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Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

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Alt 11.02.2007, 14:37   #1
Cooniecat

Standard Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Welche Rechte hat man als Käufer einer Zuchtkatze,bei der sich 2 Monate nach
Kauf durch eine seltene Krankheit(die nicht vorherzusehen oder zu testen war) herausstellt,daß sie zuchtuntauglich ist und zum Wohle der Katze kastriert werden muß.
Gibt es sowas,wie eine Gesundheitsgarantiefrist(blödes Wort)
und müßte man nicht die Überzahlung zum Wert eines Lieberhabertieres wieder zurückerstattet bekommen?
 
Alt 11.02.2007, 14:37
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Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

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__________________
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Alt 11.02.2007, 20:00   #2
GBBKH
Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Zitat:
Zitat von Cooniecat Beitrag anzeigen
Welche Rechte hat man als Käufer einer
Gibt es sowas,wie eine Gesundheitsgarantiefrist(blödes Wort)
und müßte man nicht die Überzahlung zum Wert eines Lieberhabertieres wieder zurückerstattet bekommen?
Hallo,

selber habe ich da keine Ahnung ob es eine Art Gesundheitsgarantiefrist gibt, ist wohl eher rechtliche Grauzone. Die Differenz zwischen den Kosten vom Zuchttier zum Liebhabertier sollte man aber schon zurückerstattet bekommen.

Gruß

Guido
 
Alt 11.02.2007, 20:01   #3
Teufeline
Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Hallo Kathrin,

Zitat:
Zitat von Cooniecat Beitrag anzeigen
Welche Rechte hat man als Käufer einer Zuchtkatze,bei der sich 2 Monate nach Kauf durch eine seltene Krankheit(die nicht vorherzusehen oder zu testen war) herausstellt,daß sie zuchtuntauglich ist und zum Wohle der Katze kastriert werden muß.
Gibt es sowas,wie eine Gesundheitsgarantiefrist(blödes Wort)
und müßte man nicht die Überzahlung zum Wert eines Lieberhabertieres wieder zurückerstattet bekommen?
Wenn im Kaufvertrag ausdrücklich steht, dass das Tier ein Zuchttier ist und aus irgendwelchen Gründen nicht zur Zucht geeignet ist, sollte der Verkäufer den Mehrbetrag zum Liebhabertier zurückerstatten, weil eine Eigenschaft zugesagt worden ist, die ja dann nicht zutrifft.
Deswegen machen viele Züchter keinen Unterschied im Preis zwischen Zucht-und Liebhabertier (ich auch nicht, weil ich einfach nichts zusichern mag, von dem ich nicht weiss, ob es denn mal eintrifft)


LG, Kordula
 
Alt 11.02.2007, 20:21   #4
Cooniecat

Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Zitat:
Zitat von GBBKH Beitrag anzeigen
Hallo,

selber habe ich da keine Ahnung ob es eine Art Gesundheitsgarantiefrist gibt, ist wohl eher rechtliche Grauzone. Die Differenz zwischen den Kosten vom Zuchttier zum Liebhabertier sollte man aber schon zurückerstattet bekommen.

Gruß

Guido
Ja,dachte ich eigentlich auch.
Ist wohl nicht immer so oder wird von Züchter zu Züchter anders gehändelt .
 
Alt 11.02.2007, 20:24   #5
Cooniecat

Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Zitat:
Zitat von Teufeline Beitrag anzeigen
Hallo Kathrin,



Wenn im Kaufvertrag ausdrücklich steht, dass das Tier ein Zuchttier ist und aus irgendwelchen Gründen nicht zur Zucht geeignet ist, sollte der Verkäufer den Mehrbetrag zum Liebhabertier zurückerstatten, weil eine Eigenschaft zugesagt worden ist, die ja dann nicht zutrifft.
Deswegen machen viele Züchter keinen Unterschied im Preis zwischen Zucht-und Liebhabertier (ich auch nicht, weil ich einfach nichts zusichern mag, von dem ich nicht weiss, ob es denn mal eintrifft)


LG, Kordula
Hallo Kordula,ich habe das auch schon gelesen,daß es gleiche Preise gibt von Zucht-und Liebhabertieren,aber ist es dann nicht so,daß dann doch die Tiere eher in die Zucht verkauft werden,weil den Liebhabern der Preis zu hoch ist?
 
