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Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

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Alt 08.10.2006, 19:40   #1
ironies

Standard Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Hallo.

Ich wurde jetzt schon mehrfach gebeten einen Ernährungsthread für Nierenkranke Katzen zu erstellen. Insbesondere im Hinblick auf normale Futtersorten. Ich bin davon überzeugt, daß das Tierarzt Nierendiätfutter ungeeignet für CNI-Katzen ist, da viel zu viel Getreide enthalten ist, sprich schlechte Proteine, welche über die Nieren ausgeschieden werden und diese entsprechend weiter belasten.

Bevor ich anfange möchte ich betonen, daß dieser Thread lediglich meine Erfahrungen mit meiner nierenkranken Katze Bärchen widerspiegeln. Ich erhebe keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit oder geschweige denn behaupte ich, daß dies der einzig richtige Weg ist! Ich habe damit gute Erfahrungen machen können und möchte dieses Wissen entsprechend weitergeben. Bei Bärchen wurden vor etwa vier Jahren sechsfach erhöhte Nierenwerte festgestellt, der Tierarzt gab ihr damals keine sechs Monate mehr. Zunächst bekam Bärchen Nierendiätfutter (welches sie inbrünstig hasste!) und die Werte besserten sich damit nur leicht - auf etwa vierfach erhöht. Mit meiner Fütterungsmethode, nach sehr vielen Fachbüchern und Gesprächen mit Tierärzten, ging es weiter bergauf. Heute hat sie nur noch leicht erhöhte Werte, ist agil, spielt, futtert und schmust. Aus heutiger Sicht kann sie noch einmal vier Jahre schaffen!

Im Zweifelsfall fragt euren Tierarzt und/oder zieht einen zweiten TA hinzu oder fragt hier nach! Es gibt etliche verschiedene Nierenerkrankungen und bei manchen gelten ganz andere Parameter! Laßt euch aber keinesfalls einreden, daß ihr eure Mieze umbringen würdet, wenn ihr nicht das teure Diätfutter von ihm verwendet, sondern euch andersweitig informiert und mit Futter versorgt. Fragt lieber nochmal nach, was bei Nierenerkrankungen (insbesondere bei der eurer Miez) wichtig zu beachten ist beim Futter. Wenn er/sie das nicht sofort mit den entsprechenden Daten beantworten kann, dann kann man wohl getrost von ausgehen, daß Waltham, Hills und Royal Canin in ihren Werbeveranstaltungen ganze Arbeit geleistet haben und keine wirkliche Information/Wissen dahinter steckt . So zumindest meine Ansicht.

Hier nun die Eckdaten eines Futters für CNI-Katzen:



  • Phosphorgehalt sollte (im Trofu) möglichst unter 0,7% liegen, auf jeden Fall unter 1%.
  • Calcium-Phosphor Verhältnis sollte bei etwa 1,5:1 liegen, das heißt auf ein Phosphor- sollten 1,5 Calciumteilchen kommen.
  • Die Energie sollte zu möglichst gleichen Teilen aus Fett und Proteinen/Eiweißen kommen.
  • Es sollte möglichst viel leicht verdauliches Fleisch, sprich hochwertige Proteine, enthalten sein, da minderwertige Proteine ebenso wie zu viele Proteine über die Nieren ausgeschieden werden.
  • Möglichst nur eine weitere Proteinquelle außer Fleisch, am besten geeignet ist Reis, schlecht hingegen sind Weizen, Mais und Roggen (sowie ähnliches).
  • Katzen benötigen pro kg Körpergewicht etwa 100mg Taurin, rechnet das bitte für das verwendete Futter und das Gewicht eurer Mieze nach und ergänzt entsprechend .

Eine der wichtigsten Fragen bleibt: Feucht- oder Trockenfutter, oder gar barfen? Barfen wäre optimal, da man den Bedarf der Katze exakt anpassen kann. Allerdings treten Nierenerkrankungen meist erst im Alter auf und wenn die Katze Barfen nicht gewöhnt ist wird es sehr schwierig ihr klar zu machen, daß es das beste für sie ist . Bei Bärchen klappt es jedenfalls nicht, sie kämpft aber auch mit einer chronischen Zahnfleischentzündung und hat nur noch wenige Zähne. Feuchtfutter sollte/kann auch supplementiert werden ist also die zweite Wahl nach Barf, zumal meist mehr Fleisch enthalten ist. Wenn Trockenfutter gegeben wird, die dritte Wahl, dann muß unbedingt auf ausreichendes Trinken geachtet werden, man kann das mit Zimmerbrunnen, etc. anregen. Bärchen bekommt täglich etwas Milch mit Wasser verdünnt, so nimmt sie zusätzliches Calcium auf und auch ausreichend Wasser. Bärchen bekommt zu 80% Trockenfutter!

