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Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

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Alt 15.02.2009, 19:28   #1
vilma

 
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Standard Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Zu diesem Thread

Da die Frage der adäquaten Ernährung von CNI-kranken Katzen hier im Forum immer wieder aufkommt, möchte ich einen Thread speziell zu diesem Thema ins Leben rufen. Dieser soll nach dem Prinzip des „Informationen“-Threads funktionieren und strikt informationsgebundene Beiträge enthalten; KEINE Fragen oder individuellen Krankheitsgeschichten, denn dafür haben wir ja den Erfahrungsaustausch oder das CNI-Forum selbst. Es gibt bereits einen vielzitierten CNI-Ernährungsbeitrag von ironies hier im Forum, welcher meiner Meinung nach aber stellenweise überholungsbedürftig ist – das ist aber wie gesagt nur meine Meinung.

Zwar sind im Info-Thread bereits viele relevante Beiträge zum Thema Ernährung vorhanden, doch in meinen Augen macht ein separater Thread mehr Sinn, da gerade CNI-„Anfänger“ der Problematik oft völlig hilflos gegenüberstehen und daher in den individuellen Postings immer wieder dieselben Fragen zum Füttern auftauchen. Zudem ist die richtige Ernährung von CNI-Patienten ja ein überaus wichtiger Bestandteil der Krankheitsbehandlung als solcher und sollte deshalb nicht hintenan gestellt werden. Meiner Meinung nach wird es auch Zeit, mit „ollen Kamellen“,
sprich hartnäckigen Vorurteilen und veralteten Ansichten zum Thema CNI und Ernährung aufzuräumen.

Ich hoffe auf rege Beteiligung aller Foris, die sich in dem Thema schon etwas auskennen. Gegensätzliche Meinungen, Ergänzungen und ggfs. Korrekturen zu dem „Grundgerüst“, das ich hier errichten möchte, sind ausdrücklich erwünscht, nicht aber komplett übernommene Fremdtexte bzw. Artikel (Urheberrecht beachten)!

Ich weise darauf hin, daß alle Angaben von mir nach bestem Wissen und Gewissen gemacht werden. Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit, da ich weder Tierarzt noch Ernährungswissenschaftler bin. Die Ernährung eurer CNI-Katze sollte daher in letzter Instanz immer von einem kompetenten Tierarzt abgesegnet werden!


Allgemeines

Um eines gleich vorwegzunehmen – die einzig richtige und ultimative Form der Ernährung bei CNI gibt es nicht. Wenn man es aber schafft, gewisse Richtlinien einzuhalten, hat man gute Chancen, die Katze im Kampf gegen die Krankheit wirksam zu unterstützen. Unerlässlich sind in jedem Fall tierärztliche Überwachung und ggfs. regelmäßige Kontrollen der Blutwerte, um nötigenfalls die Ernährung entsprechend anzupassen.

Die passende Fütterung hängt immer vom individuellen Gesundheitszustand der jeweiligen Katze ab und davon, was sie akzeptiert und verträgt. So macht es zB wenig Sinn, auf Nierendiät zu beharren, wenn die Katze diese beispielsweise absolut nicht mag – und ein Trofu-Junkie wird sich so ohne weiteres schwer von den Vorzügen eines Premium-Nassfutters überzeugen lassen, und sei es noch so hochwertig. In solchen Fällen hilft oft nur Geduld und eine gute Portion List gepaart mit Erfahrung, manchmal auch keines von beiden. Dann muß man bereit sein, über Alternativen nachzudenken, denn eines ist sicher:
Eine CNI-Katze muß fressen; im Notfall ist die Qualität des Futters (zumindest zeitweise) absolut zweitrangig – Hauptsache, die Katze frisst überhaupt! Dies würde ich als einzige „goldene Regel“ aufstellen wollen.

Ein CNIchen, das nicht frisst, baut kräftemäßig rapide ab und man riskiert schon nach kurzer Zeit eine potentiell lebensbedrohliche Lebererkrankung (sog. Hepatische Lipidose). Deshalb darf man es keinesfalls über einen längeren Zeitraum hungern lassen. Wenn die Katze ein Stadium erreicht, in dem sie kaum oder gar nichts mehr von allein frisst, muß notfalls spätestens nach ein bis zwei Tagen zwangsernährt werden, ggfs. in Kombination mit appetitstimulierenden Medikamenten und/oder Magensäureblockern. Scheut euch nicht, die Unterstützung eures Tierarztes hierbei energisch einzufordern, denn das kann der Katze das Leben retten! Wenn ihr unsicher seid, laßt euch die richtige Technik der Assistenzfütterung zeigen und nötigenfalls spezielles Aufbaufutter bzw. Medikamente aushändigen.

