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ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

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Alt 05.04.2006, 02:49   #1
manon
Standard ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Hallo,

ich möchte hier Manons Krankheitsgeschichte reinstellen, um allen Katzenbesitzern, deren Katzen ähnliche Symptome zeigen, Mut zu machen und meine Erfahrungen weiter zu geben. Als Manons Zittern ziemlich arg war, suchte ich im Web verzweifelt nach Infos darüber und fand eher wenig, am meisten noch hier im Forum.

Natürlich ist Zittern nur ein Symptom und kann seine Ursache in vielem haben, d.h. der Weg zum Tierarzt sollte unbedingt gemacht werden, dennoch - vielleicht hilft dem einen oder anderen diese Geschichte weiter:

Manon wurde am 19.3.2005 geboren, sie ist eine Bauernhofkatze, das Muttertier war ungeimpft. Im Wurf waren vier Junge, zwei Mädels und zwei Jungs. Die Mutter hatte davor einige Würfe und war im mittleren Alter (ca. 5-6 Jahre).

Ich sah Manon zum ersten Mal, als sie ca. 5 Wochen alt war, sie war ein lebhaftes, verspieltes und völlig unauffälliges Kätzchen, gesund und normal entwickelt.

Als Manon 9 Wochen war, holte ich sie von dem Bauernhof, um ihr so bald als möglich die Impfungen und Entwurmung zukommen zu lassen, auch, damit sie hochwertiges Futter bekam.

Sie wurde vom Tierarzt untersucht, gegen Katzenseuche und Schnupfen geimpft und entwurmt.

Als Manon ca. 3 Monate als war, bemerkte ich zu 1. Mal, dass die Katze zitterte. Sie lag ganz entspannt auf meiner Schoß und ein leichtes, kaum merkbares Zittern ging durch ihren ganzen Körper. Ich dachte, vielleicht eine Art inneres Schnurren, und beachtetes nicht weiter.

Das Zittern kam immer öfter und verstärkte sich, überwiegend kam es, wenn die Katze entspannt dalag, zumeist vor dem Einschlafen, jedenfalls bei entspannter Muskulatur. Es ging zumeist vom Schultergürtel auf und umfasste aber bald den ganzen Körper, sah aus, als hätte die Katze Schüttelfrost. Das Zittern dauerte unterschiedlich lang (bis zu 20 Minuten) und hörte auf, wenn die Katze tief und fest schlief.

Ich ging zum Tierarzt, der meinte, es sei ungewöhnlich. Der Blutbefund ergab nichts ungewöhnliches, die Katze machte einen gesunden
Eindruck beim Tierarzt. Das Fell glänzte, ein Vitamin B-Mangel sei es wohl nicht, meinte der Arzt. Ich solle zuwarten, vielleicht eine Form der Epilepsie.

Das Zittern wurde schlimmer, es trat nun auch schon auf, wenn die Katze nur saß oder auch wenn sie ging, es war dann nicht gut sichtbar, doch wenn man die Hand auf die Schultern der Katze legte, war es deutlich fühlbar.

Manon war mittlerweilen 6 Monate alt. Sie frass eher wenig, an manchen Tagen, wenn sie arg zitterte, fast garnichts. Sie war eher zu mager für ihr Alter, aber nicht im krankhaften Bereich. Da das Zittern zunahm, ging ich mit der Katze zur Veterinärmedizinische Universität, suchte einen Neurologen auf.

Dieser unterzog Manon einer speziellen, neurologischen Untersuchung (Reflexe, Verhalten usw.) und meinte dann, es sei entweder:

-eine Infektion über das Muttertier mit Katzenseuche kurz vor oder kurz nach der Geburt

- eine spezielle Form der Epilepsie (eher ungewöhnlich, da Manon als ganzen Körper zitterte - das würde auf große Herde im Gehirn schließen lassen)

-eine sehr seltene Krankheit, bei der die Reizleitung der Nervenfasern zu den Muskeln nicht gut koordiniert wäre;

In allen Fällen gelte es abzuwarten, bis die Katze ein Jahr alt ist, um endgültiges zu sagen.

