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Akute Niereninsuffizienz

Diskutiere im Katzenforum von Netz-Katzen.de über Akute Niereninsuffizienz im Bereich "Harnwegserkrankung". --> Guten Abend an alle Katzenfreunde, durch Zufall stieß ich die letzten Tage auf dieses Forum und habe mich durch diverse Beiträge rauf und runter gelesen. Grund hierfür ist mein Kater Scott (12J, ...
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Alt 07.03.2017, 19:33   #1
Verve
 
Avatar von Verve
Standard Akute Niereninsuffizienz

Guten Abend an alle Katzenfreunde,

durch Zufall stieß ich die letzten Tage auf dieses Forum und habe mich durch diverse Beiträge rauf und runter gelesen. Grund hierfür ist mein Kater Scott (12J, EKH, Freigänger, kastriert) der mir seit einigen Tagen extreme Sorgen bereitet.

Angefangen hat es vergangene Woche, er war eigentlich putzmunter, blieb allerdings schon über die Faschingstage mehr im Haus als draußen. Gefressen hat er wie immer, allerdings fiel mir am Dienstag schon auf, dass er sein NaFu nur zur Hälfte weggeputzt hat. Am Mittwoch ließ er es komplett stehen. Ich habe noch nicht viel darauf gegeben, solche Phasen hat er immer wieder mal und kommt dann meistens Nachts und frisst seine Portion leer. Doch am Donnerstag morgen stand sein Futter noch immer unberührt da. Trockenfutter hat er ein wenig gefressen und sich ansonsten gelegentlich seine Katersnacks abgeholt. In der Nacht auf Freitag mehrfach erbrochen, es kam "nur" weißer Schaum und Wasser. Freitag bin ich dann gleich morgens mit ihm zum Tierarzt. Einfach zur Sicherheit. Nach einer Untersuchung bekam er vorsorglich ein AB und etwas gegen Übelkeit. Mein TA war der Ansicht, dass es sich eventuell einen Magen-Darm-Infekt handelt, da bereits mehrere Fälle in der Praxis vorstellig waren. Ich hätte an diesem Tag schon auf eine Blutuntersuchung oder einen genaueren Befund drängen sollen - er kam mir schwach und elend vor.

Sein Zustand
verschlechterte sich Freitag von Stunde zu Stunde. Anfangs lag er nur herum, konnte weder zum Spielen noch Fressen (ich sollte ihm Joghurt geben - den er normalerweise heiß und innig liebt) animiert werden. In der Nacht zu Samstag stand er stundenlang mit gesenktem Kopf am Katzenbrunnen, hat immer wieder Unmengen getrunken und dann sofort aufs Katzenklo gerannt. Beim Entfernen der Streu war mir dann klar, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Es roch nichts nach dem typischen Katzenurin und es war viel zu viel, was da aus dem Kater wieder heraus kam (im Katzenbrunnen fehlte ein Liter Wasser). Wir sind Samstag morgen sofort in die Tierklinik und die ersten Untersuchungsergebnisse waren ein großer Schock. Der Kater war extrem dehydriert und seine Nierenwerte "exorbitant hoch". Dazu hatte er noch Untertemperatur (36,2 - 36,6°C). Man hat uns kurz darauf weggeschickt, er sollte sofort stationär aufgenommen und weiter untersucht werden. Die behandelnde Tierärztin meinte nur, dass es sich offenbar um ein akutes Geschehen handeln würde, sie aber erst mehr nach Sonographie, Röntgen, etc. sagen können.

Auskunft Sonntag: Er hatte Samstag schon wieder etwas gefressen, Röntgen und Ultraschall zeigten beide Nieren stark vergrößert. Sorgen würde ihnen der hohe Phosphatwert bereiten.

Auskunft Montag: Blutwerte wieder annähernd normal, Crea bei 2,2 (von 20). Vielleicht Entlassung am Dienstag. Fressen etwas mäkelig, aber sonst OK.

