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Hoher Kreatinwert und eine Anämie

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Alt 16.07.2017, 19:46   #1
Steffi_Bri
Standard Hoher Kreatinwert und eine Anämie

BITTE helft uns!

„Bri“ ist eine 10 jährige Katze die seit ca. 1,5 Jahren bei uns wohnt.
Zuvor hat die Maus nie einen Tierarzt gesehen, außer zur Kastration.
Ihr Rücken war damals sehr kaputt durch starken Flohbefall.
Sonst scheint sie nie aufgefallen zu sein. Nur das jucken.
Sie zog bei uns ein und mit der richtigen Behandlung wurde es auch schnell besser.
Sie hatte immer mal wieder Zahnfleischentzündungen. Diese wurden mit Antibiotika und ab und an auch mit Cortison behandelt. Es ging ihr schnell besser.
Sie nahm zu. Nicht übermäßig viel, aber ich habe sie gern verwöhnt. Im Februar diesen Jahres wog sie noch 4,7 kg. Uns viel auf das sie schlanker wurde. Wir hatten das Futter umgestellt (Hepatic, Veterinary Diet. Irgendwann machte ich mir doch mehr sorgen es könnten Würmer sein. Ich muss dazu sagen das Bri keine „Freigängerin“ im Sinne einer Katze ist. Sie ist mit uns draußen im Garten und ab und zu mal beim Nachbarn. Sie kommt mit uns auch wieder rein.
Also ab zum Tierarzt.
Da ich 2014 meinen Kater verloren habe an Nierenversagen und er zuvor eine Wurmkur bekommen hat, bin ich sehr ängstlich was Medikamente angeht.
Meine Tierärztin schlug vor einen Bluttest zu machen und wenn dort alles in Ordnung ist ihr ein Wurmmittel zu verabreichen.
Ich fand den Vorschlag super. Das war im Mai diesen Jahres. Da wog sie nun noch 4 kg.
Sie rief an und sagte mit das der eine Nierenwert leicht erhöht ist, dieser aber nicht der ausschlaggebende ist. Auch die Entzündungswerte wären leicht erhöht, was durchaus an den Zähnen/Zahnfleisch bei ihr liegen kann.
Ich machte nun eine Gewichtskontrolle, das Wurmmittel nahm ich mit nach Hause.
In Laufe der nächsten Tage hat sie eine Taube angegriffen, welche sie nicht bekommen hat, es lagen jedoch durchaus Federn neben ihr. Nochmal 2 Tage später holte sie sich einen Jungvogel von den Nachbarn, den sie ca. 3m im Maul getragen hat, dann auch wieder fallen lassen hat. Sie hatte danach etwas schwarz/bräunliches am Mund, was ich gleich weggemacht habe.
Am 20.06 ging ich wieder mit ihr zum Tierarzt. Bri übergab sich immer öfter (ab und zu ist ja normal, das war es aber nicht mehr), sie schmatzte, leckte sich immer wieder die Lippen, war schlapp, wollte nichts mehr essen. Es stellte sich raus das sie Fieber hatte. 40,6°C. Da man so sonst nichts bei ihr feststellen konnte außer einem leichten Geräusch beim Abhören des Halses und ihr Zahnfleisch auch recht unauffällig war, bekam sie ein Antibiotikum und einen Entzündungshemmer mit Verdacht auf eine Kehlkopfentzündung.
Am nächsten Tag wieder hin, Antibiotika bekommen, Fieber war auf 40,2°C gesunken.
Nächster Tag dann der Anfall. Sie liebt es morgens in den Garten zu gehen. Ich ließ sie raus, bemerke sofort dass etwas nicht stimmt. Sie lief komisch, wie ein Dressurpferd. Sie buddelte heftig im Sand, kam reingetorkelt. Ich hatte das Gefühl das sich alles bei ihr dreht. Sie hatte riesige Pupillen, diese änderten sich auch nicht je nach Lichteinfluss. Sie legte sich
gefühlt jeden Meter hin, atmete schneller und schlug heftig mit ihrem Schwanz.
Ab zum Tierarzt. Sie sagte es wäre was neurologisches, Fieber war noch auf 40,2°C. Wir sollten in eine Tierklinik. Sie hat leider nicht die Möglichkeiten die die haben. Also etwas Wasser unter die Haut. Bri sabberte inzwischen sogar. Einfach schrecklich. Der Weg dorthin (50km ca. 1h) war einfach nur die Hölle. Bri konnte sich nicht beruhigen. Pupillen riesig, sie nahm mich nicht mehr richtig war. Sie atmete laut, schnell und mit offenen Mund lag auf der kalten Gummifußmatte. Dort angekommen wurde ihr ein Zugang gelegt (sie brauchten 3 Ärzte dafür, Bri ist noch nie kooperativ gewesen). Sie nahmen ihr Blut ab und sie wurde geröntgt. Inzwischen hatten meine Tierärztin und die Klinik schon kommuniziert was sie die Tage schon bekommen hatte und was ihre Untersuchung ergab. Das Röntgen ergab nichts Auffälliges. Das Blutbild zeigte nun das die Entzündungszellen im Normalbereich sind, die Nierenwerte etwas erhöht sind und die roten Blutkörperchen etwas gesunken. Bri kam in einen Sauerstoffkäfig und bekam eine Infusion sowie Cortison (Notfallbehandlung nannte sie das). Sie musste dort bleiben. Die Tierärztin vermutete in der Klinik eine Lungenentzündung. Bri bekam also nun auch noch ein Antibiotikum welches in diesem Fall helfen sollte.
Ich merkte an das ich zuvor Schneckengift in Nachbarsgarten gesehen hatte, ob es das sein kann. Sie verneinte. Die Vögel erwähnte ich auch, aber nein.