Ich kam zur Kontrolle im Dezember wieder, da war das Zittern nun schon ziemlich arg. Manon wog knapp 2,5 Kilo, war ein scheues, eher nervöses Tier, aber im vertrauten Umfeld sehr zutraulich und lieb. Sie zitterte im Dezember mehrmals am Tag, immer für mindestens 10 Minuten oder länger. Sie hatte sich Strategien gegen das Zittern zurecht gelegt, etwa das Abstüzen der Hinterpfoten an der Wand o.ä. oder das Überstrecken der Vorderpfoten beim Liegen (ganz lang ausgestreckte Pfoten, damit die Muskelspannung erhalten bleibt und die Pfoten nicht so zittern). Wann immer sie zitterte frass sie nichts, erst wenn es ihr besser ging, und auch dann war sie sehr heikel.

Ich kam im Jänner wieder zur Kontrolle, da war mir aufgefallen, dass es nun einige Tage gab, wo Manon garnicht zitterte, dann wieder folgten 3-5 Tage, wo es ganz arg war und sie beinahe ständig zitterte. Auch hatte ich mich bei der "Züchterin" erkundigt und die sagte mir, dass zumindest eine Katze aus dem Wurf überhaupt keine Zitteranfälle habe.

Beides sprach gegen die Infektion der Jungkatze mit der Katzenseuche, denn da hätte die Katze ohne Unterbrechung zittern müssen und es hätte eigentlich alle im Wurf treffen müssen (letzteres kann aber Ausnahmen haben). Dennoch war ich erleichtert, denn die Infektion wäre ein irreparabler Schaden gewesen, wohingegen die Epilepsie eher gut behandelbar ist.

Manon wurde in der 3. Jännerwoche zum 1. Mal rollig, dann gleich nochmals in der 2. Februarwoche. Im Februar war ich auch wieder beim Neurologen mit ihr und wir vereinbarten einen Kastrationstermin in der 3. Februarwoche, wobei bei der Narkose auch ein Anästhesist dabei sein sollte, damit keine Krampfanfälle vorkämen bzw. die Katze überwacht wäre.

Vor der Kastration wog Manon 2,8 kg, sie zitterte an mehreren Tagen, dann wieder einige Tage nicht, insgesamt aber weniger, als etwa im Dezember. Die Kastration selbst verlief problemlos, danach aber, als ich Manon daheim hatte und aus dem Kennel ließ, wurde die Katze völlig hysterisch, riss sich sämtliche Verbände runter und rannte wie gestört in der ganzen Wohnung herum, sprang überall rauf (auch auf den Kasten) und wieder runter, kurz tat alles, was sie überhaupt nicht tun sollte.

Sie war nicht einzufangen und kaum zu beruhigen und ich sah mich schon wieder ins Tierspital fahren, wenn die Nähte aufrissen. Kurzum, nach etwa einer halben Stunde ärgster Raserei sprang Manon auf den Kasten und blieb dort erschöpft liegen. Sie zitterte so arg, dass der Kasten wackelte ! So hatte ich es noch nie zuvor gesehen, es waren richtige Schüttelkrämpfe. Das dauerte die ganze Nacht, sogar noch im Tiefschlaf zitterte sie (war vorher nie der Fall gewesen).

Am nächsten Tag ging es ihr besser, sie zitterte kaum, die Wunde war äußerlich zu. Und von da an ging es bergauf. Manon wurde von Tag zu Tag gesünder, ich kann mich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal dann gezittert hatte, aber es war höchstens 2-3 Minuten und in der Woche nach der Kastration.

Seither ist über ein Monat vergangen, und das Zittern HAT KOMPLETT AUFGEHÖRT

Manon hat tüchtig zugenommen, wiegt nun 3,2 Kilo, also ziemlich normal, und sie frisst (ist zwar sehr wählerisch, aber bitte) normal. Sie zuckt nun hin und wieder mal im Schlaf, aber ich denke, auch das ist normal.

