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Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Diskutiere im Katzenforum von Netz-Katzen.de über Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin im Bereich "CNI". --> Zu den gängigen Komplexmitteln bei der Behandlung einer Katze mit CNI gehören SUC (Heel), Renes Viscum und Neynerin (Vitorgan). Früher hieß es Neynephrin. Nach Aussage meines TA kann man nicht sagen, daß ...
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Alt 08.06.2010, 03:32   #1
mortikater

 
Avatar von mortikater
Standard Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Zu den gängigen Komplexmitteln bei der Behandlung einer Katze mit CNI gehören SUC (Heel), Renes Viscum und Neynerin (Vitorgan). Früher hieß es Neynephrin. Nach Aussage meines TA kann man nicht sagen, daß irgendeins das "beste" wäre, jede Katze reagiert anders.

Zu SUC gibt es eine (herstellerfinanzierte) Kleintierstudie, wonach es bei 80 % aller Katzen gute Erfolge zeigt.

Mein eigener Kater hatte nach anfänglichen Erfolgen mit SUC einen Absturz und wird seit mehreren Jahren mit Neynerin therapiert, ist seitdem stabil. Nach Informationen über Neynerin - vergleichbar der Studie von Heel - habe ich lange vergeblich gesucht. Stieß vor kurzem auf die Dissertation des TA Dr. Rainer Metz (Ludwigshafen 1997), leider nur eine sehr kurze Zusammenfassung in Englisch.

http://library.vetmed.fu-berlin.de/d...cts/99848.html

Zu meiner großen Freude hat mir Herr Dr. Metz ein Exemplar seiner Dissertation zugeschickt und sich auch für weitere Fragen zur Verfügung gestellt.

Das Thema der Diss. lautet:

Die Behandlung von Leber- und Nierenerkrankungen von Hund und Katze mit der zytoplasmatischen Therapie in der tierärztlichen Praxis

Im folgenden möchte ich gerne einen Einblick in die Arbeit geben und die Ergebnisse für die Behandlung von Katzen mit Nierenerkrankungen zusammenfassen:

Was ist zytoplasmatische Therapie?

...Nach Theurer umfaßt das Spektrum der Wirkstoffe der mekromolekularen zytoplasmatischen Organotherapie native molekulare Zellbestandteile von lebenswichtigen heterologen (xenogenischen) und zum Teil auch homologen (allogenischen) fetalen und juvenilen Organen wie Proteine, Nukleinsäuren (RNS und DNS), Lipide und Polysaccharide bis zu deren monomeren Untereinheiten und Bestanteilen, den Oligo- und Polypeptiden, Nukleotiden und anderen.

Die Direktwirkung auf geschädigte, fehlfunktionierende Organzellen erfolgt durch die Substitution von Enzymen, Nukleinsäuren sowie durch Untereinheiten und Bestandteile dieser Makromoleküle. Diese können zur Reparatur molekularer Defekte und geschädigter Regelmechanismen wie auch als Matritzen für ihre eigene Reproduktion dienen. Die Zufuhr neuer biologischer Informationen kann eine Neu- oder Umprogrammierung bewirken. Bei Selbstheilungsvorgängen geht diese Reparationshilfe von gesunden Zellgeweben auf dysfunktionierende, kranke Zellen über. Bei genetischen Defekten und Molekularkrankheiten fehlen jedoch solche Faktoren. Diese müssen deshalb aus gesunden Organismen zugeführt werden. Voraussetzung für eine Wirksamkeit von Biomolekülen ist die Spezifitätserhaltung ihrer molekularen Grundstrukturen....

(Prof. Dr. Karl Theurer. 1987 - Innovative Biotherapie. Hippokrates Verlag, Stuttgart)

Insgesamt wurden in der tierärztlichen Gemeinschaftspraxis Metz/Braun, Ludwigshafen von 1994 - 1997 165 Tiere untersucht.

Davon waren 40 nierenkranke Katzen.

Behandlungsplan

Es wurden folgende zytoplasmatische Präparate eingesetzt.

Die Dilutionen in Stärke III, Nr.7, Neynerin und bei Tieren über 10 Jahren Ney Geront. Oral, wenn es dem Besitzer möglich war - Neynerin - an injektionsfreien Tagen.

Revitorgan Nr. 7 enthält
ren. fet.