Ein weiteres Kriterium bei der Fütterung von CNIchen, das wirklich Sinn macht, ist das Verteilen des Futters auf möglichst viele kleine Mahlzeiten am Tag. Da sehr viele CNI-Patienten Magenprobleme haben, kommt ihnen eine solche Maßnahme bei der Verdaulichkeit sehr entgegen. In bestimmten Phasen der Krankheit ist außerdem der Appetit einfach nicht groß genug, als dass sie mehr als ein paar Happen auf einmal zu sich nehmen würden.

In diesem Zusammenhang möchte ich einen Link zu Tanyas CNI-Website posten, unter dem grundsätzliche Futterfragen sowie diverse Tipps und Tricks (Futter anwärmen, Futternäpfe erhöht aufstellen usw.) noch ausführlicher behandelt werden:
http://www.felinecrf.info/zum_fressen_motivieren.htm
 
Alt 15.02.2009, 19:28
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Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 15.02.2009, 19:33   #2
vilma

 
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Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Eiweiß, Phosphor, Fett – die 3 wichtigsten Kriterien

Als Carnivoren sind Katzen sozusagen hochspezialisierte „Proteinmaschinen“, d. h. sie sind auf hochwertiges tierisches Eiweiß angewiesen, um gesund zu bleiben und ihren Stoffwechsel funktionsfähig zu halten. Das gilt auch bzw. gerade für CNIchen! Deswegen ist es wichtig, ihnen ein Futter anzubieten, das einen hohen und hochwertigen Fleisch- und damit Proteinanteil aufweist. Leider sind auch heutzutage noch viele Tierärzte der Meinung, man müsse das Protein im Futter von CNI-Patienten drastisch reduzieren – aktuelle Forschungen zeigen, dass diese Ansicht eher veraltet bzw. bei Feliden nicht zutreffend und unter Umständen sogar schädlich ist.
Bei CNI-Patienten wird im Laufe der Krankheit vermehrt körpereigenes Eiweiß verstoffwechselt bzw. mit dem Urin ausgeschieden (sog. Proteinurie), d.h. die Katzen verlieren über kurz oder lang an Muskelmasse und Gewicht und sind körperlich geschwächt. Es erscheint logisch, dass man solchen Katzen Protein nicht entziehen, sondern im Gegenteil ausreichend zuführen sollte, damit sie physisch bei Kräften bleiben und der Krankheit Paroli bieten können. Allerdings kann eine Einschränkung der Proteinzufuhr unter gewissen Umständen sinnvoll sein, zB bei sehr hohen Harnstoffwerten bzw. bei Gefahr einer metabolischen Azidose (Stoffwechselübersäuerung), allerdings nicht in einem frühen Krankheitsstadium. Man muß bedenken, dass Katzen, kranke und gesunde, die eiweißreich ernährt werden, generell einen höheren Harnstoffwert aufweisen, was in einem gewissen Rahmen normal und nicht besorgniserregend ist.

Was im Futter aber definitiv reduziert werden sollte, ist Phosphor, denn ein zu hoher Blutphosphatwert schädigt die Nieren nachweislich und kann den Krankheitsverlauf beschleunigen bzw. dafür sorgen, dass die Katzen sich schlecht fühlen. Außerdem kann ein zu hoher Phosphatwert einen sog. sekundären Hyperparathyroidismus auslösen. Laut einer britischen Studie aus dem Jahr 2000 lebten CNI-Katzen, die phosphatarm ernährt wurden, mehr als doppelt so lange wie diejenigen, die normal gefüttert wurden.
Fleisch ist leider grundsätzlich sehr phosphathaltig, deshalb sollte man unbedingt darauf achten, ein Futter mit einem niedrigen Phosphatgehalt zu geben, optimalerweise unter 0,5 % (auf die Trockensubstanz bezogen). Herkömmliche Nierendiäten sind normalerweise phosphatarm, aber aus anderen Gründen nicht immer geeignet.

Weist der CNI-Patient einen erhöhten Blutphosphatwert auf und möchte man weiterhin Normalfutter geben, sollte man die Gabe eines Phosphatbinders ins Auge fassen (beim TA erhältlich). Es gibt verschiedene Binder, zB auf Aluminium- oder Calciumbasis; die jeweilige Akzeptanz muß man testen. (Auf Tanyas CNI-Website werden geruchs- und geschmacklose Aluminiumhydroxidbinder bevorzugt empfohlen). Sie werden zum normalen Futter hinzugefügt und binden das darin enthaltene Phosphat. (Von einem Binder namens Ipakitine wird außerdem behauptet, er könne durch sein Adsorbens Chitosan auch urämische Gifte binden und den Harnstoffwert senken, damit auch indirekt den Kreatininwert.) In einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium kann es nötig sein, auch einem bereits phosphatarmen Futter noch zusätzlich Phosphatbinder beizufügen.
Falls die Katze ein solches Gemisch nicht akzeptiert, kann man den Phosphatbinder durch hartgekochtes Eiklar ersetzen. Dieses enthält eine Menge hochwertiges Protein, aber null Phosphat und „verdünnt“ das im Futter enthaltene Phosphat genauso effektiv wie ein Phosphatbinder. Somit ist Eiklar (dieses immer nur gekocht verabreichen!) zweifach wertvoll für ein CNIchen.

