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Angstkätzchen

Diskutiere im Katzenforum von Netz-Katzen.de über Angstkätzchen im Bereich "Katzen-Verhalten". --> Angstkätzchen Hallo Ihr. Wie der ein oder andere sicher mitbekommen hat, habe ich zwei Katerchen (Logan - 8 Monate und Mohrle - fast 6 Monate, beide noch unkastriert) aus dem Ausland aufgenommen. ...
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Alt 03.05.2018, 09:06   #1
Nika

Standard Angstkätzchen

Angstkätzchen

Hallo Ihr.

Wie der ein oder andere sicher mitbekommen hat, habe ich zwei Katerchen (Logan - 8 Monate und Mohrle - fast 6 Monate, beide noch unkastriert) aus dem Ausland aufgenommen. Während der eine Kater sich super eingelebt hat und jeden Tag mehr auftaut, schon mit den Katzen spielt und kuschelt, auch total neugierig ist und sich schon streicheln lässt, ist das andere Katerchen überhaupt nicht zu sehen.

Dass der Kleine frisst, sehe ich leider aktuell nur an seinem Bäuchlein. Sonst flüchtet er wie der Blitz immer in eine bestimmte Ecke zwischen Heizung und Schrank, sobald ich auch nur in die Nähe des Zimmers komme (vielleicht sitzt er auch den ganzen Tag in der Ecke ?). Mir tut es total leid, dass er so viel Angst hat. Eigentlich müsste er aktuell nochmal nachgeimpft werden, aber ihn jetzt einzufangen und zum Tierarzt zu
fahren – also dem ganzen Stress auszusetzen, er ist ja nicht mal richtig hier angekommen – da habe ich ein wenig Bammel vor. Seinen Termin heute habe ich jedenfalls erstmal verschoben.


Dafür muss Logan, der aufgeschlossene Kater mit. Er hat schon ziemlich „dicke“ Eierchen und dem Geruch nach mutiert er langsam zu einem Puma. Der Doc soll einfach nur mal drübergucken und schauen, ob er kastriert werden könnte.
Zurück zu dem kleinen Mohrle. Er ist inzwischen auch bei seinen neuen Kumpels untergebracht. Die Tierfreundin, von der ich ihn habe sagte, er orientierte sich immer an Artgenossen, das würde ihn sicherer machen. Aber sie sagte auch, dass er von Anfang an sehr ängstlich gewesen ist. Naja, irgendwie spricht das Bild ja auch Bände.



Egal, ich habe mich für den Kleinen entschieden und war mir auch bewusst, dass er große Angst vor Menschen hat. In dem Katzenhaus kuschelte er zudem eine lange Zeit mit einer Schildpattkatze, von der er wohl dachte, es sei seine Mama. Die wird ihm sicher auch sehr fehlen. Dann die äußere Umstellung, dann ein Mensch, der viel öfter präsent ist als Menschen dort, woher er kam. Ich wünsche mir nur, dass er seine Angst etwas ablegt und sich ungezwungen zeigen kann, ohne das der Hunger und Durst ihn nur antreibt.

Erst hatte ich überlegt, den Platz zwischen Schrank und Heizung zuzumachen, aber ich glaube, den Rückzugsort lasse ich ihm. Er muss ja freiwillig aus seiner ängstlichen Haut heraus und nicht, weil ich ihm sämtliche Versteckmöglichkeiten nehme.
Warum der Post ?

Ich hätte so gerne eine kleine Anleitung, wie ich mich dem Schätzchen gegenüber verhalten soll. Ich hatte zwar schon einen wilden, fauchenden, schlagenden, beißenden Kater. Aber keinen so ängstlichen. Mohrle scheint jedoch zuverlässig auf die Katzentoilette zu gehen, nirgends habe ich ein Pfützchen gesehen.