Auskunft von Heute: Crea wieder auf 2,9 gestiegen. Kaliumspiegel nicht in Ordnung (Kein Wert genannt). Röntgen zeigte immer noch eine Vergrößerung der beiden Nieren, allerdings schon leicht rückläufig zum Sonntag. Dafür frisst er wenig und ist schlecht gelaunt. Temperatur wieder normal, für eine weitere Sonographie war keine Zeit, die soll morgen gemacht werden. Tierärztin ist weiter der Ansicht, dass es sich um ein akutes Geschehen handelt. Ich habe mittlerweile große Angst, dass sich sein Zustand nach den doch erst ermutigenden Ergebnissen weiter verschlechtert.

Nun meine beiden Fragen:

Die behandelnde Tierärztin erwähnte heute erneut, dass eventuell Gift im Spiel sein könnte. Diese Aussage habe ich von meiner niedergelassenen Tierärztin und von der TK erhalten. Dazu muss ich noch anmerken, dass wir seit 4 Wochen einige Streuner im Ortsteil haben, die gerne mal Türen und Gärten markieren. Ich finde das auch nicht unbedingt gut, aber mei.. ist eben so. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass einigen Mitmenschen ihre Gärten und Haustüren wichtiger sind, als ein Lebewesen. Einen der Streuner hat man 200 m weiter tot in einem Hof gefunden. Schon ein seltsamer Zufall wie ich finde. Kann das wirklich sein? Katzen sind doch normalerweise sehr vorsichtig und ich wüsste nicht, dass meiner außer Mäusen draußen etwas frisst. Ich wohne seit 8 Jahren mit den beiden Katern hier und habe nie etwas in der Art gehört oder selbst erlebt.

Noch eine weitere Anmerkung hierzu: Ende Dezember kam Scott mit einer geschwollenen Wange nach Hause. Als Kampfkater kenne ich das bei ihm schon. Wir sind sofort zum Tierarzt, er bekam AB und Metacam (mittlerweile weiß ich, dass er das NIE mehr bekommt). Metacam bekam er mindestens über 8 Tage, da der Abszess wirklich übel war und mehrfach geöffnet und gespült werden musste. Es war sogar von einer möglichen Beteiligung der Speicheldrüse die Rede, allerdings hat eine Nachuntersuchung nichts mehr ergeben - nur dass er seitdem etwas schmatzt. Aber laut TA wäre das nicht weiter schlimm.

Die zweite Frage betrifft seinen Zustand, ich habe hier so viele Beiträge gelesen und mir auch die Seite von Tanya angesehen. Dieses Auf- und Ab, ist das normal? Ich mache mir große Sorgen um ihn, auch wenn seit Behandlungsbeginn in der TK erst wenige Tage vergangen sind. Ich ging nach den Recherchen davon aus, dass die Werte konstant sinken.

Über Ratschläge und Hilfestellungen (v.a. wegen des möglichen Gifts und der Weiterbehandlung/Aussichten) würde ich mich sehr freuen. Das komplette Blutbild kenne ich noch nicht, ich kann hier für den Augenblick nur die Aussagen der TK posten - sobald es mir vorliegt, reiche ich das gerne nach. Scotts Bruder Vincent lebt ebenfalls seit 12 Jahren bei und mit uns, und wir möchten ihn am liebsten gar nicht mehr hinaus lassen.

Vielen Dank an Alle!
Lg
Verve
 
Alt 07.03.2017, 19:33   Anzeige
NinaP
 
Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Hallo Verve,

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 07.03.2017, 20:02   #2
mortikater

 
Avatar von mortikater
Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Hallo Verve, das ist ja eine schlimme Geschichte. Bekommt der Kater Infusionen in der TK? Das ist das Wichtigste bei einer ANI.

Nach einer ANI können die Nieren auch einen Schaden zurückbehalten, das war bei meinem Morti vor vielen Jahren so. Es muss aber nicht sein. Hat er vielleicht bis Infusionen bekommen und nach Beendigung der Infusionen stieg der Crea wieder?