Ist der Blutphosphatwert noch im normalen Bereich, kann ein Phosphatbinder diesen unter Umständen zu tief absinken lassen, deshalb ist ein Binder in solch einem Fall (noch) nicht unbedingt nötig. Wenn der TA ihn dennoch für notwendig erachtet, ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutwertes unerlässlich und man sollte mit dem TA mögliche Alternativen, zB die Gabe von Calcitriol besprechen!

Ich empfehle in diesem Zusammenhang das CNI-Kapitel in dem Buch „Your cat – simple new secrets to a longer, stronger life“ von Elizabeth M. Hodgkins, ist zB bei amazon.de erhältlich (leider nur auf Englisch).

Ein weiterer wichtiger Futterbestandteil für CNIchen ist Fett. Fett hat mehrere Vorteile: Es belastet die Nieren bei der Verstoffwechselung nicht und kann der Katze helfen, ihr Gewicht zu halten oder zu erhöhen. Die meisten CNI-Patienten leiden früher oder später unter Gewichts- und Appetitverlust. Da Fett auch ein Geschmacksträger ist, ist fetthaltigeres Futter für diese Katzen evtl. geschmacklich attraktiver. Außerdem liefert es den Katzen Energie in einer Form, wie es etwa Kohlenhydrate beim Menschen tun. Man kann von vornherein Futter mit einem hohen Fettanteil kaufen oder aber Fett supplementieren, etwa in Form von (kleinen Mengen) Butter, Lachsöl, Sahne o. ä. Manche CNI-Dosis dünsten zB Fleisch in der Pfanne mit ein wenig Butter an oder reichen einen Löffel Schlagsahne zwischendurch; je nachdem, was und wieviel die Katze mag und verträgt.

Auch hier wieder zwei Links, die sich mit o. g. und anderen Futteranforderungen detailliert auseinandersetzen:
http://www.felinecrf.info/futteranforderungen.htm
www.mimesworld.de/BARF/CNI.pdf


Nassfutter

Nassfütterung ist für eine an CNI erkrankte Katze (neben Barf, siehe unten) die optimale Wahl. Wie auch im Abschnitt über das Trinken erwähnt ist die Katze naturgemäß darauf ausgelegt, ihren Flüssigkeitsbedarf quasi ausschließlich über das Futter zu decken. Nassfutter enthält normalerweise um 80 % Feuchtigkeit, das entspricht etwa dem Wassergehalt einer Maus (um 70 %), der optimalen Katzennahrung also. Da CNIchen auf viel Flüssigkeit angewiesen sind, die sie auf Dauer auch durch viel Trinken nicht ausreichend aufnehmen können, muß man ihnen in dieser Hinsicht logischerweise über das Futter weitestgehend entgegenkommen, es ggfs. sogar noch zusätzlich mit Wasser oder Brühe anreichern.

Ansonsten gelten die Richtlinien aus dem obigen Abschnitt über Eiweiß, Phosphor und Fett: möglichst phosphatarm füttern und darauf achten, dass genug Fett und reichlich hochwertiges Protein in die Katze kommt. In einem fortgeschrittenen Stadium der CNI muß die Proteinzufuhr ggfs. eingeschränkt werden. Bitte achtet darauf, dass ihr möglichst nur Nassfutter ohne Farb- und Konservierungsstoffe (Antioxidantien und EG-Zusatzstoffe) kauft und auch solches, das am besten keine oder kaum Nebenprodukte enthält. Vermeiden würde ich jede Art von Getreide, auch Reis, Nudeln und Mais; Zucker, pflanzliche Nebenprodukte. Akzeptabel finde ich minimale Zugaben von Gemüse wie Möhren oder auch Kartoffeln. Mein persönliches CNI-Lieblingsfutter wäre allerdings nur mit „Fleisch- und tierische Nebenerzeugnisse, Mineralstoffe“ deklariert.

Auf Tanyas Website findet ihr Interessantes zum Thema Nassfutter:
http://www.felinecrf.info/nassfutter.htm
 
Alt 15.02.2009, 19:36   #3
vilma

 
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Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Trockenfutter

Trockenfütterung als Haupternährung ist die schlechteste Wahl für eine an CNI erkrankte Katze. Sie steht im Verdacht, Krankheiten wie CNI, Diabetes, Asthma, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen etc. zumindest in einem Teil der Fälle mit auszulösen und sollte schon aus diesem Grund vermieden werden.

