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CNI und Oxalatkristalle/-steine - Ursachen u. Behandlungsmöglichkeiten

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Alt 23.09.2009, 22:27   #1
mortikater

 
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Standard CNI und Oxalatkristalle/-steine - Ursachen u. Behandlungsmöglichkeiten

CNI und Oxalatkristalle/-steine - Ursachen u. Behandlungsmöglichkeiten


Grundsätzlich neigen CNI-Katzen ohnehin zur Übersäuerung

Das durch CNI verursachte vermehrte Urinieren und Erbrechen kann zu einem niedrigen Kaliumspiegel führen.

Der Kaliumwert kann noch normal erscheinen, obwohl in Wirklichkeit bereits ein Defizit vorliegt. Der Grund dafür ist, obwohl die Körperzellen Kalium brauchen, ist der Regulationsmechanismus des Körpers darauf ausgerichtet, dass ein bestimmter Kaliumspiegel im Blut erhalten wird, nicht in den Zellen. Also versucht der Körper, wenn es zu einem Abfall des Kaliumspiegels kommt – wie es bei CNI häufig vorkommt – diesen Spiegel im Blut aufrechtzuerhalten, indem er das Kalium den Zellen entnimmt. Das bedeutet, dass der Kaliumspiegel auf der intrazellulären Ebene, wo er wirklich benötigt wird, tatsächlich zu niedrig ist, obwohl der im Blut gemessene Wert normal hoch erscheint.

Es wird geschätzt, dass etwa 30% aller Katzen mit CNI einen zu niedrigen Kaliumspiegel haben.

Zusätzlich kann es passieren, dass bei einer Katze, die an einer Metabolischen Azidose leidet, der Kaliumspiegel höher oder auch normal erscheint bei den Blutuntersuchungen, als er tatsächlich ist. Aber nachdem die Metabolische Azidose behandelt wurde, wird er dann als Folge davon wieder absinken. Falls Ihre Katze auch noch an Metabolischer Azidose leidet, ist es sogar noch wichtiger. Denn laut Dr David Polzin können "Kaliummangel und eine Metabolische Azidose einen potentiell tödlichen Mangel an Taurinkonzentration im Blut von Katzen verursachen."

Deswegen, und weil es keine Möglichkeit gibt, den Kaliumgehalt in den Zellen zu messen, supplementieren viele Tierärzte Kalium bei CNI Katzen, wenn der Wert unter den mittleren Normalwert fällt, etwa 4,4 mmol/L/I. Der Grund dafür ist, wenn es nicht möglich ist, den Kaliumwert des Blutes auf den mittleren Normalwert anzuheben, müssen die Zellen schon so weit entleert sein, dass es ihnen nicht möglich ist, weiteres Kalium in das Blut abzugeben. Deshalb ist es ratsam, bei einem niedrigen Normalwert mit seinem Tierarzt eine Kaliumergänzung zu besprechen. Möglichkeiten, den Kaliumwert zu erhöhen, können unter Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden.


Metabolische Azidose (Stoffwechselübersäuerung)

TCO2 (Gesamtkohlendioxid)
Bei gesunden Katzen werden Säuren, die durch die Nahrung im Körper entstehen, von den Nieren aus dem Körper gespült. Die Nieren reabsorbieren auch Bicarbonat, eine Chemikalie, die bei normalen Katzen als „Puffer" für den Säurespiegel dient. Diese beiden Mechanismen sind bei Katzen mit CNI häufig gestört, deshalb steigt der Säurespiegel im Körper an (d.h., der pH-Wert wird zu niedrig) – dieser Vorgang ist bekannt als Azidose (Übersäuerung) und kann Muskelschwäche verursachen, weil die Übersäuerung den Körper der Katze daran hindert, das Eiweiß richtig zu verstoffwechseln. „Metabolisch" bedeutet, dass diese Azidose nicht durch die Lunge verursacht wird (sie kann eine andere Art von Azidose verursachen, die sogenannte Respiratorische Azidose, wenn Kohlendioxid nicht richtig ausgeschieden wird), sondern eine Stoffwechselübersäuerung aufgrund der Niereninsuffizienz ist.

Falls Sie subkutane Infusionen geben, könnte die Verwendung von Ringerlactat ausreichen, eine geringe Azidose zu korrigieren, denn das Lactat wird über die Leber verstoffwechselt und dort in Bicarbonat umgewandelt. Das ist hilfreich bei der Korrektur der Azidose.

Kaliumcitrat ist eine wirkungsvolle Art und Weise, eine schwerere Azidose zu behandeln. Auch zur Behandlung eines zu niedrigen Kaliumspiegels kann es eingesetzt werden. Der einzige Nachteil ist, dass Sie darauf achten müssen, dass sich keine Kristalle im Urin Ihrer Katze bilden. Es sollte außerdem nicht eingesetzt oder - wenn es bereits verabreicht wird - gestoppt werden bei Katzen mit zu hohem Kaliumspiegel. Wenn Sie Kaliumzitrat geben, sollten Sie einen mindestens zweistündigen Zeitabstand einhalten, bevor Sie Phosphatbinder geben, die Aluminium enthalten, denn Citrat kann die Aufnahme von Aluminium fördern.

http://www.felinecrf.info/diagnose.h...lische_azidose

Wie wird eine metabolische Azidose festgestellt?

