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Stadt, Land, Katze(n)

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Alt 22.11.2017, 17:21   #1
GattoGatto
Standard Stadt, Land, Katze(n)

Liebes Forum,

als Neuling ein "Hallo" in die Runde!

Ich lebe seit zwei Monaten mit einer 6,5jährige BKH Katze zusammen, die ich adoptiert habe. Sie war ihr Leben lang eine reine Wohnungskatze, hier hat sie nun einen gesicherten Balkon direkt vor einer großen Baumkrone, auf dem sie gerne die Vögel beobachtet (und sie wohl auch gerne fressen würde).

Zu ihrem Charakter, wie ich sie in den letzten Wochen kennengerlent habe: Sie ist sehr anhänglich, mein kleiner Schatten: dort wo ich bin, ist sie meistens auch. Nicht auf dem Schoß, aber sie sitzt gerne neben mir auf dem
Sofa, schläft jeden Abend am Fußende des Bettes, fordert aktiv das Spielen ein (apportiert kleine Spielzeuge) und ist extrem neugierig. Alles was neu in die Wohnung kommt wird sorgfältig inspiziert. Abends mag sie es zu kuscheln: dann legt sie sich an meine Seite ins Bett und lässt sich bei lautem Schnurren ausgiebig den Bauch kraulen, manchmal schläft sie dabei auch ein, was ich neben ihren Schleckattacken und Köpfeln als Zeichen werte, dass sie mich mag und sich bei mir sicher fühlt. Kommen Fremde in die Wohnung versteckt sie sich aber sofort unter dem Bett und nur bei vertrauten Stimmen siegt dann doch die Neugier. Frauen ist sie aufgeschlossener als Männern gegenüber. Aber auch da gibt es Erfolge: mein Freund durfte sie vor einem Monat nie streicheln, mittlerweile hat sie ihn akzeptiert, auch wenn ich weiterhin das Gefühl habe, sie hätte mich lieber für sich alleine.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Mein Freund wohnt auf dem Land, ich in der Stadt. Gerne würden wir auf dem Land zusammenziehen, das Kätzchen könnte dort einen riesigen, eingezäunten Garten haben - zum ersten Mal in ihrem Leben. Denn wenn ich ehrlich bin: manchmal bedrückt es mich sehr, dass ich ihr keinen Freigang bieten kann. Ich müsste von dort allerdings zur Arbeit in der Stadt pendeln, sprich, Sonntagsabend in meine jetzige Stadtwohnung und Mi/Do zurück in die Provinz.

Glaubt ihr, diese Umstellung könnte die Kleine gut verkraften? Vor allem, wenn ihre Bezugsperson einige Tage nicht da ist und stattdessen "nur" mein Freund? Kann sie sich mit der Zeit mehr an ihn gewöhnen, würde der Garten darüber "hinwegtrösten", dass ich nicht immer da bin? Wäre es gut, eine zweite Katze dazuzuholen..? Ihr merkt, ich mache mir sehr viele Gedanken und hoffe auf eure Erfahrungen!

Danke,
GattoGatto
 
Alt 22.11.2017, 17:21
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Standard AW: Stadt, Land, Katze(n)

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 22.11.2017, 19:15   #2
amalie
 
Avatar von amalie
Standard AW: Stadt, Land, Katze(n)

Normalerweise ist für Katzen Freigang sehr sehr wichtig. Nicht umsonst wird hier oft gewarnt, dass man Freigänger, insbesondere wenn sie noch jünger sind, dann nicht mehr in der Wohnung halten kann. Du hast dann eine Freigängerin mit allen Konsequenzen.

Ich habe auch Katzen, die sehr sehr auf mich fixiert sind. Aus gesundheitlichen Gründen bin ich öfters mal auf Reha und dann 3-5 Wochen nicht zuhause. Es klappt eigentlich ganz gut nur mit meinem Mann. Futter ist nämlich auch noch sehr sehr wichtig für Katzen.