Neynerin pro injectione Stärke III enthält
Ren
Mucosa vesic. urinar
Cor
Aorta
Vasa fet.
Placenta
Hepar
Lien
Pancreas
Gland. suprarenal
Gland. thyreoides
Diencephalon
Na-dodecylsuflat

Neynerin-Tropfen enthalten: (laut der Aussage einer Mitarbeiterin bei Vitorgan genauso zusammengesetzt wie die Injektion, bloß Stärke II)

Ren
Mucosa vesic. urinar
Cor
Aorta
Vasa fet.
Placenta
Hepar
Lien
Pancreas
Gland. suprarenal
Gland. thyreoides
Diencephalon
Metenolonacetat
Prednisolon-21-acetat
Liothyronon-HCL
Vit. E-acetat
Pryridocin HCL (Vit. B 6)
Natriumdodecylsulfat
Glycerin
45 mg einer Mischung aus Methyl-, Ethyl-,
Propyl-4-hydrobenzoatenn (Parabene) als Konservierungsmittel
NaCL-Lösung

Bei schwerwiegenden Krankheitszuständen, bei nicht ausreichender Wirkung oder auf Wunsch des Besitzers Sol-Behandlung.

(Anmerkung Mortikater: Höhere Konzentration, inzwischen vom Markt genommen)

Den Besitzern wurde Nierendiät empfohlen "prescription k/d" oder "whiskas feline low protein", oder Reduktion des Eiweiß zugunsten von Reis oder selbstgemachte Nierendiäten.

Bei der 5. Injektion - also nach über zwei Wochen - erfolgte eine klinische Kontrolluntersuchung, die Blutwerte wurden erneut bestimmt. Und nachgefragt, ob Diätfutter verfüttert wurde.

(Anmerkung Mortikater: Mit den Einschränkungen, die so eine Studie in einer Praxis bringt, mal kamen die Besitzer nicht zum Termin, mal hatten sie beim Thema Nierendiät "weggehört". )

Ergebnisse

"Von den untersuchten 40 Tieren waren bei der abschließenden klinischen Untersuchung 65 % gesund. Bei rd. 7 % der Katzen war das Ergebnis unverändert und bei rd. 27 % lautete das Ergebis gebessert. Der Harnstoff-Wert bei der Kontrolle war bei rd. 74 % der untersuchten Werte verbessert, bei rd. 26 % verschlechtert. Bis auf ein Tier, das auch leberkrank war, waren alle Urea-Werte zu Beginn erhöht. Der Creatinin-Wert war bei insgesamt 29 Tieren bei der Erstuntersuchung erhöht. In rd. 72 % der Fälle war der Kontrollwert gesunken und bei etwa 28 % der Katzen hatte er sich verschlechtert. In etwa 17 % der Fälle war der Creatininwert sowohl bei der Erstuntersuchung als auch bei der Kontrolluntersuchung im physiologischen Bereich.

Bei der klinischen Untersuchung waren etwa 52 % der Tiere ohne pathologischen Befund. In 20 % der Fälle wurde Kachexie festgestellt.

Apathisch waren rd. 67 % der untersuchten Katzen. Bei etwa 72 % der Tiere war der Appetit vermindert.

In etwa 72 % der Fälle lag Polydipsie vor. Bei rd. 12 % der untersuchten Tiere war das Trinkverhalten erniedrigt. In 3 dieser 5 Fälle lagen weitere Erkrankungen wie Rhinitis, Lungenödem und eine Schußverletzung vor."

Anmerkung Mortikater:

Die Katzen hatten vorher Kreatininwerte in allen Bereichen. Das höchste war 4.22 (Ref. 1.6) , das niedrigste bei 1.0 - was natürlich nicht erhöht ist, da war aber der Harnstoff-Wert weit außerhalb der Referenz (20 -65)

Der höchste Harnstoff-Wert war 300, der niedrigste 41.

Leider kann ich hier nicht die Werte von allen 40 Tieren niederschreiben, zumal es eine Menge Tabellen gibt.

Bei fast allen Katzen war vorher das Trinkverhalten erhöht, teilweise waren Appetit oder Aktivität des Tieres vermindert.

