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Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Diskutiere im Katzenforum von Netz-Katzen.de über Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an im Bereich "Infektionskrankheiten". --> Zitat: Zitat von vilma Ähh... langsam. Mit 250 ml pro Sitzung kannst du eine Katze ersäufen. Das meine ich nicht im Spaß! Wieviel wiegt Uri? Du riskierst bei sowas, dass die Lunge ...
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Alt 16.03.2017, 05:38   #101
Kalimera
Moderator(in)
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Zitat:
Zitat von vilma Beitrag anzeigen
Ähh... langsam. Mit 250 ml pro Sitzung kannst du eine Katze ersäufen. Das meine ich nicht im Spaß! Wieviel wiegt Uri? Du riskierst bei sowas, dass die Lunge vollläuft, wenn das Herz die zusätzliche Flüssigkeit nicht packt. Vor allem, wenn er nicht dehydriert ist. Dann das Furosemid... Ich sage es
dir ehrlich, darauf würde ich mich nicht einlassen. Du sagst selber, das Ganze ist experimentell. Fangt doch wenn überhaupt besser so an, wie die Fallbeschreibung es hergibt.
Also das muss man doch ein wenig relativieren. Natürlich kann man eine Katze, die eine Niereninsuffizienz oder eine Herzinsuffizienz hat mit 250 ml ersäufen.
Dauerhaft täglich 250 ml Infusion wäre auch zu viel. Aber in der Akutbehandlung über eine begrenzte Zeit (zumal die Infusionen ja vielleicht nicht täglich verabreicht werden) sind 50-60 ml/kg Körpergewicht Infusion möglich.
Und das zusätzliche Furosemid ist durchaus sinnvoll, da durch Furosemid vermehrt Kalzium ausgeschieden wird. Auch in der Humanmedizin wird NaCl und Furosemid gleichzeitig zur Behandlung der Hyperkalzämie angesetzt.
Bevor also meine Katze durch die Hyperkalzämie in die Niereninsuffizienz rutscht oder andere Folgeerkrankungen, würde ich ihr lieber Furosemid und Infusionen geben und vor eigenmächtigem Absetzen und Verändern der Dosierung auf jeden Fall Rücksprache mit der Tierärztin halten. Denn auch die unzureichend behandelte Hyperkalzämie ist nicht ungefährlich.
 
Alt 16.03.2017, 05:38   Anzeige
NinaP
 
Standard AW: AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Hallo Kalimera,

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 16.03.2017, 08:26   #102
kittekatz
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Guten Morgen, ich habe mich jetzt entschieden, heute erstmal nur aufhydrieren zu lassen mit 150 ml bzw ich lasse mich nochmal beraten und morgen gibt's dann Furo dazu, dann ist er schon genügend hydriert und kann pieseln.

In der Literatur ist sowohl Furo als auch Furo plus Pred beschrieben zusätzlich zur Rehydrierung. Ob am Samstag nochmal Furo muss, werd ich sehen. Sonntag machen wir Pause und am Montag sind die Ergebnisse da und erst dann werd ich zur onkologischen Praxis gehen.

Ich werd hier noch völlig konfus, gerade heute fällt es mir sowieso nicht leicht, schon wieder zum Tierarzt zu gehen.
 
Alt 16.03.2017, 09:16   #103
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Ich schreibe das hier auch nur aus meiner persönlichen Sichtweise. Das klingt dann oft sehr bestimmt. Klar kann man das relativieren und jede andere Ansicht ist genauso legitim.

Ich gehe davon aus, dass du selber weißt, dass humanmedizinische Behandlungsmethoden nur bedingt auf Katzen übertragbar sind. Eine feline idiopathische Hypercalcämie ist meines Verständnisses nach eine Ausschlussdiagnose - deswegen sollte man die Fallbeschreibung vielleicht auch unter Vorbehalt anwenden. Vorsicht ist ja immer die Mutter der Porzellankiste. Was genau sagt jetzt das erhöhte ionisierte Calcium aus - eine genaue Diagnose ermöglicht es noch nicht, oder? Tumor oder idiopathisch wäre beides möglich? Ein primärer Hyperthyreoidismus bei Katzen ist auch wirklich nicht gerade häufig, aber noch nicht ausgeschlossen? In 10 Jahren Forum sind mir alle möglichen verrückten Krankheiten begegnet, das aber noch nicht.

Ich habe so meine Erfahrungen mit Katzen und Lungenödemen, mit und ohne Zusammenhang zu Infusionen. Letztes Jahr ist eine meiner Katzen an einem Lungenödem gestorben, infolge einer Narkoseunverträglichkeit, auch Entwässerung half nichts. Viele Katzen überleben ein Lungenödem nicht, deshalb würde ich jedes Risiko einer Überhydrierung von vornherein ausschließen wollen. Es gab hier im Forum auch mindestens zwei Fälle von dehydrierten (!) Katzen, die nach subkutaner Infusion als Notfall mit akuter Atemnot beim TA gelandet sind. Leider lässt man ja vorher nicht einen Kardiologen mit Farbdoppler schallen, um eine Herzinsuffizienz sicher auszuschließen zu können - nur Abhören sagt nichts aus über den Zustand des Herzens einer Katze.

Furosemid ist für Katzen generell sehr nierenbelastend. Meine Katze wurde in der Klinik trotz Ödems unter Furosemid geringfügig infundiert, weil man Angst hatte, die Nieren zu schrotten - leider war das letzten Endes unser geringstes Problem.