Blutgasanalyse (BGA)
wichtig zur Feststellung, ob eine metabolische Azidose (Übersäuerung des Organismus) vorliegt.
Vorsicht: Das Blut muss für die BGA äußerst sorgfältig entnommen werden (es darf keine Luft im Röhrchen bleiben, da die Gase sonst verfliegen) und sollte schnellstens in einem dafür geeigneten Labor ausgewertet werden. Das Blut muss innerhalb max. 1(!) Stunde im Labor untersucht werden. Nicht jedes Labor verfügt jedoch über ein entsprechendes Messgerät! Deshalb dringend vor dem Tierarztbesuch per Telefon klären, ob
- diesem bekannt ist, wie die Blutabnahme für eine solche Untersuchung erfolgen muss,
- dessen Labor die Untersuchung durchführen kann (er soll das notfalls telefonsisch vorab klären!),
- die Blutprobe kurzfristig genug in das betreffende Labor geschafft werden kann....

http://www.ciao.de/Katzenkrankheiten...__Test_2773658

Der Gehalt von Protein, Phosphor, Kalium und Magnesium im Futter spielt bei der Kristallisation eine Rolle. Erhöhte Wasseraufnahme reduziert eine Calciumoxalatsteinbildung.Ca-Steine lösen sich nicht auf, sie müssen chirurgisch oder so fern sie durch einen Katheter passen durch Urohydropropulsion entfernt werden. Rezidiven muß unbedingt vorgebeugt werden. Eine Diät, die gleichzeitig gegen Struvit und Oxalat wirkt, ist immer ein Kompromiß sich teilweise widersprechender Diätprinzipien. Im Vitamin-B6-Mangel kannn Oxalsäure nicht weiter umgesetzt werden, so daß es zu einer vermehrten renalen Ausscheidung kommt. Deshalb muß auf eine gute Vitamin-B-6 Versorgung geachtet werden. (siehe Horzinek)

Eigene Anmerkung:

Bei meinem Kater wurde vor gut drei Jahren CNI diagnostiziert, Oxalatkristalle vor ca.zwei Wochen. Empfohlen wurden mir als Diätfutter die Naßfutterbeutel von RC gegen Struvit und Oxalat. Er fraß sie drei Tage mit Begeisterung, danach drehte er nur noch den Kopf weg. CNI-Katzen sind oft mäkelig und schwierig und man kämpft um jedes Gramm. Gegen ein proteinreduziertes Futter, das im Hinblick auf die Übersäuerung sinnvoll wäre protestieren sie genauso wie gegen Nierendiät.

Nachdem dieser Versuch also gescheitert war, bekam er vom TA die Verordnung für Kaliumcitrat und Vitamin B6

Täglich 2 x 50 Milligramm Kaliumcitrat, 1 x täglich 10 Milligramm Vitamin B6. Ich gebe diese Medikamente in einer Leerkapsel. Hinsichtlich des Erfolgs kann ich leider noch nichts sagen, dafür ist es zu früh.

Kalium niemals in Eigenregie verabreichen! Zu viel Kalium ist gefährlich (Herz) und nicht alle CNI-Katzen brauchen eine Ergänzung.
 
Alt 23.09.2009, 22:27
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Standard AW: CNI und Oxalatkristalle/-steine - Ursachen u. Behandlungsmöglichkeiten

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 01.10.2009, 10:14   #2
vilma

 
Avatar von vilma
Standard AW: CNI und Oxalatkristalle/-steine - Ursachen u. Behandlungsmöglichkeiten

Ich möchte hier noch einen informativen Link aus Horzineks "Krankheiten der Katze" hinzufügen:

http://books.google.de/books?id=ZBoj...0katze&f=false
 
Alt 01.06.2011, 13:08   #3
mortikater

 
Avatar von mortikater
Standard AW: CNI und Oxalatkristalle/-steine - Ursachen u. Behandlungsmöglichkeiten

Zitat:
Zitat von mortikater Beitrag anzeigen
Täglich 2 x 50 Milligramm Kaliumcitrat, 1 x täglich 10 Milligramm Vitamin B6. Ich gebe diese Medikamente in einer Leerkapsel. Hinsichtlich des Erfolgs kann ich leider noch nichts sagen, dafür ist es zu früh.
Die Dosierung gilt pro kg Körpergewicht der Katze.

Ich hatte das leider in der Anweisung des TA überlesen und demtentsprechend am Anfang auch gar keinen Erfolg. Nachdem ich das angepaßt habe, haben wir einen PH-Wert von 6.0.
 
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