Für CNIchen ist das größte Problem an Trockenfutter (auch wenn es oft bei Katzen und Dosis gleichermaßen beliebt ist) der fehlende Flüssigkeitsgehalt. Während die optimale Katzennahrung, die Maus, ca. zu 70 % aus Wasser besteht, liegt der Wassergehalt bei Trockenfutter normalerweise lediglich zwischen 8 und 10 %! Katzen sind ernährungsphysiologisch nicht darauf ausgelegt, trocken zu speisen, da sie ihren Flüssigkeitsbedarf aus der Nahrung decken und von Natur aus kaum trinken. Leider besteht der allgemeine Irrglaube, dass mit Trofu ernährte Katzen von sich aus genug trinken würden, um das Flüssigkeitsdefizit auszugleichen – das aber kann kaum eine Katze schaffen, selbst wenn sie nach einer Trockenmahlzeit freiwillig den Wassernapf aufsucht!!! Hier im Forum hat Nadua die Problematik anhand eines Rechenbeispiels prägnant auf den Punkt gebracht; ich erlaube mir daher, einen Link zu ihrem Beitrag zu setzen:
http://www.katzen-links.de/katzenfor...1&postcount=14

Angesichts der Tatsache, dass CNI-Katzen bedingt durch die Krankheit ohnehin zuviel Flüssigkeit verlieren und eine körperliche Austrocknung immer als Drohgespinst am Horizont schwebt, erscheint es logisch, diese nicht noch durch Trockenfütterung zu forcieren. Bleibt daher bitte standhaft, wenn zB ein Tierarzt euch Nierendiät in trockener Form anpreist... Die bequeme und saubere Form der Fütterung macht die möglichen Folgen niemals wett!

Als Leckerli zwischendurch können einzelne Stückchen Trofu natürlich gegeben werden. Viele CNI-Dosis haben das Problem, dass ihre Katzen auf Trockenfutter geradezu fixiert sind und jede Form von Nassnahrung ablehnen. In solchen Fällen kann man versuchen, Trofu in geriebener Form über das Nassfutter zu streuen und so die Akzeptanz zu verbessern. Katzen sind Nasentiere und lassen sich durch den stärkeren Geruch des Trofus vielleicht dazu verleiten, das feuchte Futter mitzufressen. Eine andere Variante wäre, das Trofu in eingeweichter Form anzubieten, dann ist zumindest der Geruch nach wie vor ein Lockmittel.

Tanyas Website bietet auch zu diesem Thema interessante Links:
http://www.felinecrf.info/futteranfo...r_v_nassfutter
http://www.felinecrf.info/trockenfutter.htm


Barfen

Barfen bedeutet „Biologische Artgerechte RohFütterung“ und stellt für CNI-Katzen eine echte Alternative zur Nassfütterung dar. Da ich selbst nur Grundkenntnisse in diesem Bereich habe, werde ich hier nicht auf Einzelheiten eingehen, sondern für erste und weitergehende Infos auf folgende Websites verweisen:
http://www.savannahcat.de/katzenernaehrung.html
http://dubarfst.eu/

Wer den Aufwand nicht scheut und bereit ist, sich fundiertes Wissen zu dieser Ernährungsweise anzueignen, ist mit Barf unter Umständen sehr gut bedient, denn es erfüllt die Anforderungen an art- und CNI-gerechte Ernährung und kann problemlos mit Phosphatbindern und Medikamenten „bestückt“ werden. Zudem akzeptieren viele CNIchen auch im fortgeschrittenen Krankheitsstadium rohes Fleisch oft besser als Nassfutter; fast so, als sehnten sie sich nach etwas „Frischem“.

Man sollte allerdings beachten, dass bei CNIchen die Abwehrkräfte herabgesetzt sind (besonders bei fortgeschrittener CNI) und eine Salmonellenvergiftung, obwohl bei Katzen allgemein sehr selten, potenziell möglich ist.

Bleibt noch zu erwähnen, dass bei bis zu 20 % Rohfütterung keine Supplemente beigefügt werden müssen, d. h. man kann die herkömmliche Nassfütterung mit Rohfleisch-Mahlzeiten ergänzen, wenn man möchte. Hierzu eignen sich je nach Vorliebe der Katze zB Tartar oder Fleisch von Pute, Rind, Huhn, das man im Supermarkt an der Frischetheke bekommt. Auch Herzen und Mägen von Hühnern beispielsweise können eine willkommene Abwechslung sein. Rohes Schweinefleisch darf nicht verfüttert werden, da Schweine Träger des Aujeszky-Virus sein können, der für Katzen tödlich ist.
 