Das ein wenig zum Hintergrund meiner Worte oben. Ich persönlich würde mich mit Prednisolon zum Einstieg deutlich wohler fühlen, weil Katzen mit Pred in passender Dosierung idR sehr gut klarkommen. In der Fallbeschreibung, wenn man sich darauf beziehen möchte, wird ebenfalls zunächst eine Behandlung mit Cortison gestartet.

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass eure Behandlung anschlägt!
 
Alt 16.03.2017, 19:57   #104
kittekatz
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Er hat heute ungefähr 170 ml bekommen, evtl auch 180, das finde ich okay. Und kein Furo. Ihm geht es gut, er ist recht mobil. Gepieselt hat er bisher nur zweimal, was mir sagt, dass er erstmal das Wasser im Körper braucht, das kenne ich von meiner lieben Kitty auch.
Morgen machen wir Pause und am Samstag kriegt er nochmal nen Schoppen.
Am Montag sind die Befunde da, spätestens Dienstag.
Dann ist das Parathormon da, um eine Schilddrüsensache auszuschließen (oder zu bestätigen) und das related Protein als Tumormarker.

Dann wird entsprechend weiter behandelt. Optionen sind symptomatische Behandlung mit Pred oder ein CT oder die Suche nach dem Knoten in der nebenschilddrüse.
 
Alt 17.03.2017, 10:26   #105
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Ich wünsche euch viel Erfolg.

CT wäre ja auch finanziell eine ganz schöne Kante. Was genau würde man damit finden wollen?
 
Alt 17.03.2017, 17:11   #106
kittekatz
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Einen Tumor könnte man im CT feststellen.
 
Alt 17.03.2017, 23:09   #107
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Stimmt - auch sonst unsichtbare Tumore würde man per CT finden.

Bei meinem Kater fand man erst im CT einen Rückenmarkstumor, ein Meningeom... das sah aber erst der Radiologe; der Allgemein-TA meinte beim Röntgen einen Beckenbruch gesehen zu haben.
 
Alt 18.03.2017, 09:17   #108
kittekatz
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Ich werde wohl das Geld in die Hand nehmen müssen, meine Freundin hat mir eine Mitbeteiligung zugesichert, sie hat selbst ein Tier und weiß, wie man mitleidet. Sonst könnte ich das gar nicht.

Mal sehen, wie das related Protein ist. Ich bin aufgeregt und ängstlich deswegen.

Ich werde auch die Aufnahme des Notfellchens davon Abhängig machen. Wenn die Diagnose beherrsch- und behandelbar ist, zieht Dante hier ein.
 
Alt 18.03.2017, 11:55   #109
kittekatz
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Zitat:
Zitat von vilma Beitrag anzeigen
Stimmt - auch sonst unsichtbare Tumore würde man per CT finden.

Bei meinem Kater fand man erst im CT einen Rückenmarkstumor, ein Meningeom... das sah aber erst der Radiologe; der Allgemein-TA meinte beim Röntgen einen Beckenbruch gesehen zu haben.
Wie wurde das Meningeom behandelt?

Und kannst Du mal schreiben, wie das mit dem CT vor sich geht? Ich müsste dazu in einen anderen Stadtbezirk fahren, Fahrzeit sicherlich eine knappe Stunde (Berlin ist groß). Gibt man das Tier dann einfach ab und holt es am nachmittag nach dem Aufwachen wieder? Der Uri war noch nie in Narkose, davor graut mir schon... Oder werden die Tiere nur schlafen gelegt? Oder ist schlafen legen oder eine Narkose?

Das CT würde 500 Euro kosten, dafür ist das aber eine sehr professionelle Praxis. Von der hiesigen Tierklinik, die allerdings um die Ecke ist, wurde mir abgeraten....
 
Alt 19.03.2017, 11:24   #110
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Geschwollene Tonsillen und Schluckbeschwerden - und nichts schlägt an

Das Meningeom wuchs im Rückenmark und war nicht behandelbar, da nicht operabel. Es gab nach der Diagnose nur noch Prednisolon palliativ. Igor hatte Lähmungen, erst nur der Hinterbeine (deshalb im Röntgen erst Verdacht auf Beckenbruch), dann auch der Vorderbeine, und einen Tremor - alles neurologisch bedingt. Das Meningeom saß auf Höhe des 1./2. Brustwirbels und der Radiologe befürchtete über kurz oder lang eine Lähmung der Atmung; auch Schmerzen waren nicht auszuschließen. Eine Woche nach dem CT musste ich Igor einschläfern lassen, er war bewegungsunfähig und musste wie ein Querschnittsgelähmter versorgt werden. Ich habe so sehr mit ihm gelitten udn war am Ende froh, als er endlich frei und erlöst war, auch wenn es mir das Herz in tausend Teile zerbrochen hat.

Igor wurde für das CT per Inhalationsnarkose schlafen gelegt, wir haben die ganze Zeit gewartet. Das Ganze ging relativ schnell; er wurde uns wach zurückgebracht und hat die Narkose trotz seines Zustands gut verkraftet. Mit Voruntersuchung, Wartezeit und Besprechung hat es vielleicht zwei Stunden gedauert. Wir waren in einer Überweisungspraxis bei Fachtierärzten, wo man einen Computertomographen hat und auf Chirurgie und Neurologie spezialisiert ist. Der Radiologe war wirklich phänomenal gut, hat mir auch später in einem Telefonat auf eine sehr menschliche Weise erklärt, warum wir Igor nicht retten können. Eine OP hätte ihn töten oder zu einem Zombie machen können.

Uns hat das CT mit allem Drumherum etwa 600 Euro gekostet. Das ist normal, denke ich.
 
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