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Barfen - erste Infos

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Alt 23.03.2005, 18:23   #1
bini
Standard Barfen - erste Infos

BARFen…..
bedeutet etwa soviel wie:

Biologische Artgerechte Roh Fütterung

Barfen heißt, sich zu bemühen, die Ernährung der Tiere so naturnah und artgerecht wie möglich zu gestalten. Allerdings bedeutet es nicht, einfach rohes Fleisch in die Näpfe zu geben…

Barfen ist aber auch nicht unbedingt eine hochkomplizierte Wissenschaft, in die man sich jahrelang einarbeiten muss, wenn man seinen Tieren Mangelerscheinungen ersparen möchte (wie viele Wissenschaftler behaupten).

Es gibt auch nicht das Barfen. Man kann ab und zu mal ein paar Häppchen Rohfleisch füttern oder seine Tiere zu 100% roh ernähren. Dazwischen liegen Welten.

Viele Tierhalter kommen erst auf die Rohfütterung, wenn Krankheiten bei ihren Tieren diagnostiziert wurden, bei denen man Bestandteile des Fertigfutters als (Mit-)Ursache vermutet und dieses demnach als Nahrung nicht mehr in Frage kommt.

Es gilt die Faustregel, dass bei Rohfütterung, die bis zu 20% der Ernährung ausmacht, nicht supplementiert (d.h. durch Zusätze ergänzt) werden muss. Will man über 20 % roh füttern, sollte man sich sehr ausgiebig mit dem Thema Supplemente beschäftigen.

Die notwendige Supplementierung ist tatsächlich ein wenig kompliziert. Im Fleisch, das wir beim Metzger oder im Supermarkt kaufen ist nämlich leider nicht alles, was unsere Katzen zum Leben brauchen. Die meisten industriellen Dosenfutter enthalten solche Zusätze. Daher ist eine Supplementierung auch erst bei einer Rohfuttermenge nötig, die mehr als 20 % der Ernährung des Tieres ausmacht.


Vorteile des Barfens sind:


  • Die Verdauung unserer Katzen ist auf rohes Fleisch (Beutetiere) ausgelegt.
  • Viele wichtige Inhaltsstoffe gehen durch die industrielle Fertigung und das Erhitzen kaputt oder sind schlechter verwertbar für die Tiere.
  • Man weiß relativ genau, was in dem Futter drin ist, das man seinen Tieren anbietet.
  • Man kann auf individuelle Besonderheiten der Katzen beim Futter eingehen (z.B. Allergien).
  • Durch das Kauen der rohen Fleischstücke werden die Zähne der Tiere auf natürliche Art gepflegt. Zahnstein und Zahnfleischentzündungen wird somit vorgebeugt.
  • Das Katzenklo stinkt weniger und die Verdauung der Tiere pendelt sich auf ein natürliches Maß ein. (Pro Katze pro Tag ein kleines, wohlgeformtes und nicht stinkendes Häufchen). Man braucht somit auch weniger Streu.
  • Last but not Least: Es ist einfach ein toller Anblick, wenn die Katzen sich über ein saftiges rohes Stück Fleisch hermachen und man spart sich das Eintrittsgeld für den Zoo… Tigerfütterung hat man zuhause
Nachteile des Barfens sind:
  • Es ist etwas aufwendiger als Dosenfutter. Man muss etwa einmal pro Woche einkaufen, Fleisch klein schneiden, Portionsweise abfüllen und einfrieren. Jeden Tag eine Portion auftauen und – falls man mehr als 20% barft - die Supplemente hinzufügen.
  • Es kann etwas teurer sein als Dosenfutter, aber wenn man mit den so genannten High-Premium-Futtern vergleicht und möglicherweise eine Kühltruhe hat und Sonderangebote beim Metzger en gros kaufen kann, kommt man sogar deutlich günstiger weg als mit Fertigfutter. Die Kosten pro Tag und Tier liegen etwa bei 0,90 € - 1,40 € (bei 100% barfen).
  • Anfangs kostet es etwas Zeit und Geduld, wenn man mehr als 20% barfen will, denn man muss ein paar Dinge lernen und sich anlesen.
  • Noch ein Kostenfaktor: Für mehr als 20% Rohfütterung muss man sich die Supplemente anschaffen und eventuell auch noch ein paar Haushaltsgeräte oder Werkzeuge (scharfes Messer, Brettchen, evtl. Fleischwolf, Plastikdosen zum Einfrieren…).
  • Viel Geduld braucht man zu Anfang möglicherweise auch, um den Tieren das Rohfleisch schmackhaft zu machen. Viele Tiere halten rohes Fleisch einfach nicht für genießbar und würden uns Dosis (oder Ex-Dosis) am liebsten zum Psychiater schicken, wenn wir stolz das erste rohe Fleisch servieren.
Ein paar wesentliche Grundlagen:

