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Vitamin K3 (Menadion)

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Alt 29.12.2007, 19:28   #1
Katzenfan
Ehren-Mitglied

Standard Vitamin K3 (Menadion)

Anmerkung: Bei diesen Beiträgen handelt es sich um abgetrennte Beiträge aus einem anderen Thema

Zitat:
Zitat von Anfänger Beitrag anzeigen
Nehmen wir allein Vitamin K3 (Menadion), was meist in Tierfutter enthalten ist. Aufgrund seiner Nebenwirkungen ist es seit Jahren im Humanbereich verboten!.
ist das so, das im Tierfutter K3 vorhanden ist? Müsste ich jetzt erst mal auf einer Dose nachlesen und dann wüsste man immer noch nicht ob der Effekt das Menadion erst im Darm verarbeitet wird unter Umständen ausdrücklich gewünscht wird.

Grundsätzlich gibt es zwei natürliche Formen von Vitamin K. Zum einen das in Pflanzen gebildete Vitamin K1, auch als Phyllochinon bezeichnet. Dieses kommt vor allen in dunkelgrünen Pflanzen vor (PENNOCK, 1966). Durch Licht- und Sauerstoffeinwirkung nimmt der Gehalt jedoch rasch ab.

Zum anderen gibt es das von Bakterien synthetisierte Vitamin K2, die Gruppe der Menachinone. Auch einige Bakterien der Dickdarmflora produzieren Menachinone (GUSTAFSSON et al., 1962; KINDBERG et al., 1987). Diese liegen zudem in Futtermitteln tierischer Herkunft, wie Leber und Fischmehlen, vor sowie in Futtermitteln mit bakterieller Fermentation.

Weiterhin steht das synthetische, wasserlösliche Analog Menadion zur Verfügung, welches auch Vitamin K3 genannt wird. Menadion muss erst von der Darmflora oder dem Organismus selber zur aktiven Form metabolisiert werden (DIALAMEH et al., 1971).

Bei der Devon Rex Katze ist eine hereditäre Koagulopathie beschrieben, die wahrscheinlich auf einem Defekt der Vitamin K-abhängigen Karboxylase beruht (MADDISON et al., 1990; SOUTE et al., 1992; LITTLEWOOD et al., 1995). Diese Erkrankung kann durch eine Zulage von Vitamin K positiv beeinflusst werden.

CENTER et al. (2000) untersuchten verschiedene Gerinnungsparameter bei 150 Katzen, die vorwiegend an Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und dessen Anhangsdrüsen litten.
Von den Tieren wiesen 24 eine Verzögerung des Thrombotestes auf, der speziell auf die Proteine anspricht, die in Abwesenheit von Vitamin K gebildet werden. Bei vielen Tieren waren auch die Prothrombinzeit und die partielle Thromboplastinzeit verlängert. Die Katzen hatten Hepatolipidosen, Darmentzündungen, Cholangitis, Cholangiohepatitis und andere Erkrankungen des Darms und der Leber. Bei 21 Katzen wurde auch klinisch eine erhöhte Blutungsneigung diagnostiziert. Drei bis fünf Tage nach einer parenteralen Therapie mit Vitamin K1 kam es bei 21 Tieren zu einer Normalisierung des Thrombotestes. Andere Gerinnungswerte wurden nicht mehr untersucht und auch keine Kontrollgruppe geführt. Die Ursachen für die vermutliche Hypovitaminose K bei diesen Katzen sind Störungen des Galleflusses und somit der Fettabsorption, Veränderungen der intestinalen Flora sowie Anorexie.

Auch in einem Fall einer exokrinen Pankreasinsuffizienz kam es zu einer Verlängerung der Prothrombinzeit und der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (PERRY et al., 1991). Da sich die Werte nach Behandlung mit Vitamin K1 wieder normalisierten, vermuteten die Autoren einen zugrunde liegenden Vitamin K-Mangel aufgrund der reduzierten Fettabsorption.