Alt 15.02.2009, 19:41   #4
vilma

 
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Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Nierendiätfutter

Das Thema Nierendiät ist nach wie vor umstritten. Hier im Forum hat sich vor einiger Zeit eine angeregte und sehr interessante Diskussion entsponnen:
http://www.katzen-links.de/katzenfor...d.php?t=122401

Nach meinem jetzigen Wissensstand würde ich sagen, Nierendiät kann unter gewissen Umständen hilfreich sein, aber dann muß unter anderem auch die Qualität des Futters stimmen. Ich persönlich finde die meisten handelsüblichen und beim TA erhältlichen Nierenfutter nicht empfehlenswert , da sie entweder zu stark proteinreduziert sind (6 % Protein im Nassfutter wären mir auf Dauer zu wenig, als Minimum lasse ich um 8 % gelten) oder aber zu viele fragwürdige Nebenprodukte (zB Mais, Dextrose) enthalten – oder beides. Außer Zweifel steht, dass Nierendiät stets nur als Nassfutter verfüttert werden sollte und keinesfalls in trockener Form. Der ohnehin angegriffene Wasserhaushalt eines CNIchen wird durch Trockenfütterung unter Umständen völlig entgleisen und eine Dehydration der Katze beschleunigt – sollte euer Tierarzt euch Nierentrofu als Hauptnahrung schmackhaft machen wollen, bleibt standhaft und lehnt es ab!!! Als Leckerli sind einzelne Stückchen zwischendurch in Ordnung.

Was für Nierendiätfutter spricht:
Nierendiät ist normalerweise phosphatarm und enthält lt. Herstellern wenig, aber hochwertiges Protein, was sich etwa bei einer Übersäuerung des Körpers positiv auswirken kann. Zudem ist normalerweise mehr Fett enthalten als in normalem Futter – gut für Gewicht und „Power“ der Katze.
Einen Erfolgsbericht zu dem Nierendiätfutter der Firma Vet Concept hat Nika hier im Forum verfasst. Das Futter scheint für Nierendiät überdurchschnittlich gut angenommen zu werden, verfügt über eine angemessene Rezeptur und kann sicherlich als eins der empfehlenswerteren Nierendiätfutter betrachtet werden.
http://www.katzen-links.de/katzenfor...&postcount=354
http://www.katzen-links.de/katzenfor...&postcount=371

Was gegen Nierendiätfutter spricht:
Zu geringer (tierischer) Proteingehalt und meistens zu viele Nebenprodukte, oft reichlich Kohlenhydrate, die die Katze als Carnivore stoffwechseltechnisch nur in geringen Mengen verwerten kann, auch wenn laut Herstellern alle Bestandteile angeblich optimal aufbereitet und verwertbar sind. Oft ist die Rezeptur schlichtweg veraltet. Ein weiteres großes Manko ist, dass die meisten CNIchen Nierendiätfutter gar nicht oder nur für einen kurzen Zeitraum akzeptieren – es schmeckt den wenigsten, so dass dann meist zu wenig Futter aufgenommen wird. Und das ist so ziemlich das Gefährlichste für eine CNI-kranke Katze. Außerdem wird Nierendiät gern standardmäßig nach Diagnosestellung vom TA verordnet; dabei ist sie zumindest in einem frühen Krankheitsstadium eher kontrainduziert.

Wenn also Nierendiät, dann nur, wenn das Krankheitsbild - und dann oft auch die Blutwerte - es verlangen UND wenn die Rezeptur stimmt UND wenn es sich um ein Nassfutter handelt. Man sollte so oder so keine Religion daraus machen – spielt die Katze partout nicht mit, gibt es gleichwertige Alternativen. Man kann auch einen Teil Nierendiät, einen Teil normales (hochwertiges) Futter anbieten, dann würde zB der Eiweißgehalt aufgestockt. Immer daran denken, das Wichtigste ist, dass die Katze so lange wie möglich mit Appetit frisst.


Trinken

Mindestens genauso wichtig wie die passende Fütterung ist bei CNIchen das (ausreichende) Trinken, deswegen beziehe ich es als Ernährungsbestandteil hier mit ein. Grundsätzlich ist Wasser das Hauptgetränk einer Katze. Zusätzlich (nicht ausschließlich!) kann man selbstgekochte Rinder- oder Hühnerbrühe ohne Salz und Gewürze anbieten oder auch mit Wasser verdünnte Katzen- oder fettarme Kondensmilch in kleinen Mengen, insofern die Katze es mag und verträgt. Je mehr Flüssigkeit ein CNIchen freiwillig aufnimmt, desto besser. Da Katzen naturgemäß darauf ausgelegt sind, ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich über die Nahrung zu decken und ihr Durstgefühl eher schwach ausgeprägt ist, ist es umso mehr von Bedeutung, dass CNI-Patienten zum Trinken angeregt werden, wenn sie es nicht von selbst schon reichlich tun (was normalerweise der Fall ist).

Bedingt durch die nachlassende Nierenleistung verlieren CNI-Katzen beim Urinieren große Mengen an Flüssigkeit und Elektrolyten und laufen dadurch irgendwann Gefahr, auszutrocknen. Normalerweise versuchen sie durch vermehrtes Trinken ihren Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten und nehmen idealerweise auch über das Futter Flüssigkeit auf. Es ist sinnvoll, die Katze in dieser Hinsicht bestmöglich zu unterstützen und sie zusätzlich zum Trinken zu animieren, indem man zB mehrere Wassernäpfe in der Wohnung verteilt, etwa in jedem Raum einen aufstellt. Bewährt hat sich auch das „Wässern“ des Futters, d. h. dem Futter wird etwas Wasser beigemischt, soweit die Katze das akzeptiert.

