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Wie hält man Katzen von der Straße fern

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Alt 13.02.2018, 12:54   #1
Lobita
Standard Wie hält man Katzen von der Straße fern

Für mich ist es undenkbar ein freiheitsliebendes Tier wie eine Katze im Haus ein zu sperren. Lieber würde ich gar keine Katze halten. doch seit ich bei meinem Freund auf dem Bauernhof wohne, müssen wir uns mit einer
befahrenen Hauptstraße auseinander setzen. Da es hier auch die ein oder andere Mäuse und Rattenplage gibt, hat die Katze auch eine reale Funktion die nur eine Katze erfüllen kann. Wenn dem nicht so wäre, würde ich mir wie gesagt auchkeine Katze mehr anschaffen. Meine alte Katze ist der Straße fern geblieben aber die neue Katze ist jetzt mit 9 Monaten tödlich verunglückt. Alle schreiben es gäbe keine Möglichkeit eine Katze zu erziehen aber unsere Nachbarin behauptet sie hat ihre Katzen immer mit sooner Blumensprühflasche von der Straße fern gehalten. Ich habe auch gesehen daß es mechanische Abwehrgeräte für Katzen gibt die man am Tor aufstellen kann. Hat da schonmal Jemand mit Erfahrungen gemacht
 
Alt 13.02.2018, 12:54
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Standard AW: Wie hält man Katzen von der Straße fern

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
__________________
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Alt 13.02.2018, 13:01   #2
MinjaundJimmy
 
Avatar von MinjaundJimmy
Standard AW: Wie hält man Katzen von der Straße fern

Hallo,

ich habe keine Erfahrung mit derlei Dingen und möchte sie auch nicht haben.
An eurer Stelle würde ich gar keine Katze mehr holen, denn es wird sich nie vermeiden lassen, dass sie wider überfahren wird.

LG Jo
 
Alt 13.02.2018, 16:26   #3
ChicadelaPalma

 
Avatar von ChicadelaPalma
Standard AW: Wie hält man Katzen von der Straße fern

Herzlich Willkommen im Forum

Ich habe selber Freunde, die auf dem Land aber an einer stark befahrenen Straße wohnen.
Leider wurde ihr Katerchen überfahren. Sie haben sich jetzt für einen Hund entschieden.
Katzen sind unberechenbar. Das einzige wäre ein komplett katzensicher eingezäuntes Freigehege oder Wohnungshaltung.
 
Alt 14.02.2018, 10:41   #4
Rosi
 
Avatar von Rosi
Standard AW: Wie hält man Katzen von der Straße fern

Du kannst einer Katze nicht beibringen, von der Straße weg zu bleiben. Das schafft nur Erfahrung und leider überleben viele junge Katzen die erst gar nicht. Es gibt so viele Freigänger, die ein zuhause auf einem Bauernhof suchen. Ich würde eine ältere Katze / Kater aufnehmen. Eine Gewähr habt Ihr damit zwar auch nicht, aber ältere Tiere sind in der Regel vorsichtiger.

Mein erster eigener Kater war ein nicht mehr gewolltes Haustier, das hier aufgewachsen ist und schon jahrelang draußen war. Ich würde hier nie eine Katze raus lassen, weil wir von gefährlichem Verkehr quasi umgeben sind. Doch er war Freigang gewohnt. Ich habe ihn nachts nicht raus gelassen, weil das doppelt gefährlich ist. Wenn sie geblendet werden, haben sie keine Chance. Tagsüber war er immer unterwegs. Er wurde 18/19 Jahre alt und starb nicht auf der Straße.
 
Alt 15.02.2018, 00:22   #5
zouzounaki
Standard AW: Wie hält man Katzen von der Straße fern

Zitat:
Zitat von Lobita Beitrag anzeigen
Alle schreiben es gäbe keine Möglichkeit eine Katze zu erziehen aber unsere Nachbarin behauptet sie hat ihre Katzen immer mit sooner Blumensprühflasche von der Straße fern gehalten.
hat sie sich eine Art Pförtnerloge an der Straße hingestellt?
im Ernst: Der Katze kann ein natürliches Verhalten (Revier erkunden) nicht durch die Sprühflasche abtrainiert werden, zumal die Dame kaum 24 Stunden an de Straße steht.
Im Regelfall dürfte die Katze das angebrüht werden mit der Nachbarin und weniger in Zusammenhang mit der Straße bringen

Zitat:
Zitat von Lobita Beitrag anzeigen
Ich habe auch gesehen daß es mechanische Abwehrgeräte für Katzen gibt die man am Tor aufstellen kann. Hat da schonmal Jemand mit Erfahrungen gemacht
so eine Art unsichtbarer Zaun, der über Elektrik funktioniert. Leider nein und vermutlich teuer.
Wenn man auf eine versierte Mäusejägerin nicht verzichten mag und an einer stark befahrenen Straße wohnt, sollte man den Freigang sicher machen.
 