Zwei Beispiele:

Katze Fall-Nr. 49 hatte normale Aktivität, veringerten Appetit, erhöhten Durst, Krea 2.96, Harnstoff 103.0

Hinterher - Krea 1.56, Harnstoff 86.1, klinisch gesund.

Gesund heißt also in dem Fall - so wie ich es verstehe - keinerlei Anzeichen einer Krankheit mehr.

Katze Fall-Nr. 153 hatte verminderte Aktivität, verringerten Appetit, veringertes (!) Trinkverhalten, Krea 4.22, Harnstoff 210.0.

Hinterher Krea 3.62, Harnstoff 149.0, klinischer Zustand, gebessert

Nun folgen noch diverse andere Untersuchungen, dargestellt in Tabellen.

Gesamteiweiß erhöht

15 untersuchte Tiere, Besserung bei 7 Tieren, bei 2 Tieren verschlechterte er sich, in 6 Fällen wurde der Wert bei der kontrolluntersuchung nicht berücksichtigt

Weitere Untersuchungsergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt (45 % der Katzen)

Bei 66 % dieser Katzen eine Verbesserung, bei 22 % eine Verschlechterung, bei 6 % gleich geblieben, in einem Fall besser und schlechter

Behandlung parenteral nur mit subcutanen Dilutionen

42 % der untersuchten Katzen wurden ausschließlich mit Dilutionen behandelt. 59 % gesund, 35 % besser, 6 % unverändert

Behandlung parenteral mit subc. Dilutionen und Zusatztherapie

(Zusatztherapie war unterschiedlich, AB, Insulin, Infus., MCP, Microclist etc.)

42 % der Katzen erhielten Dilutionen und Zusatztherapie. Ergebnis der Kontrolluntersuchung: 82 % gesund, 12 % unverändert und 6 % gebessert.

Behandlungen mit parenteraler und oraler zytoplasmatischer Therapie

Bei 62 % der Katzen gleichzeitig prarenterale zytoplasmatische Therapie und orale Zusatzbehandlung mit Ney Nerin - 60 % gesund, 32 % gebessert. Bei 5 Tieren trat nach Absetzen der Tropfen wieder eine Verschlimmerung auf.

Behandlungen mit alleiniger zytoplasmatischer Injektionstherapie

(keine orale Zusatzbehandlung) bei 37 % der Tiere

60 % gesund, jeweils 20 % unverändert oder gebessert

Patienten mit gleichzeitiger Diätbehandlung

war nur bei 30 % möglich

83 % gesund, 17 % gebessert (Harnstoff bei 75 % verbessert, Kreatinin bei 67 % verbessert)

Patienten mit verweigerter Diätbehandlung

70 % der Fälle(!)

57 % gesund, 32 % gebessert, 11 % unverändert

Harnstoffwert bei 74 % verbessert, Kreatinin bei 75 % verbessert

.................................................. ......................................
Aus dem Kapitel

5. Diskussion
5.2 Nierenerkrankungen

noch einige Zitate - Sachverhalte, die mir bemerkenswert erscheinen
.................................................. ...........................................

Interessanterweiser waren bei 3 Katzen trotz einer Erhöhung der Urea-werte, die Creatininwerte abgesunken. Bei den Katzen Nr. 165 und 167 fand sich eine geringgradige Minderung des Urea-Wertes, jedoch eine kräftigere Senkung des Creatinin-Wertes nach der Behandlung. Da nach Chew und Dibartola der Harnstoffwert für die Schwere der urämischen Symptome verantwortlich ist und dieser eher fütterungsabhängig ist, zeigen diese Beispiele, daß durch die zytoplasmatische Therapie als einzige Therapieform eine günstige Beeinflussung des Nierenparenchyms möglich ist.

Anmerkung Mortikater: Das war exakt so bei meinem Kater, den Harnstoff-Wert brachten wir erst später durch Phosphatbinder runter.