Die Bedarfswerte des NRC für Katzen und Hunde sind als Sicherheitsangaben zu verstehen. Es ist nicht belegt, dass diese Tiere mehr Vitamin K benötigen, als in den natürlichen Bestandteilen des
Futters enthalten ist. Lediglich bei Katzenfutter, welches größere Mengen Fisch enthält, könnte ein Zusatz von Vitamin K indiziert sein. STRIEKER et al. (1996) berichteten von Katzen mit klinischen Symptomen eines Vitamin K-Mangels, die ein kommerzielles Dosenfutter mit einem hohen Thunfisch- oder Lachsgehalt erhielten.
 
Alt 29.12.2007, 19:28
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Standard AW: Vitamin K3 (Menadion)

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 29.12.2007, 20:26   #2
Anfänger
Standard AW: Vitamin K3 (Menadion)

Zitat:
ist das so, das im Tierfutter K3 vorhanden ist? Müsste ich jetzt erst mal auf einer Dose nachlesen
Menadion ist NICHT deklarantionspflichtig. Auf den Dosen kannst du lange suchen...

Was ich aus deinen Zitaten nicht herauslesen kann: Bist du PRO oder CONTRA Menadion?
 
Alt 29.12.2007, 22:16   #3
Katzenfan
Ehren-Mitglied

Standard AW: Vitamin K3 (Menadion)

Zitat:
Zitat von Anfänger Beitrag anzeigen
Bist du PRO oder CONTRA Menadion?
..keines von beiden da ich mich nicht ausgiebig genug mit dem Thema Menadion beschäftigt habe um eine Position zu beziehen. Ist ja auch nicht immer zwangsweise nötig eine Pro oder Kontra Position zu beziehen...
 
Alt 29.12.2007, 23:34   #4
Katzenfan
Ehren-Mitglied

Standard AW: Vitamin K3 (Menadion)

Zitat:
Zitat von Anfänger Beitrag anzeigen
Nehmen wir allein Vitamin K3 (Menadion), was meist in Tierfutter enthalten ist. Aufgrund seiner Nebenwirkungen ist es seit Jahren im Humanbereich verboten!.
Wie oben schon erwähnt bin ich bezüglich K3 nicht ganz auf dem aktuellen Stand. Das erste was mir aufgefallen ist, war eine Stellungnahme des BfR von 2004. Hast du noch aktuelle deutsche und seriöse Quellen für mich, die eine andere Position vertreten? Aber bitte keine Webseiten von privaten Personen oder "Gesundheitslobby"...

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Einsatz von Vitamin K in der Tierernährung
Stellungnahme des BfR vom 15. Januar 2004

Zitatform...

Dem Bundesinstitut für Risikobewertung liegen bis zum heutigen Tag keine wissenschaftlich begründeten Hinweise vor, die es zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtfertigen würden, dass Vitamin K in Futtermitteln toxikologisch nachbewertet werden müsste. Diese Sicht schließt andere Vitamin K-aktive Stoffe ein.

Die zugelassenen Vitamin K-Verbindungen stellen nach derzeitigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand in niedrigen Dosierungen, wie sie im Futter eingesetzt werden, keine Gefährdung der Gesundheit der Zieltierart dar. Eine Gefährdung der Gesundheit des Anwenders oder des Verbrauchers von Lebensmitteln, die von solchen Tieren stammen, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Gemäß der neuen Verordnung (EG) 1831/2003 über Zusatzstoffe in der Tierernährung vom 22.9.2003 müssen alle Futterzusatzstoffe, somit auch die Vitamine, bis zum November 2004 bei der Europäischen Kommission erneut angemeldet werden. Gleichzeitig sind Unterlagen zur Bewertung an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zu übersenden. Dazu gehören u.a. Methoden zur Analyse des Zusatzstoffes in Futtermitteln entsprechend der vorgesehenen Verwendung und gegebenenfalls des Analyseverfahrens zur Bestimmung der Rückstandsmenge des Futtermittelzusatzstoffes oder seiner Metaboliten in Lebensmitteln.