Warum das Zittern nun so plötzlich nach der Kastration aufgehört hat, kann mir niemand sagen. Möglich ist folgendes:

1.) Wachstumshormone oder Sexualhormone, die das Zittern verursachten
2.) Muskelzittern durch das Wachstum
3.) Eine Störung des Zentralnervensystems, die durch das Narkosemittel irgendwie beeinflusst wurde (eher unwahrscheinlich)
4.) Doch eine Art der Epilepsie, die nun ruhig ist, aber noch ausbrechen kann
(hoffentlich nicht).

Sache ist, dass ich allen Katzenbesitzern, deren Katzen ein unerklärliches Zittern haben, MUT machen möchte.

Wenn die Katze öfter zittert und scheinbar nicht nervös oder ängstlich ist:

- Bitte, geht mit dem Tier zum Tierarzt, ein Blutbild soll abklären, ob eine Mangelerscheinung oder eine Entzündung die Ursache ist.

- Feliway, Vitamintropfen und/oder Bachblüten können nicht schaden, haben bei meiner Katze aber auch nichts gewirkt

- Nicht verzweifeln und nicht gleich das Schlimmste annehmen (so wie ich), es besteht die ziemlich große Wahrscheinlichkeit, dass sich das Zittern bei der ausgewachsenen, kastrierten Katze ganz von selber gibt.

Ich hoffe sehr, dass Manons Zustand nun stabil ist und sie das Zittern ganz losgeworden ist. Sollte sicher aber (hoffentlich nicht) etwas neues ergeben, werde ich es hier posten.

Also hin und wieder mal vorbeischauen,

liebe Grüsse
MANON




-
 
Alt 05.04.2006, 02:49   Anzeige
NinaP
 
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Hallo manon,

Hast du schon mal in Wie sag ich´s meiner Katze nachgelesen? Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem ;-).
__________________
Schäppchen für Fellnasen
 
Alt 17.03.2015, 20:05   #2
Tomatchen
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Danke du hast mir viel geholfen mit deinen Beitrag.
Bei meiner Mia ist das auch von heut auf morgen kam das zittern. Ich hoffe das verschwindet auch wieder so wie es gehoben ist.
Sie hat viel durchgemacht bevor das zittern auftrat. Giardien /Trichtomanosfötus / polype im Ohr mit Bakterien op und Aurizon Behandlung danach trat das zittern auf . Ansonsten ist sie quitsch fiedel .
Nun hoffe ich das das zittern auch wieder verschwindet.
 
Alt 18.03.2015, 04:21   #3
Tatjana462

 
Avatar von Tatjana462
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Vermutlich wird Manon Dir nicht mehr antworten, denn dieser Thread stammt aus den Jahre 2006. Aber prima, wenn Du Dir einiges raussuchen konntest.

Habt Ihr in letzter Zeit mal das Blutbild mit dem Zucker- und Fructosaminwert überprüfen lassen? Bei unserer Kati war die Ursache ein sehr hoher Zuckerwert. Sie wurde dann über ein Jahr lang mit Insulin gespritzt, das wir nach längerer Zeit aber wieder absetzen konnten.

Aber, wie Manon schon schrieb, das Zittern kann viele Ursachen haben, denn es ist nur ein Symptom. Die Ursache kann nur der TA finden
Ich wünsche Dir dafür viel Erfolg!
 
Alt 18.03.2015, 20:00   #4
Tomatchen
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Hallo Tatiana
Danke für deine Antwort. Mia ist seit 2 Monaten in der Tierklinik in Behandlung . und die Ärztin hat sie am Ohr operiert und hat mir nen Neurologen vorgeschlagen aber von Blutwerte hat sie nichts gesagt . ich werde sie mal beim nächsten Termin ansprechen.
 