Bei einer vergleichbaren Untersuchung von Grünbaum, Bünemann und Schwedes (1995) sind innerhalb von 20 Tagen rd. 67 % der Hunde und etwa 58 % der Katzen gestorben. An dieser Studie waren allerdings nur Tiere mit sowohl erhöhten Plasmakonzentrationen von Creatinin als auch von Harnstoff beteiligt. In der vorliegenden Untersuchung sind innerhaln von 20 Tagen rd. 7 % der Katzen - das sind 3 Tiere - gestorben. Dabei handelte es sich um eine Katze mit FIP und eine Katze mit einem Lymphosarkom der Niere, also beides unheilbare Krankheiten......Nach Grünbaum, Bünemann und Schwedes ist die Prognose ungünstig, wenn die Plasmakonzentration von Kreatinin beim Hund über 6.78 und bei der Katze die Plasmakonzentration von Harnstoff über 240 beträgt und eine schwere klinische Symptomatik vorliiegt. Von entscheidender Aussagekraft über die Prognose ist nach dieser Untersuchung eine deutliche Verbesserung des Allgemeinbefindens und ein Absinken der Plasmakonzentration von Harnstoff und Kreatinin in den ersten ein bis vier Behandlungstagen....

Angesichts dieser Ergebnisse muß von einer sehr guten Wirkung der zytoplasmatischen Therapie ausgegangen werden. Wie im Literaturteil besprochen, gibt es keine Medikamente zur kausalen Therapie von Nierenerkrankungen. Damit stehen mit den zytoplasmatischen Präparaten die einzigen Medikamente zur Verfügung, die eine günstige Wirkung auf das Nierenparenchym haben. Interessanterweise kommt es auch sehr oft zu einer raschen Verbesserung des Allgemeinzustandes, obwohl sich die Blutwerte nicht verbessert haben. Anscheinend kommt es durch die Substitutionseffekte (H. Kraft 1993) zu einer schnellen Umstimmung des Organismus. So kann sogar oft bei Tieren mit chronischen Nephropathien zwar keine Ausheilung erreicht werden, aber dafür eine dauerhafte Verbesserung des Allgemeinzustandes und damit für die Tiere ein noch lebenswertes Dasein.

Auch beim roten Blutbild zeigten sich günstige Auswirkungen. Eine Anämie lag wohl aufgrund des Erythropoetin-Mangels durch die mangelnde Nierenfunktion bei rd. 38 der Hunde vor. Bei der Kontrolluntersuchung hatten sich 50 % der Werte gebessert. Die herkömmliche Behandlung mit Anabolika (W. Kraft 1990) dauert mehrere Wochen bis eine Wirkung eintritt und ist nach Chew und DiBartola (1994) nicht bewiesen. Bei zwei Tieren war der Hämoglobinwert bei der Kontrolle erniedrigt, obwohl er zuvor im Normbereich war. Auch bei der Katze überwogen die Verbesserungen. Selbstverständlich dauerten hier die Veränderungen länger. Sie sind wohl im Sinne von H. Kraft (1993) als Spät-Wirkung anzusehen.

...Auch bei Erbrechen und Durchfall zeigten sich erhebliche Verbesserungen, ohne daß eine Dauertherapie mit Cimetidin oder Metoclopramid erfogen mußte...

Zur Frage der oralen Therapie

(so wie ich es aus den Untersuchungen heraus gelesen habe, wurde keine ausschließlich orale Therapie verabreicht, sondern nur Behandlungen mit parenteraler und oraler zytoplasmatischer Therapie, insofern finde ich das folgende mißverständlich)

Eine orale Behandlung mit Neynerin erfolgte bei rd. 62 % der Katzen. Bei der klinischen Kontrolluntersuchung waren bei der Katze 60 % gesund. Gebessert 32 %. Der Urea-Wert hatte sich in 72 % der Fälle gebessert. Ohne orale Behandlung waren 60 % der Katzen bei der klinischen Nachuntersuchung gesund und jeweils 20 % unverändert und verbessert. Der Urea-Wert war in rd. 78 % der Fälle besser geworden und der Creatinin-Wert bei 70 %...Es muß allerdings berücksichtigt werden, daß in schweren Fällen eine tägliche parenterale Behandlung erfolgte und in diesen Fällen alle Tiere ohne orale Behandlung versorgt wurden. Eine entscheidende Besserung ist daher durch die orale Behandlung nicht zu erkennen. Sehr sinnvoll erscheint aber insbesondere die orale Weiterbehandlung nach Abschluß der parenteralen Therapie, da bei 5 Katzen nach dem Absetzen des Präparats wieder eine Verschlimmerung auftrat.
 