Ich habe schon überlegt, ob ich eine Kamera installiere, um zu schauen, was er so tagsüber macht und ich auch etwas von ihm habe. Er ist ja immer unsichtbar und auch so winzig. Er ließ sich – zumindest im Kennel – anfassen, ohne zu fauchen. Er ergibt sich einfach seinem Schicksal und wird starr. Das gibt was, wenn der Kleine mal zum Doc muss …

Aktuell ist der Auslauf auch noch auf zwei Zimmer eingeschränkt. Sonst finde ich den kleinen Kater in meiner großen Wohnung nie mehr. Zudem müssen die Neuankömmlinge auch noch an den großen Hund gewöhnt werden.

Ich würde mich freuen, hier etwas Unterstützung im Umgang mit dem kleinen ängstlichen Kätzchen zu finden. Er soll sich ja wohlfühlen und sein neues Leben genießen und sich nicht davor verstecken. Tipps sind daher herzlich willkommen.
 
Alt 03.05.2018, 09:06
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Standard AW: Angstkätzchen

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 03.05.2018, 10:07   #2
Saabiene
 
Avatar von Saabiene
Standard AW: Angstkätzchen

Armes verängstigtes Katerchen Mohrle. In deinen ersten Monaten scheint einiges schief gelaufen zu sein.

Ich empfehle dir ihm Bachblüten ins Futter zu tun. Und in seiner direkten Nähe einen Feliway-Verdunster anzubringen.

Schau mal hier:https://www.katzen-links.de/forum/ka...171287-p2.html

Die Userin Candy1809 hat eine persönliche Bachblüten-Mischung zusammengestellt.
 
Alt 03.05.2018, 10:18   #3
MinjaundJimmy
 
Avatar von MinjaundJimmy
Standard AW: Angstkätzchen

Hallo Moni,

ich kann dir da leider zu nichts raten wahrscheinlich viel Geduld und viel bei ihm im Zimmer sitzen

Ist das Foto aktuell? Wenn ja, da sieht er irgendwie viel jünger aus als 6 Monate!?

LG Jo
 
Alt 03.05.2018, 12:48   #4
Nika

Standard AW: Angstkätzchen

Nein, das Ärzte-Foto ist nicht aktuell, das habe ich nur gepostet, um zu zeigen, dass er damals schon sehr ängstlich im Umgang mit Menschen war.

Das Foto wurde Anfang Januar 2018 vom Klinikpersonal während der Behandlung gemacht, zu dem Zeitpunkt war er ca. zweieinhalb Monate alt.

So sieht er aktuell aus, ist am Tag seines Einzuges am Samstag von mir gemacht worden:

 
Alt 03.05.2018, 15:54   #5
Mucki
Standard AW: Angstkätzchen

Nur Geduld und noch mehr Geduld. Und ja, probier mal Bachblüten.

Als ich am 02.05.2017 die Tigerlilli (ca. 5 Jahre plus) aus dem Tierheim holte, dauerte es gut 3 Monate bis sie ihr Zimmer verlassen hat und mal schaute, was in der Wohnung so los ist.
Heute ist sie total verschmust.
 
Alt 03.05.2018, 15:56   #6
nightingale
 
Avatar von nightingale
Standard AW: Angstkätzchen

Das ist Grisu...unser Angst-Katerchen, Jahrgang 2014..

Nach Notrettung auf Sardinien, 1 Jahr Pflegestelle in Deutschland, nun seit September 2017 bei uns.

Die ersten Tage verbrachte er die meiste Zeit unterm Sessel .

Futtern und Klo war auch kein Problem, aber sobald auch nur jemand den Hausflur hochging oder gar durch die Wohnungstür kam - weg war das Kätzchen.

Zuerst haben wir ihn auch gelockt und belagert, und dann einfach gelassen.

Ganz normal leben, mit allen Geräuschen, die dann auch immer wiederkehren, ohne ihn zu bedrängen : das war unser Erfolgsrezept.

Ja, es war für uns Dosis etwas frustrierend ( man möchte ja kuscheln, verwöhnen, spielen...), aber nach 4 Wochen etwa lief er hier aufrecht herum egal wieviele Menschen gerade durch das Haus laufen oder in die Wohnung kommen.

