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Chewie *16.04.2001 +24.12.2014

Veröffentlicht: 25.12.2014 um 15:33 von catini

Chewie, black-smoked Maine Coon, ist 10-jährig Ende Januar 2012 aus dem Tierheim bei mir eingezogen. Er wurde mir gesund mit einer Pigmentstörung im linken Auge übergeben, die wohl durch eine OP zustande gekommen war. Nach wenigen Monaten im Haushalt fing er mit Hustenanfällen an, die sich bis wöchentlich häuften. Der Tierarzt diagnostizierte nach diversen (Blut-)Untersuchungen und Test mittels Cortison-Depot-Spritze Felines Asthma. Chewie erhielt dann täglich 5 mg Prednisolon. Das Asthma war unter Kontrolle, die Gewichtszunahme jedoch beträchtlich. Mit fast 9 kg war er dann auch deutlich zu dick.

Daraufhin entschloss ich mich ihm Cortison inhalativ mittels AeroKat zu verabreichen (Flutide). Langes Üben zeigte schließlich Erfolg und wir hatten Gewicht und Asthma schnell unter Kontrolle. Im Spätsommer 2014 fing Chewie an die inhalative Behandlung abzulehnen. Zunächst wehrte er sich häufiger mit Kopf wegziehen und knurren, später lief er sogar weg, wenn ich die Behandlung beginnen wollte. Freiwillig machte er es nicht mehr mit. Also beschloss ich im November ihn wieder auf Predni umzustellen, wenn organisch alles in Ordnung wäre. Flutide wurden (zwangsweise) abgesetzt und der Tierarzt veranlasste ein großes Blutbild. Das zeigte organische Gesundheit jedoch Auffälligkeiten bei den Entzündungswerten. Eine Urinprobe brachte Struvit zutage. Diese wurde erfolgreich behandelt und das Okay für eine Predni-Behandlung gegeben, wenn der Husten schlimmer werden würde. Zwei bis dreimal pro Woche hatte Chewie Hustenanfälle, weswegen ich zunächst noch darauf verzichtete. Ansonsten ging es ihm scheinbar gut. Die Pigmentstörung im Auge hatte sich ausgebreitet, jedoch schien es ihn in keinster Weise zu beeinträchtigen. Er trank und fraß normal, benahm sich wie immer, alles schien prima. Er war nun ca. 3 Wochen cortisonfrei.

Plötzlich am 23. Dezember gegen 14:15 Uhr, nachdem ich ihn maximal 10 min aus den Augen gelassen hatte, hatte er Schaum vor'm Mäulchen, der Speichel lief in Strömen und er schmatzte häufig. Innere Unruhe ließ ihn Runden im Haus drehen. Er ließ mich nicht an sich heran, knurrte und fauchte, die Pupillen geweitet. Ich hatte keine Ahnung, was passiert sein könnte. Keine Veränderung hatte im Haushalt stattgefunden, keine neue Pflanze, kein Weihnachtsbaum, nichts was herum gestanden hätte oder sonstwas. Ich brachte ihn sofort zu unserem Tierarzt. Er tastete ihn ab, machte Röntgenaufnahmen, auf denen nichts zu erkennen war, was das hätte auslösen können. Er fand es unwahrscheinlich, dass die Lunge die Ursache für den plötzlichen schlechten Zustand war. Weil die Feiertage vor der Tür standen und er es sich nicht erklären konnte, überwies er uns an die nächste Tierklinik. Zum Glück! Das war eine sehr gute Entscheidung von ihm! Dort wurden abermals klinische Untersuchungen gemacht, eine Blutprobe genommen, die innerhalb der folgenden Stunde analysiert worden war. Ein Pankreas-Schnelltest wurde noch gemacht. Dieser offenbarte eine leichte mögliche Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), welche aber nicht den Gesamtzustand des Katers erklären konnte. Ich hätte es noch genauer untersuchen lassen können. Er hatte auch nicht erbrochen oder Durchfall, was dafür typisch gewesen wäre. Man riet mir ihn zur Beobachtung über Nacht dort zu lassen. Ich hätte zu Hause ohnehin nichts tun können und möglicherweise noch Sweety in Gefahr gebracht. Schweren Herzens ließ ich mein Bärchen also dort, und es war tatsächlich gut so!

Am nächsten Vormittag, als ich die diensthabende Ärztin anrief, teilte sie mir mit, dass er in der Nacht einen Krampfanfall mit Aggression und schließlich Ohnmacht erlitten hatte. Man hatte ihn daraufhin auf krampflösende Beruhigungsmittel gesetzt. Neurologische Ausfälle aufgrund eines Tumors wurden als wahrscheinlich erachtet. Er könne auch schon zu Hause einen kleineren Anfall gehabt haben, den ich nicht mitbekommen hatte, so dass ich ihn dann im folgenden Zustand vorfand. Ich hätte ein MRT veranlassen können, um die Tumorgeschichte abzuklären, dafür hätte er aber in eine andere Klinik gemusst. Das wollte ich ihm nicht zumuten und konnte es mir auch gar nicht leisten. Von den beiden weiteren Möglichkeiten abzuwarten oder ihn zu erlösen, erschien mir abwarten als die schlechteste. Ich fuhr in die Klinik, um nochmal mit der Ärztin zu sprechen und ggf. eine schwere Entscheidung treffen zu müssen. Der Zustand, in dem sich mein Katerle dort befand, war schlimm. Er speichelte immer noch, hielt den Kopf schief, war unruhig, hatte geweitete Pupillen und knurrte jeden an. Das war nicht mehr mein Chewie, wie ich ihn kannte. Es war laut TÄ wahrscheinlich, dass er während der ganzen Zeit kleinere Anfälle hatte, die durch die Beruhigungsmittel gedämpft worden waren. Ich beschloss mich von meinem Liebling zu verabschieden und ihn gehen zu lassen. Ich konnte ihm dieses Leiden nicht länger zumuten! Die TÄ hielt es auch für das Beste, weil jeder weitere Weg mit weiteren Leiden und dem Hinauszögern des vermutlich Unvermeidbaren verbunden gewesen wäre. Ich musste schließlich auch an meine verbliebene Katze denken. Nicht auszudenken, wenn Chewie sie in Panik angegriffen hätte! Ich verabschiedete mich also von ihm und blieb dabei, als er einschlief. Es ging sehr schnell. Auch das muss ein sicheres Zeichen gewesen sein, dass die Entscheidung richtig war!

Und so ist mein geliebter Chewie nun über die Regenbogenbrücke zu Minki gegangen und hat sein kurzes aber heftiges Leiden überstanden. Ich hoffe, dass das wirklich die einzig richtige Entscheidung war und ich ihm so unnötiges Leiden erspart habe! Er war ein so zauberhafter Kater, mein treuer Schatten, der mir überall hin folgte, mich aufmunterte, schnell lernte und mich stets als erster begrüßte, wenn ich nach Hause kam. Er fehlt mir sehr, und ich bin froh, dass ich noch Sweety habe, die mich ein wenig tröstet! Drei schöne Jahre durfte ich ihm noch schenken, und ich hoffe, er hat sie genossen und weiß, dass ich ihn sehr geliebt habe.

Chewie, für immer in meinem Herzen!
Kategorie: Kategorielos
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