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Der neue Mensch und Bright

Veröffentlicht: 19.08.2017 um 13:14 von Angela67

Der da - Bright starrt den Mann an - kommt öfters. Nun ja, scheint nett zu sein. Irgendwie. Auch - da ist Bright sich sicher - dies ändern zu können - er Katzen - und besonders sie - die Herrin über Haus und Hof nicht zu leiden scheinen mag. Aber nett scheint er zu sein. Ja. Durchaus nutzbar als Kraulmaschine.

Der Mensch kommt zu Besuch. Nicht, das er Katzen nicht mag. Im Gegenteil. Hatte er doch einen Kater von klein auf mit der Flasche groß gezogen. Ihn mit sich herum getragen. Unter seinem T-Shirt wenn dem kleinen kalt war. Gesehen, wie der Kurze mit seiner kleinen Tochter umging. Aber - das hatte dieser Mensch schmerzlich kennen gelernt - man kann Katzen vermissen. Sich fragen, was sie tun. Wo sie sind. Ob sie sich immer noch um die Tochter kümmern. Mann verliert nicht nur die Menschen bei einer Trennung, sondern die ganze Familie. Und nun ja, der Kater gehörte dazu.

So starrt er Bright an. Komm mir - erklärt er ihr - dieser bunten Katze - nur nicht zu nahe. Mag Dich nicht. Bright starrt zurück. 3,5 kg beballte Niedlichkeit in Person. Schimmelfarbenes Fell, Mehlschnäutzchen und kiwigrüne Augen. BrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrH macht sie. Ihre Augen blitzen. Ich mag Dich nicht - erklärt der Mann ihr. Ernsthaft. Bright starrt zurück.

Dieser Mann kommt nun also häufiger. Nun ja. Bright schaut sich ihn an. Von weitem. Überlegt. Nett - ja. Klar. Auf alle Fälle. schnurr - sie grinst ihn an. Niedlichkeit pur. Eine Kralle an Sympathie in sein Herz gerissen. Mag Dich nicht - erklärt er - die Kralle der Sympathie bleibt. Sie hockt sich auf seinen Schoß - schmusst ihn an. Er reagiert nicht. Kann man ändern - meint Bright. Tropfen höhlen Steine aus, Katzen verwandeln Menschen zu ihren Sklaven. Sie ist ein guter Tropfen. Stetig, süß, niedlich, verschmust - einfach Bright halt.

Sein Kater war seiner Tochter gefolgt, wohin sie auch ging. Ging sie zum Kindergarten, folgte er - blieb dort in der Nähe - tauchte erst wieder auf, wenn sie nach Hause gingen. Schlief bei ihr. Achtete auf sie. Und als sie zur Schule musste? Folgte er bis zur Bushaltestelle- wartete dort bis sie zurück kam. Ob er das heute noch tut? Er vermisst sie - seine Tochter - und ihn diesen Kater. Letzterer Schmerz verging eher - der Verlust der Tochter durch die Scheidung bleibt. Mag Dich nicht - erklärt er so der Missus - die Kralle der Sympahie ignorierend.

Bright überlegt. Ok, anschmusen reicht nicht. Dann werfe ich mich ihm halt an den Hals. Darf ich - bin Katze. So kommt sie, bleibt. Auf seinem Schoss, schnurrt sich einen zurecht wie es nur 3,5 kg geballte Niedlichkeit hinbekommen. Schließe die Äuglein, fährt vor Wohlgefallen die Krallen aus. Er zuckt zusammen. Bleibt ruhig. Also er aufstehen muss, gut, schüttelt er sie ab, was sie mit einem bösen Gemeckere quittiert. wissend aber, er wird es lernen, einfach still sitzen zu bleiben, wenn sie schmusen will. Er ist auf dem besten Wege dazu.

Mag Dich nicht. Er starrt in grüne Augen. Sie starrt zurück. Schnurrt. Gibt Köpfchen - Bright halt. Das ganze Programm. Und dann? Fängt er an mit ihr zu spielen. Bright weiß - sie hat gewonnen. Ok, irgendwie hatte sie eh keinen Zweifel daran.

Und ich? Ich sitze hier und grinse mir einen. Mensch vs Katze? Wer gewinnt hier wohl? Bright hat einen neuen Freund. Und diesen hat sie ganz fest in ihren kleinen schimmelfarbenen Pfötchen. So ganz fest. Und sicherlich wird sie ihn nicht so schnell gehen lassen.
Kategorie: Kategorielos
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