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Tödliche Niereninsuffienz 6-jährige Katze

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Alt 06.12.2016, 06:44   #1
süssemarie
Standard Tödliche Niereninsuffienz 6-jährige Katze

Meine immer muntere erst sechsjährige Katze hatte im Mai 2016 ein Blasenproblem, konnte nicht richtig puschen, saß lange auf dem Klo, wenn, dann kam nur ganz wenig, und das war sehr konzentriert, einmal kam nur was geleeartiges, ganz wenig. Sie ging dann nicht mehr aufs Klo sonder in Ecken auf dem Boden.

Bin mit ihr zum Tierarzt, kleine Antibiotikaspritze glaube ich unter die Haut, und für einige Tage was ins Mäulchen gegeben, eine Paste.

Dann klappte auch alles wieder, sie konnte wieder und es ging ihr gut.
Grundsätzlich hat sie schon länger mal irgendwo hingemacht oder gegengemacht, normal konzentrierter Urin. Das geschah nur ab und zu. Habe mir da weiter keine Gedanken gemacht.

Im September dann begann sie, ganz gezielt - meist unbemerkt von mir - in kleine Behältnisse und Schüsselchen (Fressnapf etc.) zu puschen, ohne einen Tropfen daneben zu machen. Dieser Harn war dünn. Habe mir immer noch nichts dabei gedacht. ich habe noch drei andere Katzen, wusste nicht, welche es war.

Schließlich machte sie auf der Tischplatte und auf glatten Flächen große Pfützen mit sehr dünnem Urin. Dann auf die Dielen, schließlich sah ich, wie sie vom Küchenschrank oben hinunter puschte, recht
viel, und auch wieder sehr dünner Urin. Ich wusste nun, welche Katze es war und beobachtete sie, rief den Tierarzt an, der meinte, ich solle einfach mal mit ihr vorbeikommen, sonst nichts.

Bevor ich mich zum Tierarzt am nächsten Tag auf den Weg machen wollte, sah ich, wie meine kleine Katze (Marie) eine Vorderpfote schüttelte und entdeckte dabei, dass diese sonst kleine zarte Pfote nun auf einmal breiter und dicker war. Marie aß und trank noch ganz normal und hatte scheinbar da keinen Schmerz. Beim Tierarzt tippte dieser auf eine Wunde am Ballen, man sah eine Stelle, als wäre da ein Splitter eingedrungen.

Seine Behandlung: Antibiotika, Entzündungshemmer, sonst nichts.
Doch die Pfote wurde dicker, schwoll auch überall an und die Sohle fing an, etwas zu bluten. Der Tierarzt meinte, Blutung wäre gut, nichts draufmachen, Entzündungsherd würde so rausgespült.

Dann, nach einigen Tagen fraß sie nicht mehr, hörte auch langsam auf zu trinken. Pfote fing an zu eitern, auch zuvor etwas Blut, Tierarzt meint: vermutlich nun Bakterielle starke Entzündung, - er entfernte entzündetes Gewebe aus der Wunde am Ballen. Behandlung nun: Eine spezielle Therapie gegen Bakterien, Salbe für den Ballen, Zusatzfutterpaste täglich 2x ins Mäulchen geben, denn sie war bereits sehr abgemagert, sie hatte ganz aufgehört zu fressen. Marie kam kaum noch aus ihrem Körbchen, blickte mich an mit immer mehr einfallenden aber noch klaren Augen, wirkte still und traurig. Inzwischen fiel mir auf, dass die Zunge nicht mehr rosig sondern relativ weiß war. Ich las einen Artikel, dass dies auf Anämie, also Blutarmut hindeutete. Sie knabberte zuvor auch am Katzenstreu. Ich sprach noch mal mit dem Arzt und teilte ihm das alles mit, was mir also auffiel. Er sagte nichts dazu.

Ich fuhr mit Marie am nächsten Tag in die Klinik. Genaue Blutuntersuchung, Röntgen, Ultraschall der einen Niere. Diagnose: Chronische Niereninsuffienz, Niere kaum noch sichtbar im Ultraschallbild. Blut hochgradig dünn, wenig rote Blutkörperchen, sehr anämisch, sehr schlechte Nierenwerte, hohe Rückstände im Blut von allen harnpflichtigen Substanzen. Leberwerte in Ordnung. Glukose ausreichend.

Dringende Empfehlung der Klinikärztin: Erlösen, keine Hoffnung auf Besserung, schlimmes Stadium von Nierenversagen.

Ich habe unter Schmerz und Tränen der Einschläferung da auch zugestimmt, mache mir aber Riesenvorwürfe deshalb heute. Ich weiß nicht, wie eine so junge Katze aus heiterem Himmel so schlimm an den Nieren erkranken kann. Ich las, dass die Pfotensache wahrscheinlich Wasser in der Pfote war, wie ein Ödem, das soll bei dieser Krankheit passieren.

Wer kennt sich mit dem aus, was meiner Marie passiert ist, so schnell und unerwartet, wie kann sowas passiere, denn sie war eine Wohnungskatze, es sind keine Gifte, die herumstehen da, und die Wohnung ist trocken. Ich will wirklich das ganze richtig verstehen können, meine Selbstvorwürfe wegen der Einschläferung und dass ich nichts rechtzeitig über mehr und andere Arztbesuche verhindern konnte.