Man kann im Prinzip jedes Fleisch roh verfüttern. Grundsätzlich ist jedoch von Schweinefleisch abzuraten, da es in manchen Gegenden Deutschlands Erreger der so genannten „Pseudotollwut“ (Aujetzky’sche Krankheit) enthalten kann, die für den Menschen unschädlich, für Katzen aber tödlich sein kann.

Knochen dürfen auch verfüttert werden, aber niemals gekocht oder gegart, da sie sonst splittern. (Vorsicht beim Auftauen in der Mikrowelle: Knochen garen dabei!)
Hühnerflügel oder -hälse sind sehr beliebt als Knochensnack. Aber: Bitte Vorsicht bei Katzen, die beim fressen gerne mal „schlingen“! Bei komplett verschlungenen Knochenstücken kann schon mal eine Notfallbehandlung fällig werden! (Das ist eher selten, aber möglich.)
Zudem enthalten Knochen neben vielen anderen Stoffen viel Calzium. Das ist sehr wichtig und fehlt, wenn man nur Fleisch ohne Knochen füttert – aber man kann es gut supplementieren (z.B. durch gemahlene Eierschalen). Knochenteile sollten nicht mehr als 30% des Gesamtfutters ausmachen, denn sonst kommt es zu Calzium-Überversorgung und die führt zu Verstopfung.

Fisch kann man bis zu 2 Mal pro Woche geben, er wird auch roh sehr gern genommen. Durch Einfrieren vor dem Verzehr sterben Parasiten im Fischfleisch ab. (Katzen können sich – fast – nicht mit Salmonellen infizieren. Ihre Verdauungssäfte töten diese recht zuverlässig ab und die Verdauung an sich geht schnell, so dass die Salmonellen keine Zeit haben, sich niederzulassen.)

Neben Fleisch sollte man einen kleinen Anteil der Nahrung in Form von Gemüse und Getreide (Reis, Weizenkeime u.ä.) anbieten. In der Natur fressen Katzen ja auch z.B. den Mageninhalt von Mäusen, der dann im Endeffekt auch zur Nährstoffversorgung beiträgt.




*****

Zum ersten Einlesen ist die Ernährungsseite von den Savannahcats sehr empfehlenswert.

Für diejenigen, die sich ernsthaft mit dem Gedanken tragen, mehr als 20 % roh zu füttern (und demnach Infos zum Supplementieren etc. brauchen), gibt es die Möglichkeit, sich bei der yahoo-Group katzen-alternativ anzumelden.

Ein Forum, das sich v.a. mit BARF beschäftigt, ist das Holisticats-Forum.

Auf GypsiesLadys Homepage gibt es sehr gute Erfahrungsberichte über den (nicht immer ganz einfachen ) Einstieg ins Barfen.


Kirsten (GypsiesLady) und Sabine (bini)
 
Alt 23.03.2005, 18:23
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Standard AW: Barfen - erste Infos

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 21.02.2006, 12:18   #2
Gast
Standard AW: Barfen - erste Infos

Zitat:
Zitat von bini
BARFen…..
bedeutet etwa soviel wie:

Biologische Artgerechte Roh Fütterung

Barfen heißt, sich zu bemühen, die Ernährung der Tiere so naturnah und artgerecht wie möglich zu gestalten. Allerdings bedeutet es nicht, einfach rohes Fleisch in die Näpfe zu geben…

!!!Katzen können sich – fast – nicht mit Salmonellen infizieren!!!