Eine gewisse Skepsis neuen Menschen gegenüber hat er immer noch, beschaut sie erst aus der Ferne und läßt sich auch nicht gerne auf den Arm heben - aber das ist ja nicht ungewöhnlich bei Katzen.

Inzwischen belagert er uns jeden Abend und fordert vehement seine Schmuseeinheiten ein.

Solange Mohrle frißt und trinkt ist es doch erstmal gut .

Geduld, Moni, Geduld
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Alt 03.05.2018, 16:19   #7
romulus

Standard AW: Angstkätzchen

Zitat:
Zitat von nightingale Beitrag anzeigen

Ganz normal leben, mit allen Geräuschen, die dann auch immer wiederkehren, ohne ihn zu bedrängen : das war unser Erfolgsrezept.

Das klingt für mich sehr vielversprechend und vor allem: für beide Seiten durchhaltbar!
Anders geht es m.E. nicht, ohne irgendwann die Nerven zu verlieren.
 
Alt 03.05.2018, 16:44   #8
Mucki
Standard AW: Angstkätzchen

Ich habe ja zwei Angsthasen... Nicht nur Tigerlilli verschwindet unauffindbar sobald ein Fremder das Haus betritt, Thommy ist genauso. Er saust sofort in sein Zimmer und in den Bettkasten der Couch. Dabei kennt er mich ja seit vielen Jahren und wohnt seit November 2017 in der Wohnung.

Mit mir alleine sind die zwei nicht wiederzuerkennen *lach*
 
Alt 03.05.2018, 16:56   #9
romulus

Standard AW: Angstkätzchen

Dass Katzen bei fremdem Besuch verschwinden, ist ja nicht ungewöhnlich - aber bei den eigenen Dosis sollte das nicht passieren.
Lass ihm die Zeit, sich ganz unauffällig an Euren Alltag mit all den Geräuschen zu gewöhnen, dann besteht eine gute Chance, dass er sich bald traut, sein Versteck zu verlassen.
Und an seinem Bruder nimmt er sich kein Beispiel?
 
Alt 04.05.2018, 05:02   #10
Kalimera
Moderatorin
Standard AW: Angstkätzchen

Ich habe über den Tierschutzverein schon ein paar "wilde" Katzen hier betreut, zuletzt Minou (die immer noch bei mir ist).
Minou war zunächst 6 Wochen auf einer Pflegestelle, wo sie die ganze Zeit nur hinter der Waschmaschine saß und sich nie blicken ließ. Nach der Kastration ging sie auf eine andere Pflegestelle, wo sie auch nie zu sehen war. Da Minou erst 6 Monate alt war und sie im Dezember einen kahlen Bauch hatte, wollten wir sie nicht wieder raussetzen und so kam sie zu mir.

Ich mache es bei scheuen Katzen immer so, dass ich ihnen natürlich Rückzugsmöglichkeiten lasse, aber nur solche, wo ich sie sehen kann. Ich setze mich dann in gebührendem Abstand vor sie und lese oder spiele mit einem Federwedel oder einer Spielangel, blinzele sie immer wieder an.
Minou kam so schon nach relativ kurzer Zeit aus ihrem Versteck raus, obwohl sie anfangs so tat, als interessiere sie das alles überhaupt nicht. Mittlerweile kommt sie auf meinen Schoß, kommt auch zur Tür, wenn ich nach Hause komme, verliert immer mehr ihre Angst vor mir, wobei Streicheln noch nicht so wirklich gewollt ist. Einfangen zum Tierarzt ist immer noch sehr schwierig, wobei das aber auch bei meiner anderen scheuen Katze (Maja), die sich mittlerweile sehr gerne streicheln lässt, ein riesengroßes Problem ist.

Also viel Geduld und Zuwendung, dann wird das Katerchen irgendwann die Scheu verlieren.
 

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