Meine Katzen allgemein mögen überwiegend Trockenfutter, das muß für eine CNI Katze auch den ganzen Tag zur freien Verfügung stehen! Es ist besser, wenn die Proteinzufuhr möglichst über den Tag verteilt erfolgt, da dann mehr aufgenommen und weniger über die Nieren ausgeschieden wird. Also bitte nicht nur in zwei/drei Portionen täglich füttern!


Kommen wir zum praktischen Teil.

Trockenfutter:
  • Hier ist mir wichtig, daß möglichst alles von vorneherein stimmt, da ich die Aufnahme im Mehrkatzenhaushalt und frei zur Verfügung stehendem Futter nicht exakt kontrollieren kann.
  • Eagle Pack ist das von mir bevorzugte Futter bei CNI Katzen (insbesondere da es auch für andere Miezen im Bestand sehr gut geeignet ist). Ich gebe davon Hairball und Select Feline, für Katzen mit Blasenproblemen ist das Less Active Cat am besten geeignet, da zusätzlich der pH Wert reguliert wird und wenig Magnesium enthalten ist.
  • Gemischt wird bei mir mit Evolve. Es ist nicht ganz so gut in Hinsicht auf Ca/P Verhältnis und Wert (gilt nur für kranke Katzen, für alle anderen ist er optimal!), dafür enthält es sehr viel Fleisch in der Trockenmasse und ist gut verdaulich.
  • Felidae (auch das Platinum) ist zwar ein gutes Trockenfutter, mir gefällt insbesondere der Fettgehalt, allerdings ist für die Ernährung nierenkranker Katzen der Ca/P Wert zu hoch und zu ausgeglichen, für alle gesunden Miezen ist es daher optimal! Gibt es bei mir daher nicht
  • Alle anderen handelsüblichen Futtersorten (incl. Nutro, Sanabelle, Royal Canin, Hills, Kattovit, etc.) halte ich für UNGEEIGNET!

Feuchtfutter:
  • So gut wie alles geeignet, was in die obigen Parameter passt, eventuell muß man mit Supplementen ausgleichen, an die leichten Rechnungen gewöhnt man sich schnell . Wichtig, kein Getreide im Feuchtfutter, außer Fleisch darf maximal noch Reis und etwas Gemüse (aber in Maßen, denkt an einen Mäusemagen) enthalten sein!
  • Eagle Pack, Evolve, Felidae (das Feuchtfutter ist sehr gut geeignet, aber wird nicht so gern genommen bei mir) als Hauptfutter, in Maßen als Lockmittel geeignet Almo Nature, Feline Porta 21. Eventuell muß Taurin zugefüttert werden. Wenn man nur Feline Porta 21 und Almo Nature (Achtung, Ca/P = 0,0225:1, Fett=0,1%, Protein=15% - obwohl sehr hochwertig ist es eigentlich ein extremst ungeeignetes Futter, Supplemente absolut notwendig!) nimmt geht das auch, allerdings kann man dann gleich Rohfutter geben (ist billiger), da man exakt gleich supplementieren muß!
  • Zum Calciumausgleich nehme ich bei Bärchen Milch oder Käse, hier könnt ihr darüber mehr lesen: MILCH. Viele Miezen vertragen aber keine Milch, beachtet das bitte, da Durchfall dem Körper wichtiges Wasser entzieht, was wiederum schädlich für die Nieren ist. Käse ist auch sehr gut geeignet, da neben Calcium auch viel Fett enthalten ist und man das entsprechend nicht mehr zugeben muß.
  • Fettausgleich erziele ich mit Butter oder Käse, manchmal auch Lachsöl. Ich gleiche damit den Fettgehalt an den Proteingehalt an, wobei man eigentlich beachten sollte, daß Fett höherwertiger Energielieferant als Protein ist und entsprechend der Wert etwas darunter sein sollte. Sofern die Katze aber nicht an schwerem Übergewicht leidet ist es in Ordnung wenn man auf 1:1 im Verhältnis kommt. Nährwerte KÄSE und BUTTER.