Ich bin für alle Hinweise und Erklärungen so dankbar, denn nun mache ich mir neben meiner Trauer auch um meine anderen drei Katzen täglich große Sorgen. Das Futter war bis dahin mittelpreisiges Discountfutter, kleine Schälchen, auch Felix etc. daran kann es doch nicht liegen? Danke im Voraus für Antworten.
(Ich bin noch am Überlegen, ob sie an Spülmittel rankam und etwas leckte. Ich denke auch darüber nach, ob ein chemisches Flohspray, dass ich am Boden versprüht habe, aber ausreichend die Zimmer gelüftet habe, vielleicht an den Dielen dünn haften geblieben ist, Schuld sein könnte, denn ich habe den Fußboden nicht mit Wasser nachgewischt, und Katzen laufen ja herum und lecken ihre Pfoten, waschen sich).
 
Alt 06.12.2016, 06:44   Anzeige
NinaP
 
Standard AW: Tödliche Niereninsuffienz 6-jährige Katze

Hallo süssemarie,

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 06.12.2016, 08:36   #2
chilli 1
Moderator(in)

 
Avatar von chilli 1
Standard AW: Tödliche Niereninsuffienz 6-jährige Katze

Es tut mir sehr leid, dass du deinen Schatz auf diese Weise verloren hast,

hab eine schöne Zeit im Land hinter dem Regenbogen bei all unseren Sternchen kleine Maus.


Ich verstehe auch sehr gut, dass du dir Gedanken machst, was war, was hätte man anders machen können, aber das bringt dir deine Maus nicht zurück.

Man kann auch nur spekulieren,

möglich ist auch eine Sepsis mit akutem Nierenversagen oder, oder, oder.
Es gibt ja auch kein Blutbild von davor.

Ich wünsche dir alles Liebe und nehme dich virtuell tröstend in den Arm,
es ist immer schlimm, wenn uns einer unserer Schätze verlässt.
 
Alt 06.12.2016, 10:13   #3
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Tödliche Niereninsuffienz 6-jährige Katze

Es tut mir sehr leid um deine Maus, so etwas ist immer schwer zu verkraften, zumal man sich selber in der Schuld sieht. Dem ist aber nicht so.

Die Ursachen für CNI sind sehr vielfältig; man weiß bis heute nicht im Detail, was manchmal alles zusammenspielt. Genetik, Fütterung, Unfalltrauma, Vergiftung, unbehandelte bzw. nicht ausreichend behandelte Harnwegserkrankungen usw. können mögliche auslösende Faktoren sein.

Bei einer so jungen Katze ist eine genetische Disposition denkbar, oder die damalige Blasenentzündung wurde nicht richtig austherapiert und Bakterien sind zu den Nieren aufgestiegen. Oder, wie Liz schrieb, akutes Nierenversagen aufgrund einer Sepsis durch die Pfotenverletzung. Das ist aber alles nur Spekulation. Weißt du etwas über ihre Vorgeschichte in jüngeren Jahren? Seit wann war sie bei dir?

Eine befriedigende Antwort wird es leider nicht geben. Ich hoffe, dass du bald nur noch mit Freude und Dankbarkeit auf eure gemeinsame Zeit zurückblicken kannst. Alles andere hätte deine Maus nicht gewollt.
 
Alt 06.12.2016, 17:39   #4
mortikater

 
Avatar von mortikater
Standard AW: Tödliche Niereninsuffienz 6-jährige Katze

Ich denke ähnlich wie Lina, dass eine nicht austherapierte Blasenentzündung am ehesten als Auslöser in Frage kommt. Zumal die Katze öfter irgendwo hingemacht hat, das kann ein Symptom für eine Blasenentzündung sein.

Persönlich habe ich so eine Geschichte mit meinem ersten Kater, Morti, erlebt. Er bekam nach unzureichend therapierter Blasenentzündung ein akutes Nierenversagen, konnte aber durch stationären Aufenthalt in einer Tierklinik gerettet werden.

Genau wird man es nun nicht sagen können, es ist unendlich traurig und ich verstehe, wie sehr Du darunter leidest.

Bei meinem damals sechsjährigen Mika wurde im Rahmen eines Routinechecks (Blutbild) eine CNI in Stadium III festgestellt, ansonsten hatte er keine Symptome. Mika hatte einen sehr langsamen Verlauf, ich habe auch Fehler gemacht in der Behandlung, schmerzlich erfahren müssen wie wichtig Phosphatbindung ist, aber Mika ist 16 Jahre alt geworden und nicht an der CNI gestorben. Teilweise hängt es damit zusammen, dass wir die Krankheit so relaliv früh entdeckt haben, ein Teil war Glück.

Aber seitdem bin ich ein Fan von regelmäßigen Blutbildern. Ich fange nicht gleich bei den Kitten an, aber wenn sie ein paar Jahre alt sind, lasse ich bei allen einmal jährlich ein Blutbild machen. Schlechte Zähne können speziell bei Katzen auch auf die Nieren gehen, deshalb ist Zahngesundheit wichtig.

Letztlich ist das auch keine Garantie, dass sie nicht an was anderem sterben, aber wenn Krankheiten in frühen Stadien entdeckt werden, kann man meistens doch noch mehr tun.
 
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