwirkungen waren bis auf den Durst, guten Appetit und das vermehrte Trinken nicht tiefgreifend.

In unserem Fall konnte ich ihr leider nur 4 gute Wochen schenken, dann war der Tumor wieder so angeschwollen, dass die Harnröhre wieder komplett verschloss. Sie hatte sich so gefreut, als wir in die Praxis fuhren. Dort haben wir noch gespielt, sie war so fröhlich und voller Vertrauen, als ich sie töten ließ. Es hat mir das Herz gebrochen.
 
Alt 11.06.2018, 12:17   #7
karolina62
Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Hallo Nika, da fließen gleich wieder die Tränen, wenn ich das lese.
Danke für deine Antwort.
Die Chefin der Tierklinik hatte tägliche Kortisontabletten vorgeschlagen, sollte die erste Spritze anschlagen. Nur bei Eingabeschwierigkeiten der Tabletten wäre das Depotkortison in Frage gekommen. Dass man es nicht mehr gibt, sagte sie nicht.
Aber wenn du schreibst, dass im Fall deiner Hündin das Kortison nur wirksam war, indem es direkt über einen Katheter verabreicht wurde, weiß ich nicht, ob ich mir die Tabletten sparen soll.
Aber würde mir eine erfahrene Tierärztin dann überhaupt Tabletten vorschlagen? Bin sehr verunsichert, auch weil es offenbar nur ganz kurzfristig hilft, wie du ja erleben musstest?
Emil atmet ganz ruhig beim Schlafen und Gehen und Fressen, nur beim Schnurren ist es ihm sehr unangenehm. So kann ich ihn gar nicht mehr Streicheln, weil er dann sofort anfängt, zu schnurren und sich dann dreht und wendet.

Ob ich ihn deswegen jetzt schon erlösen sollte?
 
Alt 11.06.2018, 12:18   #8
Julchen94
Moderatorin

 
Avatar von Julchen94
Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Oh man... das ist wirklich schlimm.


Meine Hündin Maxi-Julchen hatte Lungenkrebs. Sie bekam auch etliche Wochen Kortison. Sie hat gelebt, bis sie noch ein fünf Markstück großes Stück Lunge frei hatte zum Atmen. Bis dahin ging es ohne Probleme. Dann lag sie da und zog den Kopf lang und das Luft holen fiel schwer. Ich habe sie dann sofort gehen lassen.

Nur drei Monate später folgte ihr Mann Einstein... es war die Hölle.


Edit: Bei Maxi habe ich Kortisontabletten verwendet. Das ging ganz gut.
 
Alt 11.06.2018, 12:20   #9
Julchen94
Moderatorin

 
Avatar von Julchen94
Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Ich finde es noch zu früh. Du musst ihn einfach gut beobachten.
Du kennst ihn und Du wirst spüren wenn es nicht mehr geht.
Ein bisschen Zeit habt ihr hoffentlich noch.
 
Alt 11.06.2018, 12:23   #10
karolina62
Standard AW: Kehlkopftumor bei neunjährigem Kater, was tun?

Danke, Julchen, wie schrecklich, was du da auch erleben musstest. Diese Bilder kriegt man ja leider nie mehr aus dem Kopf.
Es hilft mir sehr, nicht alleine zu sein mit diesem Schicksal, am Ende bleibt dann aber doch immer das eigene Leid....
Diese dauernde Anspannung beim Beobachten des Tieres ist so eine Last. Damals, als mein Kater Karlchen Krebs hatte, war ich auch körperlich im Lauf der Monate total em Ende, weil ich Tag und Nacht in Unruhe und Sorge und unsicher war.
Weißt du, welche Kortisontabletten das in deinem Falle damals waren?


Vielen Dank für deine Antwort!
Gruß
Heike
 
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