Nächster Tag, die Klinik ruft an.
Das 2 Röntgen zeige das es durchaus eine Lungenentzündung sein kann, denn es sei ein ganz leichter Schleier zu erkennen, der am Tag der Einlieferung durch den Anfall normal hätte sein können, nun jedoch nicht mehr. Der Ultraschall ergab nichts Auffälliges. Ihr Herz war auch ok, auch alle anderen Organe. Fieber nun auf 39,2°C. Das Blutbild zeige nun erhöhte Nieren und Leberwerte.
Sie bekam nun Infusionen, das Ursprungsantibiotikum sowie ein Antibiotikum mit 2 Fach-Wirkungen.
Sie isst und trinkt nichts.

Nächster Tag, Fieber 38,9°C, Nieren und Leberwerte immer noch erhöht. Ultraschall der Lunge unauffällig, keine Flüssigkeiten. Weiter mit Infusionen, den 1 Fach und 2 Fach Antibiotikum. Dazu bekam sie nun noch eine Spritze die ihr Appetit verleihen sollte. Sie hat inzwischen 1 x gepischt. So langsam wusste ich nicht mehr ob es das richtige war sie dort zu lassen.

Nächster Tag, ich holte sie ab. Ihre Temperatur war auf 38,…°C, die Nieren und Leberwerte immer noch etwas erhöht und sie bekam nochmal die Antibiotika. Ihre Augen waren fast wieder normal, sie stand aber immer noch voll neben sich. Die Fahrt ging dann einigermaßen. Wobei ich sagen muss das es für die Maus einen sehr hohen Stress Faktor war/ist.
Sie kam zuhause an, rannte schon fast auf Klo, trank etwas und schlief erstmal den Schlaf der gerechten. Die Ärzte in der Klinik meinten es wäre nun höchste Priorität dass sie etwas isst.
Später hat sie dann ca. 10 Trockenfutterperlen gegessen sowie ein Hauch von Leberwurstcream.
Ich war so dankbar! Sie wog nun noch 3,7 kg.

Nächster Tag, wieder bei der Haustierärztin. Sie bekam nun weiter die 3 verschiedenen Antibiotika gespritzt und einen Entzündungshemmer. An diesem Tag bekam sie auch noch etwas Flüssigkeit unter die Haut. Sie trank zuhause, gegessen hat sie kaum etwas und hat gepischt. Sie war sehr schlapp. Temperatur 39°C

Nächster Tag, 3 verschiedene Antibiotika, Entzündungshemmer und Blutentnahme.
Es stellte sich raus das Ihre Nieren und Leber Werte wieder im Normalberich liegen, nun jedoch die Entzündungswerte wieder raus sind auf 18000 und sie eine Blutarmut entwickelt hat (Hämatokrit auf 22), Eisenwert im Blut war gut, keine Parasiten. Sie trank, pischte und hat etwas zu sich genommen (ich war und bin für jede Trockenfutterperle dankbar, gekochte Pute und Hühchenbrust nahm sie auch etwas). Temperatur 39,1°C
Meine Ärztin leitete ein Anämiescreening ein.

Nächster Tag, sie bekam weiter 3 verschiedene Antibiotika, Entzünungshemmer, eine Tablette die den Appetit anregen sollte sowie eine Wurmkur. Sie trank, pischte und nahm so viel zu sich wie schon lange nicht mehr. Kein Fieber.