Alt 08.06.2010, 03:32
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Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 08.06.2010, 08:20   #2
Stärnli
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Ai, sag, schläfst Du auch mal??????

Aber: tausend Dank für die tolle Zusammenfassung. Find ich ja höchst interessant.

Verstehe ich das korrekt im untersten Abschnitt: die Katzen wurden zuerst mit subc. Injektion und Tropfen behandelt. Im Anschluss an diese Therapie wurde die Injektion abgesetzt, die Tropfen aber beibehalten. Wurden die Tropfen auch abgesetzt stellte sich wieder eine Verschlechterung der Krankheit ein. - Von Beginn weg Einsatz bloss mit Tropfen brachte keine entscheidende Verbesserung.

Also eines erleichtert mich unheimlich: die haben bei Katzen, die Tropfen definitiv eingesetzt! Kurz gesagt, DaDe kriegen die Tropfen weiterhin einmal täglich. Ob sich die Werte dadurch verbessert haben, wird sich zeigen. Was mich aber erstaunt, ist dass sie beide nicht mehr so stark aus dem Mäulchen riechen. Ob's mit den Tropfen einen Zusammenhang hat oder nicht, weiss ich nicht.
Steht noch was, wie lange die gemeinsame Therapie Injekt. und Tropfen durchgeführt haben und ab wann sie's bloss mit Tropfen versucht haben?

Super toll gemacht Petra, tausend Dank! - Was mich etwas erschüttert, ist die Tatsache, dass diese Diss über 10 Jahre alt ist und diese Art der Therapie scheinbar noch immer nicht wirklich Fuss gefasst zu haben scheint. Ich bin sehr gespannt ob ich den Tag erleben werde, wo Schulmedizin und "natürliche" Medizin mal voll und ganz Hand in Hand arbeiten werden.

Liebe Grüsse
Carmen
 
Alt 08.06.2010, 10:38   #3
mortikater

 
Avatar von mortikater
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Zitat:
Zitat von Stärnli Beitrag anzeigen
Ai, sag, schläfst Du auch mal??????

Aber: tausend Dank für die tolle Zusammenfassung. Find ich ja höchst interessant.

Verstehe ich das korrekt im untersten Abschnitt: die Katzen wurden zuerst mit subc. Injektion und Tropfen behandelt. Im Anschluss an diese Therapie wurde die Injektion abgesetzt, die Tropfen aber beibehalten. Wurden die Tropfen auch abgesetzt stellte sich wieder eine Verschlechterung der Krankheit ein. - Von Beginn weg Einsatz bloss mit Tropfen brachte keine entscheidende Verbesserung.

Also eines erleichtert mich unheimlich: die haben bei Katzen, die Tropfen definitiv eingesetzt! Kurz gesagt, DaDe kriegen die Tropfen weiterhin einmal täglich. Ob sich die Werte dadurch verbessert haben, wird sich zeigen. Was mich aber erstaunt, ist dass sie beide nicht mehr so stark aus dem Mäulchen riechen. Ob's mit den Tropfen einen Zusammenhang hat oder nicht, weiss ich nicht.
Steht noch was, wie lange die gemeinsame Therapie Injekt. und Tropfen durchgeführt haben und ab wann sie's bloss mit Tropfen versucht haben?

Super toll gemacht Petra, tausend Dank! - Was mich etwas erschüttert, ist die Tatsache, dass diese Diss über 10 Jahre alt ist und diese Art der Therapie scheinbar noch immer nicht wirklich Fuss gefasst zu haben scheint. Ich bin sehr gespannt ob ich den Tag erleben werde, wo Schulmedizin und "natürliche" Medizin mal voll und ganz Hand in Hand arbeiten werden.

Liebe Grüsse
Carmen
Liebe Carmen,

es hatte mich heute nacht so gepackt....

Viertel nach vier hatte ich eine Schlaftablette genommen, Wecker auf 8.00 Uhr gestellt, in der Hoffnung noch ein paar Stunden Schlaf zu kriegen. Um 6.30 Uhr rief mein Bruder an, der sich beim Einräumen (Getränkemarkt) den Rücken verreckt hatte und bewegungslos in der Ecke lag, währen der Lieferant gandenlos Palette um Palette reinfuhr.

Ich sprang aus dem Bett, noch völlig narkostisiert, vertrat mir das Bein und fiel um ein Haar die Treppe runter....