Manche Katzen lassen sich auch von plätschernden Zimmerbrunnen zum Trinken verleiten oder trinken aus fließenden Wasserhähnen, setzen sich dafür in die Wanne oder in Waschbecken. Ein niedliches Beispiel ist hier im Forum mortikaters Mika, der eine eigene rote Suppentasse in der Badewanne stehen hat, in die er die Pfote tunkt. Manche Dosis geben ihren CNIchen stilles Mineralwasser aus der Flasche, weil der Geschmack nach Chemikalien in manchen Leitungswassern den Katzen nicht schmeckt.

Es ist wichtig, sich über den täglichen Flüssigkeitsbedarf einer Katze im klaren zu sein. Unter folgendem Link wird dieses Thema, auch anhand von Rechenbeispielen, sehr anschaulich und ausführlich behandelt:
http://www.meinkatzen.de/Gourmets_mi...ls_Heimweh.htm

Wenn irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem eine CNI-Katze es nicht mehr schafft, ihren Flüssigkeitshaushalt selbst zu regulieren und dehydriert (austrocknet), muß der Tierarzt eingreifen. Je nach Zustand wird die Katze dann intravenös oder subkutan infundiert, d. h. sie bekommt eine Infusion / wird an den Tropf gehängt. In den USA ist man fortschrittlicher als in Deutschland; dort ist es mittlerweile weitgehend normal, dass CNI-Dosis ihre Katzen regelmäßig zuhause selbst subkutan infundieren. Hierzulande sperren sich viele TÄ noch dagegen. Dabei ist es nicht schwer und lässt sich unter Anleitung des TA schnell erlernen – wenn es also individuell Sinn macht und aus medizinischen Gründen nichts dagegen spricht (wie etwa eine vorhandene Herzinsuffizienz), lasst euch von eurem TA die Technik zeigen. Das entsprechende Material hat er normalerweise vorrätig oder man kann es auf eigene Faust bestellen. Viele Katzen haben durch die Infusionen längerfristig eine bessere Lebensqualität, weil es die Flüssigkeitsaufnahme wesentlich unterstützt. Hier im Forum hat zB bertha darüber berichtet, wie sie ihre CNI-kranke Katze Emma rund 6 Monate lang erfolgreich selbst infundiert hat.

Hier noch ein guter Link zum Thema Trinken; auf Tanyas CNI-Website findet ihr auch noch mehr Informationen zum Thema Flüssigkeitstherapie:
http://www.felinecrf.info/futteranfo...gen.htm#wasser
 
Alt 16.02.2009, 19:00   #5
vilma

 
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Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Wie man den "echten" Nährwert eines Futters ermittelt

Auf der Suche nach dem passenden Futter für ein CNIchen macht es natürlich Sinn, verschiedene Sorten miteinander zu vergleichen. Leider gestaltet sich dies aufgrund der unterschiedlichen Wasseranteile, die den Futtern zugefügt wurden, als schwierig - ein Dosenfutter enthält vielleicht 77 % Feuchtigkeit, das andere 82 % und ein Trockenfutter wiederum nur 8 %. Deshalb muß man die Nährwerte auf die reine Trockensubstanz des jeweiligen Futters zurückrechnen, sprich den Flüssigkeitsanteil komplett abziehen, um einen aussagekräftigen Vergleich anstellen zu können. Das klingt erstmal kompliziert, ist aber mit Hilfe eines Taschenrechners total simpel, sobald man das Prinzip verstanden hat.

Beispiel 1 - Phosphatanteil

> Ein Nassfutter enthält 80 % Feuchtigkeit.
> Der Phosphatanteil ist mit 0,3 % angegeben.
> Die Katze frißt 100 g von diesem Futter.

0,3 % von 100 g entsprechen 0,3 g, darum sieht es auf den ersten Blick so aus, als hätte die Katze 0,3 g Phosphat aufgenommen.

Da das Futter aber zu 80 % aus Feuchtigkeit besteht, hat die Katze in Wirklichkeit 80 g Wasser gefressen und nur 20 g richtiges Futter bzw. Trockensubstanz, wenn man von der 100g-Mahlzeit ausgeht.

Daher rechnet man 0,3 % geteilt durch 20 % (100 % minus 80 %) multipliziert mit 100. Das ergibt 1,5 % und bedeutet, die Katze hat in Wahrheit 1,5 % Phosphat zu sich genommen.


Beispiel 2 - Proteinanteil

> Ein Nassfutter enthält 82 % Feuchtigkeit.
> Der Proteinanteil ist mit 11 % angegeben.
> Die Katze frißt 100 g von diesem Futter.

Man rechnet 11 % geteilt durch 18 % (100 % minus 82 %) multipliziert mit 100, das ergibt 61 %. Sprich, die Katze hat in Wahrheit 61 % Protein zu sich genommen.