BARFen:
  • Sehr gut geeignet, wenn die Katze mitmacht und man sich wirklich viel Wissen aneignet! Mit Halbwissen geht das zu 100% schief. Bärchen frisst nur Rinderhack und teilweise Hühnchenfilet, das supplementiere ich nur mit Fett und Taurin, Calcium gibt es weiterhin via Milch und Käse bei ihr.
  • Übersicht über Fleischinhaltsstoffe: RIND, HUHN, PUTE, LAMM (besonders Keule ist geeignet).
  • Zum barfen möchte ich www.dubarfst.de empfehlen. Da ich selbst nicht zu 100% barfe und lediglich Grundwissen darüber besitze möchte ich nicht allzu viel dazu sagen. Da gibt es viel kompetentere Menschen .

So, viel mehr fällt mir erstmal nicht ein, gibt es noch Fragen?


Liebe Grüße.
Mandy




P.S. Bitte fragt bevor ihr den Text anderweitig verwendet/kopiert .
 
Alt 08.10.2006, 19:40
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Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 08.10.2006, 20:33   #2
rola
Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Vielen Dank für die wirklich ausführliche Beschreibung. Was mich noch interessieren würde, gibst Du noch Globoli oder andere Medikamente zur Unterstützung der Nieren? Ich werde mir jedenfalls gleich mal das Eagle Pack
bestellen, hoffentlich fressen meine das.

Schönen Abend noch

Rola +
 
Alt 08.10.2006, 20:52   #3
SabineSabine
Ehren-Mitglied

 
Avatar von SabineSabine
Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Hallo Mandy,

das ist ja eine super Zusammenfassung...

wie sieht es denn mit dem Salzgehalt im Käse aus, ist der für eine Katze in Ordnung?
Meine Mabel liebt Käse aller Art,
aber ich bin deswegen immer etwas skeptisch...
das kommt ja auch auf die Sorte an....

ich füttere ab und zu Emmentaler, den lieben beide....

Jetzt schon danke für deine Antwort

viele Grüße

von Sabine
mit MABEL und "Ich-bin-nur-zum-fressen-und-zum-Tiefschlaf-im-Haus-"TYLER
 
Alt 08.10.2006, 20:56   #4
ironies

Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Hallo Rola.

Nein, sie bekommt momentan gar nichts zusätzlich, da ihre Werte ziemlich stabil im leicht erhöhten Bereich sind. Sie hat früher mal die Uro-Pet Paste bekommen, allerdings kann ich da nichts über Wirksamkeit berichten, da ich keinen vorher-nachher Blutbildvergleich habe, im Gegensatz zur Fütterung.

Von Phosphatbindern halte ich allgemein rein gar nichts, da man dann sofort ein Problem mit Calcium bekommt. Das Verhältnis ist sehr wichtig und das einzuhalten (wenn auch auf niedrigem Niveau) empfinde ich als wichtiger als ein für die Ernährung wichtiges Spurenelement komplett zu entfernen.

In Homöopathie kenne ich mich leider nicht so gut aus, zumindest nicht bei Nierenerkrankungen. Ich weiß aber daß es recht wirksame Mittel geben soll, die aber IMMER speziell auf das jeweilige Tier abgestimmt werden müssen. Vielleicht findest du einen kompetenten Tierheilpraktiker oder Tierarzt, der dir da helfen kann?

Liebe Grüße.
Mandy
 
Alt 08.10.2006, 21:03   #5
Juni
Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Hallo Mandy,

hut ab vor Deiner Zusammenstellung. Nur eine Korrektur bitte:

Es stimmt definitiv nicht, das sog. minderwertige Proteine über die Niere und damit über den Urin ausgeschieden werden. Wenn es überhaupt zu einer beginnenden Proteinausscheidung kommt (also zur Mikroalbuminurie zunächst), dann ist das ein Zeichen, dass die Niere bereits geschädigt ist.