Derzeit hat deine Katzen nur den persönlichen Bezug zu dir. Später hätte sie Freigang (und regelmäßiges Futter sowieso). Ich glaube, dass das sehr gut klappen könnte. Wenn mein Mann und ich in Urlaub sind, dann zieht meine Schwägerin hier ein. Und auch sie hat dann schnell Kontakt auch zu meinen scheueren Katzen, weil die Katzen im gewohnten Umfeld sind und nur jemand anderer am Computer sitzt, der die gewohnten Streicheleinheiten gibt.
 
Alt 22.11.2017, 20:37   #3
Saabiene
 
Avatar von Saabiene
Standard AW: Stadt, Land, Katze(n)

Nehme deine Maus erst mit aufs Land, wenn sie deinen Freund zu 75-80% so liebt wie dich. Dann fühlt sie sich bei ihm wohl während deiner Abwesenheit.

Es kommt auf das Umfeld und den Charakter der Freigänger an. Meine Pflegekaterchen waren bei mir immer draußen und leben seit dem 9. Monat in einer großen Wohnung mit großen gesicherten Balkon.
 
Alt 22.11.2017, 20:55   #4
zouzounaki
Standard AW: Stadt, Land, Katze(n)

Zitat:
Zitat von GattoGatto Beitrag anzeigen
Glaubt ihr, diese Umstellung könnte die Kleine gut verkraften?
Vor allem, wenn ihre Bezugsperson einige Tage nicht da ist und stattdessen "nur" mein Freund?
ich würde davon ausgehen. Zumal bei aller Anhänglichkeit: Das ist eine Katze, kein Hund und noch weniger ein (Menschen)kind.
Ich will Dir auch nicht zu Nahe treten, aber die Katze ist 6,5 Jahre alt und Du hast sie erst 2 Monate.
Überschätze also ihre Anhänglichkeit Dir gegenüber nicht, die hätte sie vielleicht nicht allen und jedem, aber auch zu anderen Menschen gezeigt, die sie adoptiert hätten.

Sie wird sich vielleicht 1-2 Tage verstecken und will wahrscheinlich selbst erstmal nicht raus, sollte sie auch nicht gleich, auch wenn der Garten ja gesichert ist.
Ich würde umziehen, aber danach mind. ein paar Tage frei nehmen, also nicht gleich "weg" sein. Aber insgesamt sind Katzen viel robustere Tiere, als man manchmal meint.

Zitat:
Kann sie sich mit der Zeit mehr an ihn gewöhnen, würde der Garten darüber "hinwegtrösten", dass ich nicht immer da bin?
so lange bist Du ja nicht weg.

Und überleg mal: Selbst wenn Du nicht mit Deinem Freund zusammengezogen wärst: Wolltest Du nie wieder in den nächsten 10-15 Jahren in Urlaub fahren?

Sie wird im Garten viel mehr von dem machen können, was ihr die Natur in die Wiege gelegt hat und sicher ist sie auch, so dass Du Dir keine Gedanken machen musst.

Vielleicht noch wichtig: Auch wenn sie süß und knuddelig sind, wir reden ab 1 Jahr von einem erwachsenen Tier, nicht von einem Menschenbaby oder Kind.

Zitat:
Wäre es gut, eine zweite Katze dazuzuholen..?
nicht jede Katze findet es prickelnd, nachdem sie mehrere Jahre allein lebte, eine 2. Katze an ihrer Seite zu haben.
Bei manchen zu vermittelnden Tieren wird ausdrücklich gesagt, dass der Besitzer Zeit, aber kein 2. Tier haben sollte.
Kann man m.E. pauschal nicht sagen. Wenn es machbar ist, ist eine 2. Katze aber sicher nicht verkehrt.
 
Alt 22.11.2017, 21:23   #5
GattoGatto
Standard AW: Stadt, Land, Katze(n)

Zitat:
Zitat von zouzounaki Beitrag anzeigen

Und überleg mal: Selbst wenn Du nicht mit Deinem Freund zusammengezogen wärst: Wolltest Du nie wieder in den nächsten 10-15 Jahren in Urlaub fahren?