Ich glaube, von Anfang an nur mit Tropfen haben sie es gar nicht gemacht, das war es auch, was ich mißverständlich fand.

Es gab eigentlich nur die Kombination Injektion + Tropfen, Injektion ohne Tropfen.

Ja, es ist wirklich ein Jammer, daß das Präparat nicht bekannter ist. Da ist ein ellenlanges Literaturverzeichnis in der Arbeit, Massen von Büchern, die zu dem Thema geschrieben worden sind, aber was juckt es die Schulmedizin? Es ist ja kein Wunder, daß ich über meinen TA immer Bauklötze staune. Es gab bisher weder schulmedizinisch noch biologisch irgendwas, was er nicht kannte.

Dauer der Behandlung, ja, da stand auch was. Suche ich nachher noch raus. Ich war so müde gestern nacht, irgendwann wußte ich überhaupt nicht mehr, was ich las.

Was ich irgendwie nicht kapiert habe -

Behandlung parenteral nur mit subcutanen Dilutionen

und

und Behandlung mit alleiniger zytoplasmatischer Injektionstherapie

Was ist da bloß der Unterschied? parenteral sind ja auch Injektionen/Infusionen und Dilutionen - das ist doch Neynerin.
 
Alt 08.06.2010, 11:12   #4
Stärnli
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Wie wär's wenn Du Dr. K fragst und uns dann auch gleich informierst, so wüssten wir's grad mit Bestimmtheit! Mich hat es ehrlich gesagt auch etwas verwirrt, aber da ich Querleserin bin, hab ich's grosszügig "überlesen" !

Ai, Edda (romulus) könnte uns das sich er auch sagen! Liebe Edda, liest Du mit?

Liebe Grüsse
Carmen
 
Alt 08.06.2010, 23:26   #5
mortikater

 
Avatar von mortikater
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Zitat:
Zitat von Stärnli Beitrag anzeigen
- Was mich etwas erschüttert, ist die Tatsache, dass diese Diss über 10 Jahre alt ist und diese Art der Therapie scheinbar noch immer nicht wirklich Fuss gefasst zu haben scheint.
Heute abend würde ich sagen, es liegt an Vitorgan selbst.

Ich hatte die "Informationen" via TA bekommen. TA hatte hatte schon dazu geschrieben "nicht sehr aufschlußreich". Tröstlich ist, daß er mir seine geben will, die noch aus der Zeit stammen, als das Zeug Neynephrin hieß. Aber das war ja nicht im 2. Weltkrieg, ist mal gerade zwei Jahre her.

Von Vitorgan bekam ich eine - vermutlich teure - Imagebroschüre.

Gegliedert in die Schwerpunkte
Orthopädie
Erkrankungen der inneren Organe
Immunologie/Onkologie
Dermataologie
Zahnheilkunde

Die Tiere, um die es geht sind Pferde und Hunde. Nichts gegen Pferde, aber ich wollte ja Informationen über die CNI der Katze und nicht über das Sommerekzem beim Pferd.

Ich warte jetzt mal zwei Tage ab, im Moment habe ich mich wirklich ein bißchen verbissen, aber dann schreibe ich meinen bisherigen Gesprächspartner bei Vitorgan noch mal an.

Vitorgan setzt so einseitig auf die "medizinischen Fachkreise", dabei glaube ich, daß ihre Werbung bei den meisten Tierärzten in der Ablage Papierkorb landet. Das erleben ja immer noch viele Katenbesitzer, wenn sie ihre Tierärzte nach SUC fragen, "können Sie machen oder bleiben lassen, bringt eh nichts". Wobei ich doch glaube, daß sich gerade in den letzten beiden Jahren bei SUC was tut. Denn neben den Ignoranten gibt es mittlerweile doch auch einen gewissen Prozentsatz, der sich selber schon damit beschäftigt hat.

Möglicherweise ist das zumindest teilweise auch ein Effekt, der durch Foren verstärkt wird. Denn wenn jemand vom TA gesagt bekommt, das wird nichts mehr, besser einschläfern, geht er heulend nach Hause und liest in Katzenforen. Und Heel unterstützt die Tierhalter besser, beispielsweise durch einen Dr. Ulrich.