Klar, wenn ich eine CNI-Katze ernähre, muß ich auf die Dinge achten, die Du beschrieben hast (eben auch auf die hochwertigen Proteine). Eine gesunde Niere läßt keine Proteine durch und das unabhängig davon wieviel und was ich esse (oder eben die Katze). Für die primäre Nierenschädigung sind andere Faktoren verantwortlich. Deshalb ist ja (wie Du schon geschrieben hast) auch der Beitrag von Anfänger zu dem Thema "Protein in der Nahrung" nicht korrekt.


Karin
 
Alt 08.10.2006, 21:07   #6
ironies

Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Zitat:
Zitat von SabineSabine
Hallo Mandy,

das ist ja eine super Zusammenfassung...

wie sieht es denn mit dem Salzgehalt im Käse aus, ist der für eine Katze in Ordnung?
Meine Mabel liebt Käse aller Art,
aber ich bin deswegen immer etwas skeptisch...
das kommt ja auch auf die Sorte an....

ich füttere ab und zu Emmentaler, den lieben beide....

Jetzt schon danke für deine Antwort

viele Grüße

von Sabine
mit MABEL und "Ich-bin-nur-zum-fressen-und-zum-Tiefschlaf-im-Haus-"TYLER

Hallo.

Ja, darauf sollte man tatsächlich achten, deswegen gibt es bei Bärchen auch überwiegend Milch. Du kannst das ja ziemlich gut selbst herausschmecken, Parmesan ist sicher ungeeigneter als Butterkäse . Ich achte zusätzlich darauf, daß keine E-Zusätze (insbesondere Benzoesäuren sind für Katzen giftig) enthalten sind, meist gibt es hier eh Biokäse.

Eine gewisse Menge an Salz benötigen Katzen genauso wie Menschen. Natriumchlorid ist also nicht von vorneherein als schlecht zu betrachten. Man sollte nur wie überall im Leben nicht übertreiben. Wenn du Käse umgehen willst und Milch nicht vertragen wird ist Buttermilch und Naturjoghurt oder Naturquark eine gute Alternative. Wenn das alles nicht geht kann man auch schlicht geriebene Eierschale oder Calciumcarbonat aus der Apotheke nehmen.

Liebe Grüße.
Mandy
 
Alt 08.10.2006, 21:17   #7
SabineSabine
Ehren-Mitglied

 
Avatar von SabineSabine
Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Hallo Mandy,

danke für deine schnelle Antwort,

Zitat:
Ja, darauf sollte man tatsächlich achten, deswegen gibt es bei Bärchen auch überwiegend Milch. Du kannst das ja ziemlich gut selbst herausschmecken, Parmesan ist sicher ungeeigneter als Butterkäse . Ich achte zusätzlich darauf, daß keine E-Zusätze (insbesondere Benzoesäuren sind für Katzen giftig) enthalten sind, meist gibt es hier eh Biokäse.

Eine gewisse Menge an Salz benötigen Katzen genauso wie Menschen. Natriumchlorid ist also nicht von vorneherein als schlecht zu betrachten. Man sollte nur wie überall im Leben nicht übertreiben. Wenn du Käse umgehen willst und Milch nicht vertragen wird ist Buttermilch und Naturjoghurt oder Naturquark eine gute Alternative.
Joghurt liebt Mabel auch, sie liebt eigentlich ALLES, hauptsache, man kann es essen.....

Bio ist bei den Lebensmitteln, die wir einkaufen, Standard,
nur beim Katzenfutter hab ich noch nicht ganz umgestellt (Grau und ab und zu mal Auenland)

nochmal Danke für deine Aufstellung

Sabine
 
Alt 08.10.2006, 21:34   #8
ironies

Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Zitat:
Zitat von Juni
Hallo Mandy,

hut ab vor Deiner Zusammenstellung. Nur eine Korrektur bitte:

Es stimmt definitiv nicht, das sog. minderwertige Proteine über die Niere und damit über den Urin ausgeschieden werden. Wenn es überhaupt zu einer beginnenden Proteinausscheidung kommt (also zur Mikroalbuminurie zunächst), dann ist das ein Zeichen, dass die Niere bereits geschädigt ist.

Klar, wenn ich eine CNI-Katze ernähre, muß ich auf die Dinge achten, die Du beschrieben hast (eben auch auf die hochwertigen Proteine). Eine gesunde Niere läßt keine Proteine durch und das unabhängig davon wieviel und was ich esse (oder eben die Katze). Für die primäre Nierenschädigung sind andere Faktoren verantwortlich. Deshalb ist ja (wie Du schon geschrieben hast) auch der Beitrag von Anfänger zu dem Thema "Protein in der Nahrung" nicht korrekt.


