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Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

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Alt 25.02.2017, 22:40   #1
kittekatz
Standard Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Liebe Foris,

mein Uri (12 Jahre) hat seit mehreren Wochen Schluckbeschwerden (anfangs stärker, jetzt nur noch wenig wahrnehmbar) und leidet unter Appetitlosigkeit. Er hat seitdem ca. 600 gramm abgenommen.
Ich war mehrmals mit ihm beim Tierarzt, die ersten beiden Male wurde noch festgestellt, es wäre lediglich ein harmloser Infekt, beide Gaumenmandeln wären geschwollen, Lymphknoten aber nicht und auch kein Fieber.

Nun war ich vor einer Woche in der hiesigen Tierklinik, dort wurden
die geschwollenen Tonsillen auch festgestellt, ein Breitband-AB (zur Abschirmung) gegeben (Convenia) und Metacam verordnet, was er sowieso phasenweise wegen seiner Spondylose bekommt. Ich habe jetzt eine Woche metacam gegeben und Uri Appetit wurde besser. Außerdem bekommt er Immustim K. Gestern habe ich das metacam dann nicht mehr gegeben und heute frisst wieder kaum noch was

Der Tierarzt sprach davon, dass - wenn es nicht besser werden würde - der Verdacht Leukose im Raum stände. Uri ist eine reine Wohnungskatze, nicht geimpft, geht allerdings seit letzten Sommer in unseren umzäunten Garten.

In der Tierklinik wurde auch ein geriatrischer Check gemacht, Uri hat eine Thrombozytopenie (Thrombozyten zu niedrig) und eine Leukopenie (Leukozyten zu niedrig). Außerdem ist der Calzium-Wert zu hoch. Alle anderen Werte (auch Schilddrüse) sind im grünen Bereich, also auch Hämatokrit beispielsweise und Lymphozyten. Auch entsprechen diese Werte dem Blutbild des vergangenen Jahres und wenn ich nicht irre (ich muss mal suchen gehen) sind die Werte der Vorjahre ähnlich. Es kann also auch physiologisch sein.

Uri ist gut drauf und ihm ist sonst nichts anzumerken. Außer der elenden Appetitlosigkeit. Seine Schluckbeschwerden sind kaum noch zu bemerken, das war anfangs schlimmer. Er hat in der vergangenen Woche unter dem Schmerzmittel wieder ca. 200 gramm zugelegt.

Hat jemand eine Idee? Anbei noch das komplette Blutbild:



 
Alt 25.02.2017, 22:40   Anzeige
NinaP
 
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Hallo kittekatz,

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 25.02.2017, 23:36   #2
romulus

Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Leider sind die Zahlen sehr klein gedruckt und ich kann es nicht genau lesen (trotz Brille).
Welcher Wert sind denn die Thrombozyten und welcher die Leukos? Mit den Abkürzungen auf dem Schreiben kenne ich mich nicht wirklich aus, kannst Du mir das bitte mal als Leukozyten und Thrombozyten mit den entsprechenden Referenzwerten schreiben?
 
Alt 25.02.2017, 23:42   #3
romulus

Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Ich hab grad mal wegen dem erhöhten Calcium geschaut, das sind zwar die Werte für Humanmedizin angegeben, aber zur Infomation, was die Ursache ist bei einer Hypercalcämie, stehen einige Krankheiten drin, die auch bei Katzen vorkommen.
Wegen Verdacht auf Leukose: da kann man doch den Antikörper bestimmen lassen, da hätte man Gewissheit, ob da was im Busch ist???
 
Alt 25.02.2017, 23:53   #4
kittekatz
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Ja, das werde ich machen, natürlich. Es wäre aber schön ungewöhnlich, da er fast nur in der Wohnung war.

Danke, dass Du in meinen Thread geschaut hast!
 
Alt 25.02.2017, 23:55   #5
romulus

Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Catrin, es gibt eine sog. idiopathische Hypercalcämie der Katze, wenn Du mal drüberschauen willst. Aber leider ist auch beschrieben, dass erhöhtes Calcium häufig die Folgen eines Tumorleidens ist (aber nicht sein muss!).

Lass doch am besten den Test auf Leukose machen und berate Dich mit den TÄ, welche Untersuchungen für eine Diagnose erforderlich wären und ob es sich vll. auch um eine idioipathische Hypercalcämie handeln könnte.
Ist es eine gute TK?
 
Alt 26.02.2017, 00:15   #6
romulus

Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Außerdem sollte ein Ultraschall des Bauchraumes gemacht werden, wenn schon so ein böser Verdacht im Raum steht - in diesem Fall wären sicher nicht nur die (lymphatischen) Mandeln betroffen, sondern viele andere lymphatischen Gewebe im Körper auch und man würde z.B. vergrößerte Lymphknoten im Bauchraum sehen können. Zur Abklärung der Diagnose halte ich das für sinnvoll, Du musst es ja sowieso erst mit den TÄ vor Ort besprechen.

Tut mir sehr Leid, dass Du solche Sorgen hast!
 
Alt 26.02.2017, 08:19   #7
kittekatz
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Danke, meine Liebe. Das hab ich gestern auch schon ergoogelt

Ich hoffe ja irgendwie immer noch, es ist nur ein hartnäckiger Infekt, aber meine Hoffnung schwindet langsam. Ich werde dann also nächste Woche wieder zum Tierarzt müssen.