Sie wird im Garten viel mehr von dem machen können, was ihr die Natur in die Wiege gelegt hat und sicher ist sie auch, so dass Du Dir keine Gedanken machen musst.

Vielleicht noch wichtig: Auch wenn sie süß und knuddelig sind, wir reden ab 1 Jahr von einem erwachsenen Tier, nicht von einem Menschenbaby oder Kind.

nicht jede Katze findet es prickelnd, nachdem sie mehrere Jahre allein lebte, eine 2. Katze an ihrer Seite zu haben.
Bei manchen zu vermittelnden Tieren wird ausdrücklich gesagt, dass der Besitzer Zeit, aber kein 2. Tier haben sollte.
Kann man m.E. pauschal nicht sagen. Wenn es machbar ist, ist eine 2. Katze aber sicher nicht verkehrt.
Danke schön, ich glaube, das musste ich mal hören!

Seit sie hier ist, mache ich mir EXTREM viele Gedanken um ihr Wohlbefinden. So sehr, dass ich es oft schon nicht mehr genießen kann, sie hier zu haben. Ob sie es warm genug hat, ob sie sich nach einem Spielkameraden sehnt, ob sie bei Rentnern mit Haus und Garten glücklicher wäre, wie sie es verkraftet, wenn wir 14 Tage in Urlaub sind - Kätzchen maunzt einmal lauter als sonst und schon springe ich auf, um zu schauen, was los ist. Und ich hab immer ein schlechtes Gewissen, dass sie alleine ist...

Ob sie nach all den Jahren überhaupt noch mit anderen Katzen zurechtkommen würde, was denkt ihr? Sie hatte bereits mehrere Vorbesitzer, beim vorletzten wurde sie abgegeben, weil sich das Paar einen Babykatzenkater geholt hatte - sie hat das Fressen eingestellt, war ganz verstört und ist immer dünner geworden.
 
Alt 23.11.2017, 01:33   #6
zouzounaki
Standard AW: Stadt, Land, Katze(n)

Zitat:
Zitat von GattoGatto Beitrag anzeigen
Danke schön, ich glaube, das musste ich mal hören!
gern! ich habe gehofft, dass Du es mir nicht krumm nimmst

Zitat:
Seit sie hier ist, mache ich mir EXTREM viele Gedanken um ihr Wohlbefinden. So sehr, dass ich es oft schon nicht mehr genießen kann, sie hier zu haben. ....
spricht für Dich! Du machst Dir Gedanken, das ist gut.
Aber- dann verpasst Du zu sehen, wie wohl sie sich fühlt. Und zum Rest. Klar ist ein Haustier, aber was hilft zu sehen: Das ist ein kleines domestiziertes Raubtier. Der Mini-Tiger ist mehr als nur eine knuddelige Vorstellung, das ist ein Mini-Tiger der längst erwachsen ist. In Menschenjahre entspricht sie einer 45jährigen und ich vermute, sie ist biologisch damit älter als Du

Dass man als Mensch dann schon mal das gleiche Gefühl wie zu einem Kind spürt ist ok, nur sollte man sich sagen können, es ist keins! Sie braucht nicht das gleiche wie ein Menschenkind, nicht das gleiche wie ein erwachsener Mensch, das kann sogar schädlich sein.

Was die Katze in erster Linie will und wann sie sich wohl fühlt? wenn sie Futter bekommt, das sie mag, gern auch mal ein Leckerli, eine warme Wohnung hat, aufs Sofa oder gar Bett darf und ihr Mensch sich um sie kümmert. Zeit, Zuwendung und vielleicht noch ein paar BKH-typische Dinge, da würde ich hier fragen oder in einem Buch nachlesen, wobei es bei Katzen nicht ganz so viele und ausgeprägte Unterschiede gibt wie bei Hunden.
(ja, es gibt Unterschiede, aber eben nicht so extrem, wie es bei Hunderassen der Fall ist)
Und wenn sie dann bald sogar raus darf und sei es, um vor der Tür ihre Nase in den Wind zu halten oder sich - das wird die lieben- in die Sonne zu legen, wenn sie möchte, wird sie happy sein.