Karin

Hallo Karin.

Danke! Aber wir sprechen doch von geschädigten Nieren und CNI, oder .

Ich sollte mich da wirklich nochmal genauer Einlesen! Mein Kenntnisstand ist, daß durch die eiweißärmere und energiereichere Diät (bzw. hochwertigere Eiweiße und Fett:Eiweiß = 1:1) der Harnstoffgehalt im Blut gesenkt werden kann, die Nieren entlastet werden. Bärchen hatte nur ganz am Anfang Eiweiß im Urin, mittlerweile ist da alles im grünen Bereich .

Ich dachte bislang, daß im ersten Filtrat (Primärharn) noch große Eiweiße, Glucose, etc. enthalten sind und die erst im zweiten Schritt von der Niere herausgefiltert werden. Wenn sie geschädigt ist funktioniert das wohl nicht mehr so gut, da die Kapazität der Eiweißfiltration geringer wird sollte man darauf achten, daß die Aufnahme möglichst gleichmäßig geschieht und möglichst leicht zu filternde Eiweiße aufgenommen werden. Habe ich das falsch verstanden?

Liebe Grüße.
Mandy
 
Alt 08.10.2006, 21:37   #9
Gast
Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Danke, Mandy, für diesen super Beitrag!

Eine Frage dazu noch: was hältst du beim Trockenfutter von Natural Balance? Meine zwei lieben es und mir scheint es o.k. zu sein, soweit ich das beurteilen kann. Aber sicher bin ich mir nicht, weil ich mit diesen ganzen Angaben, was zu welchem Wert in welchem Verhältnis steht, nicht ganz klarkomme.
Und bei den Feuchtfuttern von Precept, Nutro Choice Adult und Cat exclusive (alles Paté) sowie von Grau und Mac's? Letztere enthalten nur Reis als Zugabe. Meinst du, ein Nafu, das kein oder nur minimal Getreide enthält, keine Nebenprodukte und den hohen Qualitätsstandard der amerikanischen Sorten hat, ist grundsätzlich in Ordnung für nierenkranke Katzen?

Micky frisst zwar fast alles, aber leider habe ich eine ausgesprochene Mäkelsuse zuhause, deshalb kann ich das Feuchtfutter nicht auf Eagle Pack und Evolve eingrenzen. Beides wird von meiner kleinen, mäkeligen Madame Emily verabscheut. Die beiden getrennt zu füttern geht nicht, ihnen verschiedenen Nafu zu gleichen Zeit zu geben auch nicht. Alles schon mehrfach tagelang ausprobiert.

Trofu den ganzen Tag stehen zu lassen ist bei uns leider unmöglich. Beide fressen sich so voll damit, dass ihnen übel wird und sie es wieder erbrechen, außerdem wollen sie dann kein Nafu mehr. Ich versuche wenigstens 4 Mahlzeiten pro Tag anzubieten, um eine häufigere Nahrungsaufnahme zu erreichen.

Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mir zu den o.g. Futtersorten noch deine Meinung sagen könntest.

Liebe Grüße,

Katharina
 
Alt 08.10.2006, 22:06   #10
Juni
Standard AW: Ernährung einer Nierenkranken Katze mit handelsüblichen Futtersorten

Hallo Mandy,

klar, wenn Du hier einen Unterschied machen willst.. Zitat Pschyrembel: Primärharn entspricht in seiner Zusammensetzung weitgehend dem eiweißfreiem Blutplasma. Er enthält aber Polypeptide, niedermolekulare Proteine (MG unter 20 kD), die während der Tubuluspassage hydrolysiert werden und als Aminosäuren resorbiert werden.
Im Sekundärharn sollten dann keine Proteine mehr auftauchen (bei der gesunden Niere).

Ich wollte lediglich Mißverständnissen vorbeugen. In vielen Beiträge hier wir gegen sog. Billigfutter argumentiert indem gesagt wird, daß minderwertige Proteine die Nieren schädigen (und so habe ich das auch in Deinem Beitrag verstanden. Sorry, hab ich dann falsch verstanden).


Karin
 
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