Es besteht wissenschaftlicher Konsens, dass die zugelassenen Vitamin K-Verbindungen in niedrigen Dosierungen, wie sie im Futter eingesetzt werden, keine Gefährdung der Gesundheit der Zieltierart und keine Gefährdung der Gesundheit des Anwenders oder des Verbrauchers darstellen. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung liegen bis zum heutigen Tag keine wissenschaftlich begründeten Hinweise vor, die es zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtfertigen würden, dass Vitamin K toxikologisch nachbewertet werden müsste.

http://www.bfr.bund.de/cm/208/einsat...ernaehrung.pdf
 
Alt 29.12.2007, 23:45   #5
Katzenfan
Ehren-Mitglied

Standard AW: Vitamin K3 (Menadion)

..ebenfalls interessant..

ARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR WIRKSTOFFE IN DER TIERERNÄHRUNG e.V.
Roonstraße 5 • 53175 Bonn • Telefon (0228) 35 24 00 • Telefax (0228) 36 13 97 E-Mail info@AWT-feedadditives.de


Statement zu Vitamin K3 (Menadion)
Über toxische Wirkungen von Vitamin K3 bei bedarfsgerechter Aufnahme mit dem Futter gibt es bei Tieren keine Erkenntnisse. Untersuchungen bei verschiedenen Haustieren haben selbst bei Dosierungen bis zu 1.000 mg/kg Futter (praxisüblich sind 1 – 8 mg/kg) keine gesundheitlichen Schäden gezeigt. Eine bedarfsgerechte Versorgung der Haustiere mit Vitamin K3 im Futter ist lebensnotwendig und sicher.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das essentielle Vitamin K3 im Futter für Vögel und monogastrische Haustiere vor allem für die Blutgerinnung eingesetzt wird. Negative Auswirkungen wurden bisher nicht festgestellt. Daher sind die in der EU und den USA futtermittelrechtlich zugelassenen Vitamin K3 –Verbindungen sicher und zuverlässig.

http://www.awt-feedadditives.de/file..._Menadion_.pdf

In dem selben Artikel ist dann auch noch folgendes zu lesen was mich wieder bedenklich stimmt da einige negative "Fakten" und "Meinungen" wohl aus diesem Umfeld stammen..

Seit über 10 Jahren nun kämpft ein Journalist mit einer kleinen Gruppe von Personen gegen den Einsatz von Vitamin K3 an. Zuerst galt Ihr besonderes Interesse Vitamin K3 in Futtermitteln von Vögeln (Papageien), später folgten Hunde und Katzen sowie Pferde, also „Liebhaber-Tiere“, die schwerpunktmäßig den emotionalen Bereich treffen. Die PR-Aktivitäten dieser Gruppe erstrecken sich von schriftlichen Anfragen bei Instituten, Behörden, Industrie und Politikern bis zum Verfassen von Artikeln in Fachzeitschriften: "Geflügelbörse“, Tierärztliche Umschau“, „Deutscher Schäferhund“).
 
Alt 30.12.2007, 13:34   #6
Anfänger
Standard AW: Vitamin K3 (Menadion)

http://www.bfr.bund.de/cm/208/einsat...ernaehrung.pdf
Zitat:

Der Bericht des Ausschusses für Tierarzneimittel (CVMP) vom Juni 1998 legt dar, dass bei der Verabreichung von hohen Dosen toxische Erscheinungsbilder bei Tieren beobachtet werden. Bei akuten Toxizitätsstudien an Mäusen lag die LD
50 bei oraler Verabreichung von Phytomenadion über 25g/kg und von Menadion über 500 mg/kg Körpergewicht! Aufgrund dieser Beobachtungen hat der Ausschuss Vitamin K1 als praktisch nicht toxisch und Menadion als mäßig toxisch ("moderately toxic") eingestuft.
Weiter wird dort angeführt, dass keine Studien zur Verträglichkeit am Zieltier sowie zur Toxizität, Embryo-/Foetotoxizität, Mutagenität und Karzinogenität verfügbar sind (EMEA, 1998).