Nächster Tag, sie bekam weiter das Antibiotikum, eine Appetittablette und Cortison.
Sie trank, pischte, hat etwas gegessen und das erste mal wieder Kot gelassen!
Das Anämiescreening ergab das es eine regenerative Anämie sei, Bri produziert immer noch rote Blutkörperchen, die nun aber schneller absterben oder durch etwas abgetötet werden. Vitamin B12 sowie Eiweiß im Blut waren ok.

Nächster Tag, Bri trinkt nun auffällig viel. Sie pischt und hat auch wieder Kot gelassen.
Der Hämatokrit liegt bei 21, die Erythrozyten, die Retikulozytensowie das Hämoglobin sind gesunken.
Die Retikulozyten bilden sich alle 7-14 Tage nach. Daher hier der Abfall. Die Leukozyten sind von 18000 auf 24000 gestiegen. Bilirubin erhöht. Die Folsäure ist hoch durch die Anämie. Erst an diesem Tag war das Anämiescreening abgeschlossen und es deutete sich eine Immunbedingte Anämie ab. Wir setzten das Antibiotikum ab. Alle!

In den nächsten Tagen wurde ihr Essverhalten mal wieder besser, mal schlechter. Grundsätzlich ist immer Überredungskunst gefragt. Sie trank normal, pischte, ließ fast täglich Kot und hatte kein Fieber. Das schmatzen von Beginn war wieder da. Sie war Blass und teils gelb. Sie wollte immer wieder zum Brechsand den wir hier haben und schleckte diesen. Das kommt wohl von der Anämie. Sie bekommt nun Vitamintabletten.

Die nächste Blutentnahme zeigte einen Hämatokrit von 26! Ich war so glücklich! Es musste also tatsächlich das Antibiotikum gewesen sein. Die Leukozyten sanken auf 15000 und die Retikulozyten fingen wieder das arbeiten an.
Aber zu früh gefreut. Die Nierenwerte machten uns nun wieder sorgen.
Der Kreatinin lag bei 202 und der Hahnstoff bei 15,4. Wir ließen den Rest des Bluts auf den Phosphatwert kontrollieren, dieser war ok.

In den nächsten Tagen bekam sie weiter Vitamine, sie pischte und trank normal, sie ließ Kot, sie aß mit Überredungskünsten. Sie ging nun auch schon hin und fraß Trockenfutterperlen selbstständig.
Eine Nacht hatte sie unglaublichen Durst und trank sehr viel am Stück, was auch gleich wieder raus kam. Am nächsten Morgen hat sie Gras genascht und danach etwas getrunken was dann auch wieder hoch kam. Ihr Gewicht von 3,6 kg konnte sie nun schon einige Zeit halten.

Die nächste Blutentnahme und somit auch die aktuellste.
Phosphat immer noch gut.
Hahnstoff auf 11,6 gesunken. Super!!!
Kreatin auf 226 gestiegen
Hämatokrit wieder auf 22
Die Retikulozyten arbeiten fleißig
Und die Entzündungszellen (Leukozyten) sind auf 8500 gesunken. Wieder in dem Normalbereich!

Ich kann nicht mehr, ich liebe dieses Mädchen. Ich habe solche angst sie zu verlieren.
Sie spielt, isst, trinkt, pischt, lässt Kot und putzt sich. Sie springt auch wieder auf Gegenstände hoch was sie vor einigen Wochen nicht mehr geschafft hat. Die schafft sie wieder! Nicht alle, aber die meisten. Sie ist nicht mehr Gelb, und an den meisten Tagen auch rosa im Gesicht. Wenn sie geschlafen hat stellt sich das weiß recht schnell ein und sie wird rosa. Sie sucht unsere Nähe und will kuscheln, das war nach der Klinik auch undenkbar.

Irgendetwas stimmt aber nicht.
Sie bricht ab und zu Wasser, wenn sie auf mal viel trinkt.
Sie isst bis heute nicht so richtig, wenig Hunger.
Ab und zu ist sie noch schlapp, wenn sie zB vorher gespielt hat.
Sie durchzuckt ab und zu mal etwas. Wie als würden wir grade einschlafen und runterfallen.

Die Blutwerte spielen mit uns, nun sind die Nieren wieder das Problem und die Anämie ist wieder schlechter geworden. Warum bloß?
Unsere Tierärztin ist übrigens Gold wert! Sie versucht alles und auch alles damit es für Bri so stressfrei wie es unter den Umständen für sie sein kann ist.
Wir wissen jedoch nicht mehr weiter.
Lesen, lesen, lesen….und bei jeder neuen Blutentnahme dreht sich das Bild wieder. Sie in Narkose zu legen ist sehr gefährlich wegen der Anämie. Das heißt CT etc. fallen erstmal weg.
Cortison Behandlung gegen die Anämie? -> geht nicht wegen der Nierenwerte.