Die Vitorganprodukte kennen überwiegend nur Tierheilpraktiker, die schätzen sie auch, Tierärzte haben sich meistens noch nie damit beschäftigt. Und ein Nachfragen seitens der Tierbesitzer kann auch nicht kommen, weil die ja nirgendwo Informationen bekommen.

Genau diesen Ansatz fand mein Gesprächspartner bei Vitorgan ja "interessant". Na, gut ich habe sein Gesicht nicht gesehen, als er das schrieb. Aber er schrieb auch, ich solle nicht zögern, ihn bei weiteren Fragen erneut zu kontaktieren und das mache ich auch noch mal.
 
Alt 09.06.2010, 08:08   #6
Stärnli
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Ich find's toll, dass Du Deinen "Gesprächspartner" noch einmal anschreibst. In diesem Fall hier glaube ich nämlich schon auch, dass das Problem nicht zuletzt bei Vitorgan selbst liegt. Die geben weder schriftlich noch mündlich adäquate Infos raus. Werbebroschüren braucht keiner. Ist wie Du sagst - Pferdchen in allen Ehren - aber wenn ich wegen Katze und CNI anfrage, will ich keine sommerekzemisch pferdische Antwort ! Das ist für mich den Kunden dumm verkauft. Wäre das Mittel nicht so gut, könnte man sagen "bleibt wo der Pfeffer wächst" so aber ist es nur eines: sehr mühsam und für die Tiere absolut tragisch.

Was mir generell auffällt - auch bei Heel - dass es nicht sehr einfach ist an schriftliche Infos zu kommen. Wenn man Bsp. über Engystol oder Traumeel oder was auch immer Infos will, muss man entweder direkt anrufen oder aber im Internet surfen. Immerhin lässt Heel einem dann nicht auf dem Trockenen sitzen, was eben Vitorgan schon tut. Heel scheint sich auch bei den Ärzten vermehrt stark zu machen für ihre Produkte, deshingegen habe ich von Vitorgan noch nie gehört. Drum: toll für all unsre Katzen, dass Du Dich da verbissen hast. Wäre doch fein, wenn Vitorgan sich auch der nicht medizinisch studierten aber interessierten Welt - oder Kundschaft - öffnen würde.

Danke Dir herzlich Petra für all Deine Mühe!
Liebe Grüsse
Carmen
 
Alt 10.06.2010, 19:52   #7
Flori-Cat

 
Avatar von Flori-Cat
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Vielen dank liebe Petra für diese tolle Zusammenfassung.
Es ist wirklich interessant und ich bin gespannt, was Dein Gesprächspartner bei Vitorgan Dir noch schreiben wird.

Ich finde es auch sehr schade, dass man viel zu wenig Infos über die Präparate von Heel oder Vitorgan findet.

Ich überlege nun, soll ich Filou nur die s.c. Injektion verabreichen, oder dazwischen auch die Tropfen? Im Wechsel mit SUC, Renes und Lespedeza?
 
Alt 18.03.2011, 00:47   #8
Plüschtigerchen
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Hallo,

nachdem ich seit der CNI Diagnose meines Tigerchens erstmalmit völlig diletatischen TAs zu kämpfen hatte, die mir überhaupt nicht weiterhelfen konnten habe ich verzweifelt im Netz nach Behandlungsmöglichkeiten gesucht und bin auf NeyNerin gestoßen.

Ich habe meinem Schatzi die Ampullen Stärke III Kurmäßig oral verabreicht und beim nächsten Blutbild nach 6Monaten waren seine Werte gesunken!

Allerdings hatte ich zeitgleich auch mit Diätfutter begonnen. Bei der SUC Behandlung (Ampullen, auch oral) sind die Werte gleich geblieben, erst nach dem Neynerin wurden sie besser!

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
 
Alt 18.03.2011, 08:29   #9
ashgrove
 
Avatar von ashgrove
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

Das finde ich jetzt sehr spannend, denn bisher dachte ich, es geht nur subkutan. Wenn das wirklich möglich wäre, wäre das auch für uns eine Option, die besser zu handeln wäre als die Tabs.
 
Alt 18.03.2011, 08:34   #10
Gast
Standard AW: Biologische Behandlung bei Katzen mit CNI - Neynerin

plüschtiger, welches Diätfutter nimmst du?
 
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