Alt 15.02.2018, 13:18   #6
Dalinar
 
Avatar von Dalinar
Standard AW: Wie hält man Katzen von der Straße fern

Ich möchte mal zu dem Thema meine Erfahrung mit unserem Freigängerkater "Felix" (2002-2016) schildern. Ob man das Erziehung nennen kann, ob wir das so richtig gemacht haben oder ob alles nur reiner Zufall war, soll jeder selbst beurteilen. Auf alle Fälle hatte er 14 Jahre lang kein Problem mit der vielbefahrenen Hauptstraße vor unserem Haus.

Felix war unsere erste Katze und ist an einem Freitag im Sommer 2002 zu uns als 10 Wochen altes Jungtier gekommen. Er kam von einem Bauernhof und hatte vor gar nichts Angst oder Scheu. Allerdings hatte er dort engen Kontakt zu den Kindern und der Bäuerin. Er war also keine Scheunenkatze oder ähnliches.

DSC00373.JPG

Eigentlich wollte ich damals gar keine Katze und wenn dann nur ein Freigänger. Aber ein Freigänger schied eigentlich wieder wegen der Hauptstraße aus. Meine Frau argumentierte, er kann ja hinter dem Haus durch unseren Garten und die Gärten unserer Nachbarn ziehen. Ich glaubte nicht, dass der Kater sich nur auf diesen Teil der Freiheit beschränken würde und riet meiner Frau wegen der Hauptstraße immer wieder von einer Katze ab.

Meine Frau hat sich am Ende durchgesetzt und Felix zog bei uns ein.

Gleich am seinem ersten Tag begann seine "Erziehung" (Falls man eine Katze überhaupt erziehen kann). Als erstes wurde er natürlich mit viel Streicheleinheiten begrüßt und zog dann erstmal in meine vorbereitetet Werkstatt/Lagerraum im Kellergeschoß ein. Dort stand natürlich ein Kuschelbett, ein Katzenklo, eine Schale Wasser und etwas zum Fressen. Felix sollte mindestens erstmal 2 Stunden alleine in der Werkstatt bleiben um sich zu beruhigen und um ungestört den ersten Teil seiner neuen Umgebung kennenzulernen. Ganz wichtig war uns dabei auch, dass er diesen Raum mit dem Katzenklo in Verbindung brachte und auch begriff, für was das da ist. Denn auf dem Bauernhof gab es sowas nicht! Nach den 2 Stunden wollten wir ihn dann langsam Stück für Stück den Rest von seinem neuen Revier vorstellen. Die Werkstatt sollte aber eigentlich später auch der einzige Raum sein, wo er durch eine Katzenklappe selbstständig ins Haus konnte und das auch wenn keiner zu Hause war. Der Rest der Wohnung sollte für ihn nur zugänglich sein, wenn wir zu Hause waren und ihn unter Beobachtung haben würden.

Noch vor Ablauf der 2 Stunden kamen unsere Freunde zum Grillen, was wir bei der "Ruhezeit" für Felix nicht bedacht hatten. Da sowohl das Grillgut, als auch die Getränke in einem Kühlschrank in der Werkstatt waren, musste ich Felix also vorher "besuchen". Er saß nicht im Kuschelbett und war auch sonst nirgends gleich zu sehen. Aber ich stellte fest, dass gefressen, getrunken wurde und auch das Katzenklo war benutzt. Ich war sofort davon überzeugt, dass wir einen ganz klugen Kater bekommen hatten. Felix kam aus einer Ecke von ganz allein auf mich vorsichtig zu. Er musste geschlafen haben. Zumindest machte er diesen Eindruck. Er beschnupperte mich, dachte wahrscheinlich, den kenne ich schon und erkundete lieber den Korb den ich für den Transport von Grillgut und Getränke mitgebracht hatte.