Alt 11.02.2007, 20:38   #6
Isis

 
Avatar von Isis
Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Zitat:
Zitat von Cooniecat Beitrag anzeigen
Hallo Kordula,ich habe das auch schon gelesen,daß es gleiche Preise gibt von Zucht-und Liebhabertieren,aber ist es dann nicht so,daß dann doch die Tiere eher in die Zucht verkauft werden,weil den Liebhabern der Preis zu hoch ist?
Ich habe von 3 verschiedenen Züchtern gekauft, und jedesmal musste ich unterschreiben, dass ich nicht züchte, und dass ich die Kastrationsbescheinigung vorlege. Geschieht dies nicht, muß ich noch einmal bis zum doppelten des Kaufpreises bezahlen.
 
Alt 11.02.2007, 20:44   #7
Harlekin173

Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

@cooniecat

es gibt da rein rechtlich keine Möglichkeit Geld zurückerstattet zu bekommen, da der Züchter da ja nichts zu kann usw ....

Das Tier verliess ja nachweisslich gesund den Haushalt ...

Es hilft da nur sich evtl gütig zu einigen und die Differenz erstattet zu bekommen , aber ein "Recht" hat man nicht drauf.

Ich kenne zb den Fall das eine Zuchtkatze eine Fehlgeburt durch einen Unfall beim Toben hatte, dann eine Gebärmmutterentzündung bekam und dann kastriert werden musste...

Die Frau hat sich dann mit der Züchterin aus "Kulanz" geeinigt - ansonsten hat man "Pech gehabt".
 
Alt 11.02.2007, 20:59   #8
Elmo

Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Hallo,

so komsich es jedem Menschen mit gesunden Menschenverstand scheinen mag, wenn man eine "neue" Katze verkafut hat und keine "gebrauchte" und das ist wohl bei einem Kitten der Fall, dann kann es gut sein, daß man tatsächlich als Züchter den Differenzbetrag zurückzahlen muss und zwar sogar ziemlich lange nach dem Verkauf.
Ich kopier euch hier mal ein Urteil bezüglich eines Pferdes rein, das ist schon sehr seltsam. Aber nur konsequent, da Tiere weiterhin "Dinge" sind.

Zitat:
AHO Aktuell - Informationen zur Tiergesundheit

Wann ist ein Tier >neu<, wann >gebraucht<? (22.11.2006)

-----------------------------------------------------------
Karlsruhe (aho) - Der unter anderem für das Kaufrecht zuständige VIII.
Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte über die Frage zu entscheiden,
ob ein sechs Monate altes Fohlen "gebraucht" im Sinne der Vorschriften
des Bürgerlichen Gesetzbuches über den Verbrauchsgüterkauf (§§ 474 ff.
BGB) ist. Tiere sind zwar keine Sachen und demzufolge auch keine
"Verbrauchsgüter", jedoch sind die dafür geltenden Vorschriften auf
Tiere entsprechend anzuwenden (§ 90a Satz 3 BGB). Die Unterscheidung
zwischen "neuen" und "gebrauchten" Tieren - in der Praxis handelt es
sich meist um Pferde - ist für die Frage von Bedeutung, ob beim
Verkauf eines Tieres durch einen Unternehmer an einen Verbraucher die
zweijährige Verjährungsfrist für Mängelansprüche des Käufers (§ 438
Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 BGB) auf ein Jahr abgekürzt werden kann, was nur
beim Verkauf gebrauchter Sachen oder Tiere möglich ist (§§ 475 Abs. 2,
90a BGB).