Gift kann sehr gut ein Auslöser sein, in welcher Form auch immer.

Aber bisher scheint es mir doch, dass Dein Kater das packt, der extrem hohe Wert ist deutlich gesunken. Wäre auch eine Nierenentzündung denkbar, wird der Kater antibiotisch behandelt?
 
Alt 07.03.2017, 20:19   #3
Verve
 
Avatar von Verve
Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Hallo Mortikater,

Vielen Dank für die Antwort! Ja er bekommt seit Samstag Infusionen. Ich war heute leider zu aufgeregt um danach zu fragen, ob sie gestern die Infusionen eingestellt haben. Antibiotika hat er von der niedergelassenen Tierärztin am Freitag bekommen, das habe ich in der TK so angegeben. Von einer Nierenentzündung war bisher nicht die Rede. Ich frage morgen aber nochmal nach. Die Tierklinik ist leider 60 km entfernt und bei stationär aufgenommenen Katzen wollen sie keine Besuche. Als Vinnie vor 5 Jahren ein Schädel-Hirn-Trauma hatte, haben sie ein kleines großes Wunder vollbracht.

Ich hoffe sehr das er es packt, Scott ist ein toller Kater mit einem ganz eigenen Kopf. Von seinen neun Leben hat er schon einige aufgebraucht, aber ich hoffe er hat noch mindestens 5 über
Sein Bruder dreht seitdem total am Rad, auch wenn sie immer so tun, als ob sie sich überhaupt nicht ausstehen können, sucht er ihn nun ständig und ist am jammern.
Lg
Verve
 
Alt 07.03.2017, 22:09   #4
romulus

Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Wenn der Crea von 20 !!! auf 2,2 gefallen ist, sieht es sehr danach aus, dass sie es schaffen, ihn durch die Krise zu bringen.
Frag nach wegen der Infusionen - obwohl ich denke, sie werden sie erst einstellen, wenn er wirklich stabil ist, sie haben sicher Erfahrung mit solchen akuten Geschehen.
Ich drücke Euch die Daumen!
 
Alt 07.03.2017, 22:13   #5
romulus

Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Wegen der möglichen Gifte:
am giftigsten für Katzen sind jede Art von Lilien und Frostschutzmittel für´s Auto, nur um das mal zu erwähnen! Es muss nicht immer ein Katzenhasser sein!
 
Alt 08.03.2017, 05:22   #6
Verve
 
Avatar von Verve
Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Hallo Romulus,

vielen Dank für die beiden Antworten. Lilien haben wir keine und auch in der Nachbarschaft nicht, das habe ich gleich gecheckt. Frostschutz ist so eine Sache, die Jahreszeit passt ja noch und wie schnell geht da mal ein Tropfen daneben. Ausschließen kann ich das leider nicht. Vielleicht ist Scott einige Häuser weiter bei einem Autobastler durch irgendwas durchgelaufen

Mich hat nur der tote Streuer stutzig gemacht. Er wurde in einem Ortsteil mit kaum Verkehr gefunden, lag einfach tot auf einem Rasenstück.

Heute um 11.00 Uhr erfahre ich, ob ich meinen großen grauen wieder nach Hause holen kann.

Lg Verve
 
Alt 08.03.2017, 06:31   #7
chilli 1
Moderator(in)

 
Avatar von chilli 1
Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Alles Liebe für deinen großen Grauen,

dass es weiter aufwärts geht und du ihn mit nach Hause bekommst.

Freu dich, dass sich die Werte verbessert haben,
man kann nur spekulieren was die Ursache war.


Liz
 
Alt 08.03.2017, 09:39   #8
Tily
 
Avatar von Tily
Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Hallo Verve,
ich drück natürlich auch ganz fest die Daumen, dass dein Grauer wieder ganz auf die Beine kommt. Ich musste zum Glück noch nicht so eine Erfahrung machen wie du, allerdings hatten wir in der nächsten Stadt hier auch einen Fall der sogar groß in die Lokalzeitung kam, da hat ein Tierhasser einen ätzenden Stoff über Katzen gekippt, der Kater konnte auch noch auf die letzte Minute gerettet werden....ich hoffe sehr, dass es bei euch nicht der Fall ist.