Hier wird die Trockensubstanzanalyse auch noch mal erklärt:

http://www.fda.gov/cvm/petlabel.htm (englischsprachige Website, runterscrollen bis "Guaranteed analysis")

http://www.felinecrf.info/nassfutter...rockensubstanz
 
Alt 19.02.2009, 19:38   #6
vilma

 
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Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Ich habe mal ein bißchen herumgerechnet, um eine Sorte Normalnassfutter zu finden, deren Phosphatanteil unter den empfohlenen 0,5 % bzw. zumindest unter 1 % in der Trockensubstanz liegt; letzteres gilt lt. Tanyas CNI-Website als annehmbarer Kompromiss.

Leider bin ich nicht fündig geworden, denn die Normalfuttersorten scheinen allgemein über 1 % Phosphor in der TS aufzuweisen. Falls man also Phosphat reduzieren und dennoch nicht auf das gewohnte Nassfutter verzichten möchte, etwa wegen der geschmacklichen Akzeptanz oder der höheren Proteinmenge, dann sollte man mit seinem TA über den Einsatz eines Phosphatbinders sprechen.

Einige Normalfutter-Beispiele:

> Bozita Häppchen in Gelee im Tetrapack: 1,76 % Phosphor (TS)
> Miamor im Beutel, Ragout Royale in Jelly: max. 1,39 % Phosphor (TS)
> Porta 21: durchschnittlich 1,11 % Phosphor (TS)
> Grau: 1,19 % Phosphor (TS)
> Mac's: 1,19 % Phosphor (TS)

Eine Ausnahme bilden die beiden Sorten Hühnerfleisch mit Aloe und Hühnerfleisch mit Reis - Sensitive von Porta 21. Hier beträgt der Phosphorgehalt lediglich 0,33 % (TS)! Beim Füttern aber bitte beachten, daß Porta für ein Alleinfuttermittel viel zu wenig Fett enthält!

Im Handel frei erhältlich ist auch sog. Nierenschonkost, nicht zu verwechseln mit der Nierendiät, die es nur beim TA gibt. Ich habe in drei Beispielen einen Phophatanteil von jeweils unter 1 % (TS) gefunden:

> Kattovit Low Protein: 0,78 % Phosphor (TS)
> Integra Protect Nieren: 0,77 % Phosphor (TS)
> Beaphar Nieren-Diät: 0,88 % Phosphor (TS)

Die beim TA erhältliche Nierendiät scheint durchweg den Anspruch zu erfüllen, unter 0,5 % Phosphat in der TS zu bleiben:

> Vet Concept Low Protein: 0,42 % Phosphor (TS)
> Royal Canin Renal im Beutel, Huhn: 0,32 % Phosphor (TS)
> Hill's k/d im Beutel, Huhn: 0,4 % Phosphor (TS)


- Alle Angaben ohne Gewähr -
 
Alt 19.02.2009, 22:57   #7
mortikater

 
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Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Neuer Phosphatbinder - Lanthancarbonat - Neueste Alternative zur Phosphat-Bindung
Aus der Humanmedizin stammt der neue Phosphatbinder Lanthancarbonat.

Die Kalzium- und Aluminium-Freiheit des Produktes gilt - neben der ausgezeichneten Wirksamkeit - als sein besonderer Vorteil. Herkömmliche Phosphatbinder haben nämlich erhebliche Nebenwirkungen, die bei Lanthancarbonat fehlen: So führen aluminiumhaltige Produkte bei Dialyse-Patienten unter anderem zu Gehirnerkrankungen mit Verlust geistiger-seelischer Fähigkeiten (Demenz), zu Knochenerkrankungen oder zu Blutarmut.

(Trifft bei Katzen nicht zu!)

Kalziumhaltige Phosphatbinder wiederum führen zur schädlichen Kalziumüberladung des Blutes (Hyperkalziämie). Und erhöhen so die Gefahr von Weichteil-Verkalkungen bis hin zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

(Das gibt es auch bei Katzen)

http://www.dialyse.de/news/200706-Fo...at-Bindung.htm

Für Katzen gibt es seit neuestem von Bayer Renalzin. Ein Phosphatbinder mit eben diesem Wirkstoff - Lanthancarbonat.