Ich packte das Grillgut und die Getränke in einen Korb und am Ende kam der kleine Felix auch noch mit rein. So ging es hoch auf die Terrasse. Dort setzte ich den kleinen Kerl einfach neben dem Essplatz auf den Terrassenboden. Meine Frau und unsere Gäste schauten nicht schlecht. Felix aber lies sich nicht lang beirren, beschnupperte jeden kurz, ließ sich von jedem mal streicheln und erkundete dann lieber Stück für Stück die Terrasse und alles rund herum. Beim kleinsten unbekannten Geräusch kam er angerannt und verschwand zwischen unseren Beinen unter dem Terrassentisch, bis er nach einer Weile zur nächsten Erkundungsrunde neu ansetzte. Natürlich ständig von 5 Augenpaaren beobachtet, dass er ja nicht außer Sichtweite geriet und immer sofort bereit ihn wieder einzufangen.

Das ging alles ca. 2 Stunden so weiter, wobei Felix selbst darauf achtete, dass er uns immer sah und auch ständig zwischen seinen "großen" Ausflügen immer wieder zu uns kam. Man hatte den Eindruck, dass er genau wusste wie weit er am ersten Tag gehen durfte.

Bevor er sich dann auf einem Stuhl auf einem Kissen schlafen legte, bewies er zum zweiten mal, was er für ein kluger Kater war. Er ging von ganz allein ins Haus und lief die Treppe in das Kellergeschoß runter. Meine Frau ganz aufgeregt "Wo will er den jetzt hin?" Meine Antwort ganz locker: "Er geht auf´s Katzenklo!" und tatsächlich. Er lief schnurstracks in die Werkstatt und ging auf´s Katzenklo. Ich habe es selbst nicht glauben wollen. Dieser kleine Kerl soll vor einem 1/2 Tag noch nicht mal ein Katzenklo gekannt haben und läuft jetzt unserem Haus einen Weg, den er selbst noch nie gelaufen war, zu einem Katzenklo. Denn als er aus der Werkstatt zu uns auf die Terrasse kam, hatte ich ihn ja mit dem Korb hochgetragen! Was musste das für ein kluges Kerlchen sein.

Am zweiten Tag erkundetet Felix auch (unter Aufsicht) die andere Seite von unserem Haus. Hier war der Hof, welcher zu diesem Zeitpunkt nur aus einer festgefahrenen Sand/Schotterfläche bestand und auch nicht eingefriedet war. Dieser Hof ist ca. 12x15 m groß. Dann kommt noch vor unserem Grundstück ein kleiner ebenfalls unbefestigter Weg und dann kommt, ca. 3-4m tiefer in einem Einschnitt die o. g. vielbefahrene Hauptstraße in unserem Ort. Man merkte Felix an, dass der Verkehrslärm für ihn was neues war. Er schreckte anfangs bei jedem vorbeikommenden Fahrzeug regelrecht zusammen. Aber man merkte auch, dass dieses Angstgefühl von Auto zu Auto weniger wurde und sein Hals wurde immer länger. Er konnte die Autos auf Grund der im Einschnitt liegenden Straße nicht sehen, sondern nur hören und versuchte scheinbar nach Giraffenart doch wissen zu wollen, was da die Geräusche macht. Mir schwante schlimmes! So neugierig wie der kleine war, wird es nicht lange dauern und er würde Richtung Straße marschieren. Ich musste mir was einfallen lassen. Da mein Auto auch auf dem Hof stand und von Felix überhaupt nicht beachtet wurde, da ja alles andere viel interessanter war, dachte ich, dass das die Gelegenheit ist, dass ich ihm zeige was da die Geräusche macht und wie gefährlich diese Dinger (Autos) sind.