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall erwarb der Kläger am
27. Oktober 2002 von der Beklagten auf einer von ihr veranstalteten
Auktion ein sechs Monate altes Hengstfohlen, welches nach einem
medizinischen Untersuchungsprotokoll keine Gesundheitsschäden aufwies.
Die von der Beklagten verwendeten Auktionsbedingungen bestimmen, dass
die Pferde als "gebrauchte Sachen im Rechtssinne" verkauft werden und
dass Gewährleistungsrechte des Käufers innerhalb von zwölf Monaten
nach Gefahrübergang verjähren. Am 13. Oktober 2004 - nach Ablauf der
Zwölfmonatsfrist, aber vor Ablauf von zwei Jahren - erklärte der
Kläger den Rücktritt vom Kaufvertrag mit der Begründung, das Fohlen
leide an einem angeborenen Herzfehler und sei deshalb mangelhaft. Die
Beklagte lehnte die Rückabwicklung des Kaufvertrags unter Berufung auf
die in ihren Auktionsbedingungen vorgesehene Verjährungsfrist von
zwölf Monaten ab.

Die daraufhin erhobene Klage auf Rückzahlung des Kaufpreises gegen
Rückgabe des Fohlens sowie auf Aufwendungsersatz wies das Landgericht
wegen Verjährung ab. Es sah das Fohlen als "gebrauchte Sache" an und
hielt deshalb die Abkürzung der Verjährungsfrist auf zwölf Monate für
wirksam. Das Oberlandesgericht wies die hiergegen gerichtete Berufung
des Klägers zurück. Die vom Berufungsgericht zugelassene Revision des
Klägers führte zur Aufhebung des Berufungsurteils und zur
Zurückverweisung des Rechtsstreits an das Oberlandesgericht.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Kläger den Rücktritt
rechtzeitig, nämlich innerhalb der hier maßgeblichen zweijährigen
Verjährungsfrist erklärt hat. Die Abkürzung der Verjährungsfrist auf
ein Jahr in den Auktionsbedingungen der Beklagten ist zum einen schon
deshalb unwirksam, weil es sich bei der betreffenden Klausel um eine
von der Beklagten verwendete Allgemeine Geschäftsbedingung handelt,
die ohne Ausnahme alle Gewährleistungsrechte des Käufers und damit
unter anderem auch etwaige auf einen Mangel des verkauften Pferdes
zurückzuführende Schadensersatzansprüche erfasst. Für derartige
Ansprüche, soweit sie auf Ersatz von Körper- und Gesundheitsschäden
gerichtet oder auf grobes Verschulden gestützt sind, kann die Haftung
in Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht wirksam begrenzt werden (§
309 Nr. 7 Buchst. a und b BGB). Eine hiernach unzulässige
Haftungsbegrenzung stellt auch die Abkürzung der Verjährungsfrist für
die betreffenden Ansprüche dar. Der Verstoß gegen § 309 Nr. 7 BGB hat
zur Folge, dass die Abkürzung der Verjährungsfrist insgesamt - auch
für den Rücktritt des Käufers wegen des behaupteten Mangels -
unwirksam ist.