Die Beschränkung der täglichen Phosphatzufuhr mit dem Futter ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Stabilisierung der Erkrankung. Renalzin stellt eine Flüssig-formulierung des neuartigen Phosphatbinders Lantharenol (Lanthancarbonat) dar.
Dieser wurde zur Therapie der Niereninsuffizienz beim Menschen entwickelt und verringert die Phosphatabsorption im Darm.
Als geschmacksneutrale orale Suspension kann Renalzin Katzen sowohl mit Feucht- als auch mit Trockenfutter angeboten werden.
Renalzin® wird in einer Flasche mit handlichem Dosierspender angeboten, der pro Pumpstoß einen Milliliter spendet.
Die anfängliche Tagesdosis von zwei bis drei Millilitern kann je nach Krankheitsstadium als Zusatz zu normalem Katzenfutter oder zusammen mit einer Nierendiät gegeben werden.

http://www.vet-magazin.com/tierarzt-.../Renalzin.html

Zusammensetzung.

http://www.premiumtierfutter.de/xana...ducts_id=19594

In einem Forumsbeitrag in einem anderen Forum bemängelte jemand, daß Renalzin Hydroxybenzoat - Konservierungsmittel E 218 - enthält. Davon habe ich leider keine Ahnung. Aber wenn man folgenden Link liest, sollte man bei Allergien vielleicht vorsichtig sein?

http://www.gifte.de/Lebensmittel/e_200_-_249.htm
 
Alt 20.02.2009, 11:46   #8
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Ich würde einer CNI-Katze immer einen Topf mit Katzengras zur Verfügung stellen, egal ob Wohnungskatze oder Freigänger. Viele Katzen verspüren den Wunsch, bei Übelkeit Katzengras zu kauen, was bei CNIchen krankheitsbedingt sogar regelmäßig der Fall sein kann.

Noch wichtiger finde ich aber folgende Info, die Desmond Morris in seinem Buch "Catwatching" in dem Kapitel "Warum fressen Katzen Gras?" gibt:

(...) Die neueste - und zugleich wahrscheinlichste - Erklärung ist, daß Katzen Gras kauen, um winzige Mengen einer chemischen Substanz aufzunehmen, die sie bei ihrer Fleischkost nicht erhalten und die für ihre Gesundheit unentbehrlich ist. Es handelt sich um das wasserlösliche Vitamin Folsäure, das für Katzen lebensnotwendig ist, weil es eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Hämoglobin spielt. Leidet eine Katze unter Folsäuremangel, so wird ihr Wachstum beeinträchtigt und sie kann ernsthaft anämisch werden. (...)

Angesichts der Tatsache, daß Anämie ohnehin eine häufige Begleiterkrankung von CNI ist, sollte man diese wichtige Info im Hinterkopf behalten.
 
Alt 11.03.2009, 13:57   #9
mortikater

 
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Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Mit Beas Einverständnis stelle ich ihren Beitrag aus einem anderen Forum hier ein. Real Nature scheint ein Futter zu sein, das sich gut als Normalfutter für eine CNI-Katze eignet. Moderater Rohproteingehalt, niedriger Phosphor-Wert, gutes Ca/P-Verhältnis, relativ hoher Fettgehalt. Nachdem, was ich bisher gehört habe, hält sich die Akzeptanz bei den meisten Katzen in Grenzen, aber das muß man eben ausprobieren.


Real Nature

Hersteller: Multifit

Wild und Huhn mit Naturreis und Hanföl

Zusammensetzung:
Wild (33%), Huhn (33%), Fleischbrühe (30,5 %), Naturreis (2%), Mineralstoffe (1%), Hanföl (0,5%).

Inhaltsstoffe:
Rohprotein: 8 %
Rohfett: 6,5 %
Rohasche: 1,6 %
Rohfaser: 0,8 %
Calcium: 0,23 %
Phosphor: 0,15 %
Feuchtigkeit: 81 %

Zusatzstoffe / kg:
Vit.D3 200 i.E.
Vit. E 35 mg
Vit. C 40 mg
Taurin 1.5 mg

400 g Dose kostet 1,69 Euro

Huhn und Lamm mit Karotten und Hanföl (Light)

Zusammensetzung: Huhn (31%), Lamm (31%), Fleischbrühe (30,5%), Karotten (6%), Mineralstoffe, Hanföl.

Rohprotein: 8,4 %
Rohfett: 5,1 %
Calcium: 0,22 %
Phosphor: 0,15 %

Fisch und Huhn mit Kartoffeln und Distelöl

Fisch (33%), Huhn (33%), Fleischbrühe (30%), Kartoffeln (2%),Mineralstoffe, Distelöl

Rohprotein: 10,7%
Rohfett: 5,4 %
Calcium: 0,21 %
Phosphor: 0,15

Rind und Geflügel mit Gerste und Schwarzkümmelöl

Rind (33%), Geflügel (33%), Fleischbrühe (30,5 %), Gerste (2%), Mineralstoffe, Schwarzkümmelöl (0,5%)

Rohprotein: 10,5 %
Rohfett: 5,7 %
Calcium: 0,22 %
Phosphor: 0,15 %

Wildkaninchen und Geflügel mit Naturreis und Leinöl gibt es auch noch.
 
Alt 11.03.2009, 18:47   #10
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: Grundlegende Richtlinien zur Ernährung von CNI-Katzen

Vielleicht mag noch jemand die Inhaltsstoffe vom Real Nature auf die Trockensubstanz zurückrechnen, das ist ja das eigentlich Entscheidende. Mir fehlt momentan einfach die Zeit, sonst würde ich es selbst tun.
 
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