Ich stimmte mit meiner Frau ab, dass Sie sich mit Felix ca. 2-3m vor der offenen Haustür aufhalten sollte und ich stieg in mein Auto, welches ca. 6-7m von der Haustür entfernt stand. Als jeder seine Position eingenommen hatte und Felix seine Erkundung auf dem Hof wieder ausdehnen wollte, startete ich mein Fahrzeug. Sofort stand Felix wie angenagelt auf der Stelle. Gefühlte 2 min später kam das was ich geahnt hatte. Er lief neugierig auf mein Auto zu. Wo ich das bemerkte ließ ich den Motor richtig aufheulen, legte den 1. Gang ein und ließ die Räder auf dem unbefestigten Hof richtig durchdrehen, so dass es nur so staubte, krach machte und Felix den Eindruck haben musste, dass komische Ding hat es auf ihn abgesehen. Natürlich bin ich nicht wirklich auf ihn zugefahren und habe weder ihn noch meine Frau irgendwie in Gefahr gebracht, aber der Krach und die ruckelnden Bewegungen von meinen "Anfahrversuchen" haben scheinbar gewirkt. Die ganze Aktion habe ich mehrfach wiederholt, bis Felix es dann lieber vorgezogen hat, durch die offene Tür im Haus zu verschwinden, als sich mit dem "Ding" da auf dem Hof anzulegen.

Damals habe ich das mit dem Auto einfach mal so gemacht, weil ich dachte, dass er dadurch irgendwie Respekt vor diesen Autos bekommt und lieber diesen "Dingern" aus dem Weg geht. Heute glaube ich, dass es irgendwie gewirkt haben muss. Denn wie schon gesagt, Felix hat mit unserer Hauptstraße 14 Jahre lang zusammen das Revier geteilt. Denn sein Revier endete nicht an der Hauptstraße! Ein Nachbar auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte uns immer wieder von seinen Beobachtungen über unseren Felix erzählt. Er hat ihn regelrecht bestaunt. Er würde wie ein gut erzogenes vernünftiges Kind von einer geschützten Stelle den Verkehr beobachten. Dabei ging sein Köpfchen wie bei einem Tennisspieler immer hin her. Manchmal würde er so mehrere Minuten sitzen und alles beobachten. Und erste wenn weit und breit von keinem Auto was zu sehen und zu hören ist, wechselt er auf die andere Straßenseite und das manchmal mehrfach am Tag. Das hätte er schon öfters beobachtet. Wir haben ähnliches auch von anderen Nachbarn gehört, so dass wir das auch glauben können und es uns als Erklärung dient, dass er 14 Jahre lang nie mit der Hauptstraße ein Problem hatte. Wir selbst konnten das nie beobachten, da wie gesagt die Hauptstraße von unserer Seite aus in einem kaum einsehbaren Einschnitt verläuft. Wir sehen nur die Dächer der vorbeifahrenden Autos und haben uns nur des öfteren gewundert, dass unser Felix in aller Ruhe auf der anderen Straßenseite durch die Vorgärten lief.

IMG_3807.JPG

Es soll sich jeder selbst eine Meinung bilden, ob meine "Anfahrversuche" etwas bewirkt haben. Wenn sie nichts gebracht haben und alles nur Zufall war, kann ich mir zumindest sagen, dass ich etwas versucht habe. Geschadet hatte es auf jedem Fall auch keinem!
 
Alt 15.02.2018, 16:00   #7
Tatjana462

 
Avatar von Tatjana462
Standard AW: Wie hält man Katzen von der Straße fern

Ich würde sagen: Gar nicht! Alles andere könnte bei einzelnen Katzen eine gewisser Instinkt sein...Leider!
 
Alt 15.02.2018, 23:59   #8
zouzounaki
Standard AW: Wie hält man Katzen von der Straße fern

Zitat:
Es soll sich jeder selbst eine Meinung bilden, ob meine "Anfahrversuche" etwas bewirkt haben. Wenn sie nichts gebracht haben und alles nur Zufall war, kann ich mir zumindest sagen, dass ich etwas versucht habe. Geschadet hatte es auf jedem Fall auch keinem!
Sicher hat es nichts geschadet, allerdings ist auch nirgends ein sicherer Beweis, dass es was gebracht hat, da man ja nicht weiß, wie es gelaufen wäre, wenn man Felix nicht so "erzogen" hätte.

Und aus dem Grund taugt es leider nicht zur Nachahmung.Dazu muss man wenigstens 10-20 Katzen mit unterschiedlichem Temperament mit der Methode die Vorsicht vor Autos eingeprägt haben.

Bis dahin bleibt die Umgebung einer stark befahrenen Straße für einen Freigänger ein russisches Roulette
(auch wenn jede Katze, die das mag, Freigang bekommen sollte, aber das ist ein anderes Thema).
 
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