Zitat:

Toxikologische Untersuchungen zu futtermittelrechtlich gelisteten Vitamin K-aktiven Substanzen Menadion-Dimethylpyrimidinolbisulfit-Präparat, Menadion-Natriumbisulfit-Reinsubstanz, Menadion-Natriumbisulfit-Präparat, Menadion-Nicotinsäureamid-Bisulfit-Präparat: Menadion-Natriumbisulfit (MSB) wurde an Agaporniden (Ziervögel) über einen Zeitraum von sechs Monaten in steigenden Konzentrationen über das Futter verabreicht. Die MSBKonzentrationen in den Diäten erreichten dabei eine etwa 200-fache Überdosierung bezogen auf die Versorgungsempfehlung für Ziervögel. In den Versuchsgruppen zeigte sich weder ein negativer Effekt der MSB-Supplementierung auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Tiere, noch wurden negative Einflüsse auf das hämatopoetische System der Tiere beobachtet. Zudem waren keine negativen Auswirkungen auf die Organe der Vögel (u.a. Leber) zu verzeichnen (Hupfeld et al., 2003).
Menadion-Natriumbisulfit (MSB), verabreicht an Legehennen in einer Dosierung von 1000 mg/kg der Ration (bezogen auf das Menadion) über 31 Tage, hatte keinen Einfluss auf deren Legeleistung(Suzuki and Okamoto, 1997).
Menadion-Nicotinsäureamid-Bisulfit und Menadion-imethylpyrimidinolbisulfit wurden in Dosierungen bis 6000 mg/kg in der Ration (bezogen auf Menadion) über 14 Tage an Hühnerküken verabreicht. Bei 3000 mg Menadion-Nicotinsäureamid-Bisulfit pro kg Futter kam es zu reduzierter
Gewichtzunahme, verminderter Futteraufnahme und Futterverwertung sowie zu einer Verminderung der Hämoglobinkonzentration im Blut, während Menadion-Dimethylpyrimidinolbisulfit keine Krankheitsanzeichen auslöste (Oduho et al., 1993).
Menadion-Nicotinsäureamid-Bisulfit, verabreicht an wachsende Schweine über einen Zeitraum von 28 Tagen, hatte in einer Dosierung von 100 mg/kg Futter keinen negativen Einfluss auf Lebendgewicht, Futteraufnahme und Futterverwertung der Tiere. Erst bei 500 bzw. 2500 mg Menadion-Nicotinsäureamid-Bisulfit/kg Futter zeigten sich signifikante Veränderungen bei den Serum-Enzymaktivitäten ALT und AST.
Weitere toxikologische Studien zum Einsatz von Vitamin K-aktiven Verbindungen sind bislang nicht verfügbar. Untersuchungen zu Einzelheiten über den Metabolismus der Vitamin K-aktiven Verbindungen sowie der Gewebeverteilung von Metaboliten im lebensmittelliefernden Tier liegen dem BfR nicht vor.
Fassen wir also zusammen:
  • Menadion wird als mäßig toxisch eingestuft
  • Menadion kommt nicht natürlich vor und ist eine sythetisch hergestellte Verbindung, die aufgrund diverser Gefahren im Humanbereich seit Jahren verboten ist
  • bei Mäusen und Küken konnten negative Auswirkungen beobachtet werden
  • es gibt KEINE Studien zu zur Toxizität bei Hunden oder Katzen
  • es gibt KEINE Studien zu den Auswirkungen von Menadion auf Foeten, Embryonen und das Erbgut
 
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