Alt 18.03.2015, 20:34   #5
Tatjana462

 
Avatar von Tatjana462
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Zitat:
Danke für deine Antwort. Mia ist seit 2 Monaten in der Tierklinik in Behandlung . und die Ärztin hat sie am Ohr operiert und hat mir nen Neurologen vorgeschlagen aber von Blutwerte hat sie nichts gesagt . ich werde sie mal beim nächsten Termin ansprechen.
Mia ist bereits seit 2 Monaten in der Tierklinik - und diese hat keine Blutwerte ausgewertet? Das ist aber sehr ungewöhnlich. Ja, dann würde ich die Klinik auf die Blutwerte ansprechen und eine Kopie aller Bluttests einfordern. Diese kannst Du dann mit den Referenzwerten hier einstellen. Hier gibt es Fachfrauen, die können diese gut auswerten.

Gerade vor jeder OP muss doch ein Bluttest gemacht werden. Wahrscheinlich haben sie nur nicht darüber gesprochen, was aber auch nicht i.O. ist. Warum ist sie denn schon 2 Monaten in der Klinik? Erscheint mir auch sehr lange, zumal das ungeheure Kosten für Euch werden...

Kannst ja morgen mal nach den Bluttest fragen und Kopien davon wünschen. Weiterhin würde ich fragen, aufgrund welcher Diagnose Mia nicht nach Hause kann. Viel Glück dabei!
 
Alt 18.03.2015, 22:28   #6
Tomatchen
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Entschuldige bitte ich habe mich da falsch ausgedrückt sie ist seit 2 Monaten in Behandlung zuhause. Die Tierklinik ist die behandelte Tierärztin. Und von Bluttests hat sie nichts erwähnt. Aber ich werde Nachfahren wenn ich wieder zum Termin hin muss der ist in April.
 
Alt 21.03.2015, 02:37   #7
Tatjana462

 
Avatar von Tatjana462
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Das kann passieren, man schreibt seine Gedanken auf und der andere liest etwas anderes heraus. Kein Problem.

Wie sieht es denn aus? Konntest Du wegen des Blutbildes mal nachfragen Wie geht es Deinem Kätzchen zur Zeit?

Ich wünsche Euch ein sorgenfreies und gutes Wochenende!
 
Alt 23.03.2015, 19:19   #8
Tomatchen
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Nein konnte ich noch nicht aber am Mittwoch habe ich noch einen zusätzlichen Termin bei anderen Tierarzt der machte dann auch ein Blutbild. Ich melde mich dann wieder. Das zittern ist immer noch😖
 
Alt 28.03.2016, 23:00   #9
Songbird
 
Avatar von Songbird
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Hallo,
wir haben dasselbe Problem. Seitdem Herr Meeks 3 Monate alt ist bekommt er in unregelmäßigen Abständen Zitteranfälle. Sämtliche Blut-und Kotproben waren unauffällig. Insgesamt haben 4 Zitteranfälle bemerkt, immer war er entspannt und gerade am einschlafen. Kastriert wurde er im Februar, heute war di erste Attacke seitdem. Sein Zittern beginnt in der Muskulatur der Hinterbeine.

Wir machen am Di einen Termin beim Neurologen.
LG Steffi
 
Alt 07.01.2017, 15:27   #10
ulli123
Standard AW: ZITTERN BEI KATZEN - Wie es bei Manon war !!

Habe auch alles mögliche bei meiner Katze wegen dem zittern ausprobiert, nachdem ich gemerkt habe, dass kein Arzt helfen konnte. Ich weiss jetzt woran es lag und das zittern ist endlich vorbei. Hab meiner Katze nicht mehr das Futter aus der Dose gegeben, was echt minderwertig ist auch wenn es ein bisschen mehr kostet, sondern hab ihr das zu fressen gegeben, was so im Haushalt anfiel. Natürlich hab ich auch frisches Fleisch zu fressen gegeben und das zittern hörte nach kurzer Zeit auf. Hab ihr einfach alles angeboten von Ei bis Nudeln usw. Probiert es einfach mal aus und ihr werdet sehen, dass es am Futter liegt. Wenn ich meiner katze katzenfutter gebe, dann sind es die kleinen tütchen von molly. Aber Wichtig ist einfach mal ein bisschen gemüse, ei einfach was so anfällt dazuzufüttern.
 
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