Auf GypsiesLadys Homepage gibt es sehr gute Erfahrungsberichte über den (nicht immer ganz einfachen ) Einstieg ins Barfen.


Kirsten (GypsiesLady) und Sabine (bini)
Na...wer suchet, der findet...
Klasse Forum das!!!

Andrea
 
Alt 02.07.2006, 16:15   #3
ema*
Standard AW: Barfen - erste Infos

Noch eine gute Barfgroup:
http://groups.yahoo.com/group/Katzen_Barfen
 
Alt 09.12.2006, 19:29   #4
Gast
Standard AW: Barfen - erste Infos

Toll finde ich deinen Beitrag Binni, werde versuchen etwas rohes Fleisch zu füttern.
Nicht mehr als 20%.
 
Alt 09.12.2006, 19:49   #5
Gast
Standard AW: Barfen - erste Infos

Hallo,

habe hierzu eine Frage zu Tabus der Katzenernährung.
Der Admin schreibt mit einem Link kein rohes Geflügelfleisch sollte gefüttert werden.
Bei Binni Barfen für Anfänger steht drin dass Geflügelfleisch gefüttert werden kann.
Was ist denn richtig?
Habe bisher keine Ahnung vom Barfen.

Bin gerade darauf hingewiesen worden es nochmal in diese Rubrik zu posten.
 
Alt 09.12.2006, 19:54   #6
silbertabby

Standard AW: Barfen - erste Infos

Hallo Jala,

so, hier in dieser Rubrik ist deine Frage gut aufgehoben. Ich barfe nicht, füttere aber ab und zu ein wenig Rohfleisch zu. Unter anderem füttere ich auch rohes Geflügel (überwiegend Pute). Bisher gab es bei meinen Katzen keine Probleme damit.
 
Alt 09.12.2006, 19:58   #7
Gast
Standard AW: Barfen - erste Infos

lange wurde aufgrund der Salmonellengefahr von rohem Fleisch abgeraten.

Da gesunde Hunde und Katzen aber eine weitaus konzentriertere Magensäure und eine wesentlich schnellere Durchlaufzeit durch Magen- und Darmtrakt haben als zB der Mensch haben ist es idR kein Problem
 
Alt 11.12.2006, 13:52   #8
bini
Standard AW: Barfen - erste Infos

Hallo Jala,
da kann ich mich ja nur noch anschließen. Auch bei uns gibt es rohes Geflügelfleisch und wir hatten noch nie Probleme.
Bei Rohfleisch generell würde ich darauf achten, dass es nicht zu lange "unberührt" rumsteht und "gammeln" kann. Falls es nicht gleich gefressen wird, deck es ab und stelle es in den Kühlschrank bis zur nächsten Fütterung. - In den meisten Fällen ist das Fleisch aber innerhalb von ein paar Minuten ratzeputz aufgefuttert.
 
Alt 17.12.2006, 17:07   #9
Gast
Standard AW: Barfen - erste Infos

Hallo,

ich traue mich da nicht ran, an rohes Geflügel.
Es gibt im Internet einige Beiträge, wo man nachlesen kann dass schon viele Tiere daran erkrankt sind.
Das selbe gilt für rohes Schweinefleisch.

Gruß
 
Alt 17.12.2006, 17:46   #10
Fragle
Standard AW: Barfen - erste Infos

Zitat:
Zitat von jala6 Beitrag anzeigen
Es gibt im Internet einige Beiträge, wo man nachlesen kann dass schon viele Tiere daran erkrankt sind.
Diese Beiträge würden mich interesieren.
Kannst du die hier verlinken oder mir per PN schicken.
Ich füttere auch rohes Geflügel und es gab nie Probleme damit.
 
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