Der Streuner ist vermutlich schon beerdigt, sonst hätte es evtl. die Möglichkeit gegeben ihn noch mal untersuchen zu lasssen...war jetzt nur so ein Gedanke.

Ich bin keine Fachfrau, aber dass ein 12 jähriger Kater mit seiner Lebenserfahrung plötzlich giftige Pflanzen frisst, halte ich doch auch eher für unwahrscheinlich...das einzige könnte vielleicht sowas wie Bioabfall oder Komposthaufen sein, wo dann auch noch andere Essenreste liegen und evt. giftige Pflanzenteile , dass er so was erwischt hat.

Ich persönlich habe gerade bei älteren Katzen ganz gute Erfahrung mit Homöopathie gemacht, evtl. eine Alternative auch für dich. Unsere Lena hatte aufgrund von Katzenvirus eine Art Herpes im Rachen und konnte nicht mehr Fressen, der TA hat alle 14 Tage Cortison gespritzt, das ging ein halbes Jahr lang bis ich gedachte habe, da muss es doch eine andere Lösung geben...sie war damals 10 Jahre alt....Dank einer guten Homöopathin bekamen wir es in den Griff und sie wurde 17 Jahre alt.

Alles , alles Gute für euch
 
Alt 08.03.2017, 11:48   #9
mortikater

 
Avatar von mortikater
Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Zitat:
Zitat von Verve Beitrag anzeigen
Noch eine weitere Anmerkung hierzu: Ende Dezember kam Scott mit einer geschwollenen Wange nach Hause. Als Kampfkater kenne ich das bei ihm schon. Wir sind sofort zum Tierarzt, er bekam AB und Metacam (mittlerweile weiß ich, dass er das NIE mehr bekommt).
Dazu noch eine Anmerkung - es lässt sich wohl nicht vermeiden, dass eine Katze hin und wieder Metacam bekommt, weil es mehr oder weniger das einzige Schmerzmittel ist und die meisten Katzen vertragen es auch. Selbst mein nierenkranker Mika hat bei Zahn-OPs und Schmerzen Metacam bekommen, da hat mein TA drauf bestanden.

Es geistert so durch die Foren - Metacam und Cortison sind des Teufels, sind sie aber nicht und in vielen Fällen, wo die Besitzer VERMUTEN, dass Metacam der Auslöser für ein Geschehen war, gibt es außer dem zeitlichen Zusammenhang keinen Beweis.
 
Alt 08.03.2017, 11:56   #10
chilli 1
Moderator(in)

 
Avatar von chilli 1
Standard AW: Akute Niereninsuffizienz

Zitat:
Zitat von mortikater Beitrag anzeigen
Dazu noch eine Anmerkung - es lässt sich wohl nicht vermeiden, dass eine Katze hin und wieder Metacam bekommt, weil es mehr oder weniger das einzige Schmerzmittel ist und die meisten Katzen vertragen es auch. Selbst mein nierenkranker Mika hat bei Zahn-OPs und Schmerzen Metacam bekommen, da hat mein TA drauf bestanden.

Es geistert so durch die Foren - Metacam und Cortison sind des Teufels, sind sie aber nicht und in vielen Fällen, wo die Besitzer VERMUTEN, dass Metacam der Auslöser für ein Geschehen war, gibt es außer dem zeitlichen Zusammenhang keinen Beweis.
Dem möchte ich mich anschließen,

man liest immer nur, wenn etwas vermeintlich schief gegangen ist,
Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen gibt es bei jedem Medikament,

wie vielen Tieren es aber geholfen hat, eine schmerhafte Kriese zu überwinden oder dauerhaft von chronischen Schmerzen befreit zu sein schreibt kaum ein Besitzer,

ist in der hum. Medizin ja auch so.
 
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