Ich hab solche Angst, dass das etwas Bösartiges ist, meine andere Katze braucht schon so viel Aufmerksamkeit und meine finanziellen Ressourcen sind fast verbraucht, ich benötige das Geld, was ich verdiene, fast komplett zum Leben.

Oh scheisse
 
Alt 26.02.2017, 10:01   #8
Julchen94
Moderator(in)

 
Avatar von Julchen94
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Abgesehen davon, was Edda geschrieben hat und berücksichtigt werden muss kann man ein anderes Antibiotikum probieren, wir hatten Amoxicillin.
Parallel dazu kann man sich unterstützend Apis/Belladonna von Wala besorgen, ich schwöre auf die Dinger. Das wirkt aber nur auf den Hals und den Infekt.
Alles andere sollte trotzdem abgeklärt werden.
 
Alt 26.02.2017, 10:06   #9
dien
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Hallo,

Kasimir hat das gleiche Problem.

Kurzfassung:
Es fing im Juli 2016 so richtig an (vorher fraß er auch schon mäkelig, wobei ich mir aber nichts dachte da er jedes neue Futter gerne fraß). Erst wurden seine Zähne saniert (Zahnstein weg und ein Zahn raus). Dann ging es los mit AB und nochmal AB und Cortison...
Immer ein auf und ab. Unter Schmerzmittel fraß er aber gut (ich nehme Onsior, da er das Metacam nicht gut verträgt, er übergibt sich davon immer).
Mit Schmerzmitteln geht es gut, die soll er aber nicht dauerhaft bekommen. Das spricht allerdings gegen einen bakteriellen Infekt.

Nachdem es auch über Wochen nicht besser wurde und seine Zähne schon wieder arg Zahnstein angesetzt hatten, ging ich zu einem Katzenspezialisten, der auch Dentalröngten macht. Kasimir wurde dort dann auch direkt operiert. Er hat FORL. Es wurden ihm alle Backenzähne gezogen und zwei Fangzähne. Der Rest der Zähne sah gut aus. Bei der Gelegenheit habe ich auch eine Tupferprobe aus dem Rachen nehmen lassen, kein Virus (das kann auch schon mal sein).
Mit der Zahn OP dachte ich dann wäre es ausgestanden. Leider Fehlanzeige.
Kaum war die Antibiose und das Schmerzmittel vorbei, fing es wieder an. Bei ihm ist es vermehrt die rechte Seite.

Nachdem nun auch der Katzenspezialistin nur noch Cortison einfällt, habe ich in Absprache mit meiner Tierärztin eine Eigenblutbehandlung angefangen.
Wir sind jetzt bei der Hälfte und es wird definitiv besser Wir brauchen weniger Schmerzmittel (ich habe es ihm immer dann gegeben, wenn er nicht mehr fraß, anfangs war das alle zwei Tage).
Nun warten wir ab. Ansonsten würde ich noch eine Haaranalyse machen, um zu schauen ob es etwas gibt was ihm fehlt.

Ich würde daher mal ein Dentalröntgenbild anfertigen lassen und wenn er dann auch schon mal in Narkose liegt einen Tupfer aus dem Hals nehmen lassen, um einen Virus auszuschließen.


Liebe Grüße
Nadine
 
Alt 26.02.2017, 12:01   #10
kittekatz
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Danke für Deinen interessanten Bericht, Nadine.

Was kostet denn so ein Dentalröntgen?

Der Appetit steht und fällt augenscheinlich mit dem Metacam, so dass es ja da irgendwo Schmerzen geben muss, denn _generell_ ist die Appetitlosigkeit ja nicht, sondern anscheinend mit Schmerzen vergesellschaftet. Und auch so ist er echt gut beieinander, er geht wieder raus und benimmt sich wie immer.

Und die letzten Untersuchungen bis einschliesslich 2014 zeigen ja immer ein ähnliches Bild, immer beide Werte erniedrigt. Der Calciumwert wurde letztes Jahr nicht erhoben, aber 2014, da war er normal. Ich hab noch was von 2007 gefunden, da waren die Werte noch alle in Ordnung. Hmm... Aber so lange zieht sich doch ein bösartiges Geschehen nicht, oder?

Allerdings ist der Calciumwert im aktuellen Blutbild jetzt auch nicht exorbitant.

Was mir noch einfällt: Anfangs, also vor 3-4 Wochen, war das mit den Schluckbeschwerden auch total deutlich, sonst hätte ich das ja gar nicht mitbekommen. Er hat sogar einige Male am Futternapf gewürgt, und beim ersten Mal wurde meiner Erinnerung nach auch noch der rote Hals zusätzlich diagnostiziert. Jetzt ist das sehr diskret, kaum wahrnehmbar bzw. vielleicht normale Schluckbewegungen (ich seh schon die Flöhe röcheln) und er hat auch nicht mehr gewürgt, wenn ich ihm den Futternapf vor die Nase gehalten habe. Das war so, als hätte das was mit dem Speichel (Pawlowscher Reflex) zu tun gehabt, und nur, wenn er z.b. aus dem Schlaf das ding vor die Nase gehalten bekommen hat. Echt merkwürdig.

Was damit zusammenhängen kann, ist sein weicher Knoten auf dem Rücken, der wurde 2014 das erste Mal bemerkt. Allerdings ist der eher kleiner als größer geworden, es gibt kein veränderung im Wachstum, das wird beobachtet. Ist ein weicher verschieblicher Hubbel.
 
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