Meine Tierärztin sagt das es ein Prozess ist den sie durchläuft, das es auch eine Autoimmunanämie sein kann. Zerstören sich ihre roten Blutkörperchen auf mal von selbst? Oder zu schnell?
Dauert es vielleicht auch einfach sehr lang bis das Antibiotikum im Körper abgebaut ist?

Das Nierenerkrankungen Anämien auslösen können ist mir bewusst, aber auch anders herum?
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Die ständige Frage was tun, was ist das Beste für die Maus, stress aussetzen oder doch nochmal abwarten?
Ich würde alles für sie tun!
Ich hoffe ihr habt ein paar Ratschläge für mich, Ideen was man machen könnte ohne ihr einer Gefahr oder Stress auszusetzen, oder ihr habt vielleicht Ausschlussverfahren die gut anwendbar sind.

Habe schon sämtliche Internetseiten gelesen, nichts passt so wirklich zu ihr.

Ich hoffe dass ich nichts vergessen habe.
Stellt mir alle Fragen die euch einfallen.

Dankeschön bis dahin.
Drückt ihr alle Katzenpfoten.


Steffi
 
Alt 16.07.2017, 19:46   Anzeige
NinaP
 
Standard AW: Hoher Kreatinwert und eine Anämie

Hallo Steffi_Bri,

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 16.07.2017, 21:07   #2
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Hoher Kreatinwert und eine Anämie

Das klingt sehr komplex. Mit immunbedingten Anämien habe ich kaum Erfahrung, möchte dir aber Mut machen, Cortison einzusetzen, so lange die Nierenwerte nicht astronomisch sind. Cortison erhöht ggfs die Magensäure, was bei CNI irgendwann eh ein Problem ist; dagegen gibt es aber Magensäurehemmer. Cortison kann einer autoimmunen Anämie entgegenwirken, ich würde das wirklich abwägen. Allerdings muss sie dabei natürlich weiter engmaschig kontrolliert werden.

EDIT:
Eine regenerative Anämie kann auch infolge einer schweren Infektion entstehen. Wenn diese im Griff ist, sollte aber auch die Anämie besser werden. Was ist mit ihren Zähnen? Kann da ein versteckter Herd liegen? Die Lunge ist jetzt unauffällig?
 
Alt 17.07.2017, 05:09   #3
Kalimera
Moderator(in)
Standard AW: Hoher Kreatinwert und eine Anämie

Das ist wirklich schwierig.
Bzgl. des Prednisolon hätte ich wegen der Nierenwerte nicht so große Bedenken (auch mein Kater hat damals trotz hoher Nierenwerte 7 Jahre lang täglich Cortison bekommen, ohne dass sich die Werte verschlechtert haben). Wenn dadurch die Anämie besser werden würde, wäre das ein großer Gewinn.
Bedenken hätte ich eher, wenn da eine bakterielle Entzündung im Körper wäre.
 
Alt 17.07.2017, 07:44   #4
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Hoher Kreatinwert und eine Anämie

Genau das denke ich auch, Eva - deshalb muss man sicher sein, dass man den Auslöser der Anämie kennt. Dafür braucht man einen guten Diagnostiker, die sind auch nicht immer leicht zu finden.
 
Alt 17.07.2017, 17:31   #5
Steffi_Bri
Standard AW: Hoher Kreatinwert und eine Anämie

Hallo Vilma, hallo Kalimera,

erstmal danke das ihr euch die Zeit genommen habt diesen langen Text zu lesen der sich sicher auch Wirr liest.
Wir können derzeit leider nichts ausschließen. Die Zähne nicht, und die Lunge auch nicht. Meine Tierärztin hat nie die Lunge in Verdacht gehabt. Zu Anfang dachte sie an eine Kehlkopfentzündung. Die Tierklinik macht daraus eine Lungenentzündung. Ich muss dazu sagen dass die sich in der Klinik auch nie sicher waren. Trotz Röntgenbilder, trotz Ultraschall. Es gab nie Geräusche die von der Lunge her rührten. Höchstens leichte Geräusche wenn das Stethoskop direkt an den Hals gehalten wurde. Das Fieber ging mit der Zeit runter und auch die Entzündungszellen sind auf 8500 in den "Normalbereich" gewandert. Könnte man nicht schon damit ausschließen dass noch eine Entzündung im Körper ist? Sei es bei den Zähnen oder in der Lunge/Kehlkopf? So sieht und hört man nichts. Denke sie müsste in Narkose um den Kiefer mal zu röntgen. Das geht leider nicht wegen der Anämie. Was passiert wenn sich eine Entzündung im Köper befindet und Cortison gegeben wird? Wir waren uns so sicher das dass Antibiotikum die Anämie ausgelöst haben muss, die Werte wurden besser nachdem wir es absetzten. Ich verstehe einfach nicht warum sie nun wieder schlechter werden.