Zum anderen ist die Verjährungsregelung in den Auktionsbedingungen der
Beklagten aber auch deswegen unwirksam, weil die Verjährungsfrist bei
einem Verbrauchsgüterkauf im Fall des Verkaufs neuer Sachen und Tiere
nicht auf weniger als zwei Jahre abgekürzt werden kann (§ 475 Abs. 2
BGB). Das Fohlen war zur Zeit der Auktion nicht "gebraucht", weil es
bis dahin weder als Reittier noch nur Zucht verwendet worden war.
Einer in der rechtswissenschaftlichen Literatur verbreiteten
Auffassung, wonach Tiere stets als "gebraucht" im Sinne der
Vorschriften über den Verbrauchsgüterkauf anzusehen seien, ist der
Bundesgerichtshof nicht gefolgt. Er konnte auch offen lassen, ob und
wann ein Tier unabhängig von der Frage, welchem Zweck es dienen soll
und ob es dafür schon verwendet worden ist, allein durch Ablauf einer
gewissen Zeitspanne nach der Geburt zur "gebrauchten" Sache wird. Nach
dem in den Gesetzesmaterialien zum Ausdruck gebrachten Willen des
Gesetzgebers ist auch beim Tierkauf zwischen "neuen" und "gebrauchten"
Kaufobjekten zu unterscheiden; jedenfalls junge Haustiere sollen
danach nicht als "gebraucht", sondern als "neu" anzusehen sein
(BT-Drucks. 14/6040, S. 245). Der bloße Zeitablauf ist daher
unerheblich, solange das Tier noch "jung" ist. Das war bei dem im
Zeitpunkt des Verkaufs erst sechs Monate alten Fohlen, das sich
überdies noch nicht von der Mutterstute "abgesetzt" hatte, ohne
Zweifel der Fall.

Ob eine Sache oder ein Tier neu oder gebraucht ist, bestimmt sich
nach einem objektiven Maßstab; anders als Berufungsgericht gemeint
hat, konnten die Parteien somit auch nicht rechtswirksam vereinbaren,
dass es sich bei dem verkauften Fohlen um ein gebrauchtes Tier
handele, weil durch eine solche Vereinbarung der vom Gesetzgeber
beabsichtigte Verbraucherschutz ausgehöhlt würde.

Das Oberlandesgericht wird nunmehr festzustellen haben, ob das
Fohlen, wie vom Kläger behauptet, an einem Herzfehler leidet, der
bereits zur Zeit der Auktion vorhanden war.

Urteil vom 15. November 2006 - VIII ZR 3/06

Landgericht Kiel - 4 O 279/04 ./. Schleswig-Holsteinisches
Oberlandesgericht - 3 U 42/05 (unter anderem abgedruckt in OLGReport
Schleswig 2006, 193).
Und sogar bei einer "gebrauchten" Katze gibt es eine recht lange Gewährleistungspflicht...
Ich hatte das neulich mal geschickt bekommen und mich sehr gewundert, aber so ist wohl die derzeitige Rechtsprechung.

Liebe Grüße
Andrea
 
Alt 11.02.2007, 21:00   #9
Cooniecat

Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Zitat:
Zitat von Isis Beitrag anzeigen
Ich habe von 3 verschiedenen Züchtern gekauft, und jedesmal musste ich unterschreiben, dass ich nicht züchte, und dass ich die Kastrationsbescheinigung vorlege. Geschieht dies nicht, muß ich noch einmal bis zum doppelten des Kaufpreises bezahlen.
Ja das ist richtig und wahrscheinlich auch üblich,wenn man ein Liebhabertier kauft.
 
Alt 11.02.2007, 21:05   #10
Cooniecat

Standard AW: Rechte beim Kauf einer Zuchtkatze

Zitat:
Zitat von Harlekin173 Beitrag anzeigen
@cooniecat

es gibt da rein rechtlich keine Möglichkeit Geld zurückerstattet zu bekommen, da der Züchter da ja nichts zu kann usw ....

Das Tier verliess ja nachweisslich gesund den Haushalt ...

Es hilft da nur sich evtl gütig zu einigen und die Differenz erstattet zu bekommen , aber ein "Recht" hat man nicht drauf.

Ich kenne zb den Fall das eine Zuchtkatze eine Fehlgeburt durch einen Unfall beim Toben hatte, dann eine Gebärmmutterentzündung bekam und dann kastriert werden musste...

Die Frau hat sich dann mit der Züchterin aus "Kulanz" geeinigt - ansonsten hat man "Pech gehabt".
Hm,einen Unfall kann man natürlich nie absichern,da muß die Züchterin schon einen sehr großzügigen Tag erwischt erwischt haben,wenn sie dann noch Kulanz zeigt.
Würde ich,glaube ich ,nicht machen.Das wäre in meinen Augen wirklich Pech
 
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