Zitat:
Ob sie nach all den Jahren überhaupt noch mit anderen Katzen zurechtkommen würde, was denkt ihr?
das verlernt sie nicht, vielleicht muss man bei einer Zusammenführung geduldiger sein. Hat Dein Freund denn viel Zeit? wäre sie eher nicht allein?

Zitat:
Sie hatte bereits mehrere Vorbesitzer, beim vorletzten wurde sie abgegeben, weil sich das Paar einen Babykatzenkater geholt hatte - sie hat das Fressen eingestellt, war ganz verstört und ist immer dünner geworden.
na toll, sowas liebe ich ja!

Mein Rat: Schau hin, dass sich Deine Katze doch offenbar schon wohl fühlt. Klar ist sie noch schreckhaft, aber das legt sich bestimmt.
Das große Los hat sie doch schon mal gezogen, wenn Dir klar ist, dass sie bei Dir an der letzten Station ist und viele schöne Katzenjahre verbringen wird.
Und Du hast das große Los gezogen, eine auf den Menschen geprägte Katze zu haben, das ist toll, machen wir uns nichts vor.
Jetzt eine 2. Katze würde ich noch nicht machen, aber da wird es sicher andere Meinungen zu geben, vielleicht haben die mehr recht.

Zum Umzug: Das ist die Frage. Erst Zeit zum Ankommen bei Dir und dann zum Freund oder gleich ins neue Zuhause. Jedenfalls würde ich versuchen 1 Woche da zu bleiben und anfangs vielleicht öfter zu pendeln- wenn das geht.
Sie wird ja ohnehin nicht gleich raus wollen und dürfen und selbst wenn sie die ersten Tage unterm Sofa oder hinterm Schrank verbringt: das legt sich.
Sie wird sich an die neue Umgebung gewöhnen, vielleicht mehr Zeit brauchen - anfängliche Scheu und Fauchen legen sich- und wenn es soweit ist, dann kannst Du ja hier nochmals schauen oder fragen, was Du sicherheitshalber noch zur Eingewöhnung machen kannst.
 
Alt 23.11.2017, 11:38   #7
romulus

Standard AW: Stadt, Land, Katze(n)

Hallo und herzlich willkommen
Zu diesem statement möchte ich etwas sagen:

Zitat:
Zitat von GattoGatto Beitrag anzeigen
Und ich hab immer ein schlechtes Gewissen, dass sie alleine ist...

Ob sie nach all den Jahren überhaupt noch mit anderen Katzen zurechtkommen würde, was denkt ihr? Sie hatte bereits mehrere Vorbesitzer, beim vorletzten wurde sie abgegeben, weil sich das Paar einen Babykatzenkater geholt hatte - sie hat das Fressen eingestellt, war ganz verstört und ist immer dünner geworden.
Wir hatten eine ganz ähnliche Situation: ein Kater ist aus der Nachbarschaft zu uns gezogen, weil diese Leute sich eine Babykatze angeschafft und sehr viel mit dieser beschäftigt hatten, da fühlte sich "Dickie" wohl überflüssig ubnd wanderte zu uns aus, mit Einverständnis des Vorbesitzers.
Nun haben wir nach einem Jahr einen kleinen Kater von Kreta mitgebracht, den wir unbedingt retten wollten, und unser "Dickie" zog sofort aus und nächtigte bei Minustemperaturen nur noch draußen auf dem Autodach.
Ich habe ihn wochenlang jeden Abend wieder reingeholt, aber kaum dass er etwas gefresen hatte, ging er wieder raus auf´s Autodach.
Nach vielen Wochen endlich hat es geklappt und er blieb drinnen und vertrug sich auch mit dem neuen Kumpel - die große Liebe war es nicht, aber sie haben sich akzeptiert.

Daher mein Rat: lass es vorläufig sein mit Vergesellschaftung, das kann genauso enden wie es anfangs bei uns war und das möchte keiner haben!
Im schlimmsten Fall zieht sie aus und kommt nie wieder!
 
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