Ich bin sehr Dankbar über jedes einzelne Kommentar!
 
Alt 17.07.2017, 18:59   #6
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Hoher Kreatinwert und eine Anämie

Ich kann mir schon vorstellen, dass eine Lungenentzündung vorlag: hohes Fieber, Speicheln, Inappetenz, auffälliges Röntgenbild, dazu die hohen Leukos. Aus eigener sehr bitterer Erfahrung kann ich dir sagen, dass Abhören extrem unzuverlässig ist. Bei meiner Katze haben 3 TÄ (!) den Ernst der Lage nicht erkannt und fanden die Lunge bei der Auskultation unauffällig. Als sie aufgrund ihrer Atembeschwerden zum Röntgen in Narkose gelegt wurde, erlitt sie einen Atemstillstand. Das Röntgen postmortem zeigte eine völlig dichte Lunge, die nur noch in einer kleinen Ecke belüftet war.

Bei einer immunbedingten Anämie hält das Cortison das Immunsystem in Schach und unterdrückt die Immunantwort. Bei einer bakteriellen Infektion aber das Immunsystem mit Cortison zu unterdrücken, wäre natürlich fatal. Deshalb muss man schon schauen, was der wahrscheinlichste Auslöser ist. Da die Anämie sich wieder verschlechtert, stellt sich die Frage, ob ggfs ein schwerer Infekt nun wieder aufflammt, nachdem kein AB mehr gegeben wird.

Das ist alles recht komplex und du brauchst wirklich einen sehr gründlichen TA, der nun alle Optionen noch mal abklopft. Hier können wir leider nur spekulieren.
 
Alt 18.07.2017, 17:03   #7
Steffi_Bri
Standard AW: Hoher Kreatinwert und eine Anämie

Das tut mir sehr leid!
Bri haben sie so zum Röntgen mitgenommen. Ich weiß nicht mit wie vielen Leuten sie sie festgehalten haben damit sie einigermaßen still hält. Und das nicht nur beim Röntgen, sondern auch beim Ultraschall.

Ich habe die Behandlung mit Cortison gestern nochmal mit meiner Tierärztin besprochen. Sie sagte sie fängt damit an wenn ich es wünsche, nur würde sie zumindest das nächste Blutbild (Mittwoch oder Donnerstag früh) abwarten. Sie hat diese Behandlungsmöglichkeit schon mehrfach in den Raum gestellt. Danke an dieser Stelle für die Erklärung. Das wäre natürlich fatal wenn sie nun doch noch irgendwo eine Entzündung im Köper hat und wir sie mit Cortison gegen die Anämie behandeln.
Ich habe jeden Tag angst das was auch immer sie hatte (Lugenentzündung/Kehlkopfentzündung oder etwas ganz anderes) wieder aufkeimt, da wir das Antibiotikum nach 10 Tagen abgesetzt haben. Meine Tierärztin glaubt das ihre Anämie durch dieses entstanden ist. Nach Bri´s Blutbildern/Anämiescreening ist das auch schlüssig und es geht ihr ohne dies auch deutlich besser. Ich fühle jede gefühlte Stunde ihre Ohren (nicht zuverlässig, ich weiß) ob diese wieder heiß werden.
Es ist sicher das Beste wenn Bri nochmal geröngt wird, wenn sie nochmal geschallt wird.
Wenn diese Fahrt nicht wäre, wenn sie das nicht so unglaublich stressen würde....
Was sein muss, muss sein. Ich warte nun noch das nächste Blutbild ab, ist das wieder schlechter, muss was getan werden. Dem Köper Zeit zur sellbstheilung geben, ja, aber den Zeitpunkt verpassen ihr die medizinische Hilfe zu geben die sie braucht, nein.
 
Alt 18.07.2017, 20:10   #8
Kalimera
Moderator(in)
Standard AW: Hoher Kreatinwert und eine Anämie

Ich kann mir gut vorstellen, in welchem Dilemma Du steckst .
Ich drücke die Daumen, dass die Blutwerte sich jetzt verbessert haben.
 
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